„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Freitag, 6. Oktober 2017

Krimis zur Volkserziehung

von LePenseur


Gestern war wieder mal ein Abendkrimi: bloß eine Wiederholung eines alten Streifens, dafür aber ganz nach dem Muster der öffentlich-rechtlichen Volkserziehungsanstalt! Der Tatort: ein Schulschiff der deutschen Marine. Uschi läßt grüßen. Und hach, wie schrecklich: ein armer, armer Schwuler wird von betrunkenen Kameraden festgehalten, dann setzt sich eine Seekadettin — Typ: stets vögelbereiter Mannschaftspokal — auf ihn drauf, und »vergewaltigt« ihn. Unter den festhaltenden Kameraden ein »Familienvater«, dem angekündigt wird, seiner Frau das mitgeschnittene Video zu zeigen, auf daß er ihr nicht mehr in die Augen schauen könne (wie die zutieferst schütterte Kriminalkommissarin mit schwankender Stimme erklärt), und — mit noch größerem Ekel in der Stimme wird’s vom proletoiden Kommissarinnenbegleiter erwähnt — ein »Mann von altem Adel«, der sich mit Hinweis auf die allgemeine Besoffenheit zu rechtfertigen versucht. Na klar, Familienväter und Aristos sind die Feinde der guten Diversity-Gesellschaft, die in Tränen ausbricht, wenn ein besoffenes Fräulein eine besoffene Schwuchtel »vergewaltigt«! 

Die Frage, wie der angesichts (bzw. –gefühls) einer eklen Kadettinnenmuschi überhaupt einen Steifen gekriegt haben kann, wo er sich doch eigentlich für Männleins & ihr Rektum interessiert, wollen wir mal außen vor lassen. Zuviel Logik tut einem Krimi-Drehbuch bekanntlich nicht gut — oder, wie meine Mutter nach so manchem Krimi zu seufzen pflegte: »Reineckermann macht’s möglich!« …

Geht’s eigentlich noch plumper, liebe Degeto? »Uschi befiehl, wir folgen«, lautet scheints die Devise der (beinahe) monopolitischen Content-Produzenten für die »Öffentlich-Rechtlichen«! Kaum will die »Verteidigungsministerin« Deutschlands, deren Hauptziel offenbar darin besteht, die Bundeswehr (und ihre Marine, wozu ihr behauptet »schreckliche« Mißstände auf der Gorch Fock gerade recht waren!) zur demoralisierten, gutmenschlichen Gurkentruppe umformen — mit brav apportierenden Hündchen in Generalität und leitenden Stäben, die mit Devotionsbücke und Dackelblick ihre schwangerengerechten Panzer umsetzen, und ihre Kindergärten für die sich eben vermehrt habenden Soldatinnen (gaaanz wichtig: genug Soldatinnen in jeder Truppe, damit keine »Diskriminierung« aufkommt, außer dort, wo am Hindukusch wirklich die Birne hingehalten werden muß: denn dort sterben dann komischerweise wieder nur Männer, weil die Uniformweibchen offenbar in der SoldatInnen-Kita gerade ihre Kinderchen stillen waren) — dann wird flugs ein Krimi gedreht, der diese Agenda bedient. Und natürlich wiederholt, wenn die Botschaft (siehe jüngstes Wahlergebnis) noch nicht hinreichend in den Köpfen der Längerhierwohnenden implementiert zu sein scheint …

Man kann dem Filmchen von anno dazumal nicht den Vorwurf machen, warum nicht das inzwischen weit naheliegendere und ungleich häufigere Thema von der Vergewaltigung bundesdeutscher Frauen durch bereicherndes Gesindel aus Süd und Ost aufgegriffen wurde, denn damals war die Situation halt noch nicht ganz so schlimm wie heute. Man kann aber die Chuzpe, mit der uns die seinerzeitige Volkserziehungs-Scheiße nochmals am Kopf verrieben werden soll, um damit von weit aktuelleren und wahrscheinlicheren Vergewaltigungsfällen abzulenken, dafür mit recht zum Kotzen finden. 

In Österreich haben wir's noch vor uns, Deutschland ist bereits einen Schritt weiter

von LePenseur


... und so ist ein Artikel mit dem hübschen Titel »Nachwahlprognosen« ein willkommener Anlaß, den Schmutzkübeln österreichischer Innenpolitik-Skandale kurz auszuweichen, und nach Deutschland zu blicken:

Nachwahlprognosen


Die Floskeln schenke ich mir – nach der Wahl ist vor der Wahl, Vorhersagen sind schwierig insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen usw.

Das Wahlergebnis ist interessant genug, um den weiteren Verlauf de Geschiche nicht mit ausreichend Sicherheit prognostizieren zu können. Also wage ich meine eigene Prognose, man könnte es auch „wilde Spekulation“ nennen.

Ich glaube nicht, dass wir eine Jamaika-Koalition (vulgo „Schwampel“) erleben werden. Der Grund ist das Spannungsdreieck CSU – Grüne – FDP. Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, dass sich insbesondere CSU und Grüne auf einen gemeinsamen Nenner einigen können – denn der wäre so klein, dass ein gemeinsames Regieren schlicht sinnlos wäre. Die CSU muss im Angesicht des drohenden Verlusts der absoluten Mehrheit bei der nächstjährigen Landtagswahl in Bayern zwingend konservative Positionen in einen Koalitionsvertrag einpflegen – Seehofer hat oft welche in die Diskussion eingebracht, hat aber jedes Mal bei der Durchsetzung versagt. Das haben ihm die Wähler ziemlich nachgetragen, wie das desaströse CSU-Ergebnis nahelegt. Dem Kollegen Lindner traue ich genug Opportunismus zu, um die FDP auf Grünen-Linie einschwenken zu lassen, aber ich traue ihm auch genügend strategischen Weitblick zu um es nicht zu tun. Die Grünen hingegen werden nach dem recht guten Wahlergebnis, dass ja irgendwie vom Himmel gefallen ist, auf keinen Fall urgrüne Positionen zur Disposition stellen. Dann lieber Opposition und weiterhin Medienliebling bleiben. An der CDU wird das Bündnis logischerweise kaum scheitern – es gibt schließlich unter Merkel überhaupt keine CDU-Positionen mehr, die einem ganz beliebigen Bündnis im Weg stehen würden.
Exakt auf den Punkt gebracht — daher: absolute Leseempfehlung! Was übrigens nicht nur für diesen konkreten Artikel gilt, sondern für den Blog »hubersn.Politik« insgesamt.

Scharia-Polizei

Wenn sie zu viel weibliche Haut sehen, können sie sich nicht beherrschen und sind gezwungen, sie zu vergewaltigen.
Das ist die Denkwelt der integrationsfreudigen Bereicherer..
Ach, war das langweilig, als Frauen einfach oben ohne die Sonne am See genießen konnten.
Das muss dringend neu verhandelt werden!
Die Zukunftsösterreicher haben ihr Urteil scheinbar bereits gefällt und sind offensichtlich auch bereit, es zu exekutieren. Sie rotten sich, zumindest das ist die Schlussfolgerung aus diesem Geschehen, zusammen und ziehen als Scharia-Polizei durch das Land um den Kuffar klarzumachen, wie sie sich ab jetzt gefälligst zu benehmen haben, um den neuen Herren zu gefallen. Denn, um es mit Sebastian Kurz zu sagen: Der Islam gehört zu Österreich. Vielleicht nicht im Kindergarten, aber ganz sicher am Waldsee.

Den täglichen Kern gib uns heute

Kein Tag ohne neue Peinlichkeiten aus dem Hause Kern.
Jetzt ist seine Frau in den „Mimimi“-Chor eingestimmt und verliest im „Standard“ ein Pamphlet, das ich gar nicht kommentieren möchte.
Denn sie ist ja ein „erfolgreicher Start-Up“.
Ist sie?
Naja, das liest sich hier anders. Und man kann sich die Arbeit der angeführten Firmen auch auf deren Websites anschauen, auch Firmenbuchauszüge sind jedermann zugänglich, mir fehlt heute die Zeit zum Durchrecherchieren, da lasse ich jedem ein bisschen persönliche Freiheit in der Auswahl der Detailtiefe.

Na gut, dass die Frau glaubt, ein „Start-Up“ zu sein, weil sie mit ordentlich Polster ihres im soliden fünfstelligen Bereich monatlich Steuergeld „verdienenden“ Gatten im Rücken und der Beteiligung anderer, ganz sicher an keiner Stelle dem SPÖ-Umfeld zuzuordnenden (es gilt die Unschuldsvermutung), Teilhaber ein Netzwerk gestrickt hat, das offensichtlich als Dienstleistung die Versorgung von „Start-Ups“ mit Fördermillionen aus dem Steuertopf anbietet. No na, bei den Connections.

Ich könnte der Guten jetzt mal verklickern, was es bedeutet, ein wirkliches „Start-Up“ zu sein, ein Kleinunternehmen, das man vom Küchentisch mit Laptop startet und dann nicht mit Fördermillionen innerhalb eines Jahres in den Sand setzt sondern mit nichts als 18-Stunden-Tagen, Ehrgeiz, Begeisterung und Kompetenz innerhalb von zehn mühsamen Jahren vom Aufzehrer alter Bausparverträge und Abfertigungen zum Ernährer einer ganzen Familie aufbaut, zum Schaffer von Wohlstand und Vermögen. Und dass die höchste Förderung für solche Gründer oft die kostenlose Ausstellung des ersten Gewerbescheines durch eine Kammer ist, die dafür in den kommenden Jahren kräftige Zwangsumlagen kassiert.

Aber wer aus dem Netzwerk der roten Wiener Schickeria der Salonsozialisten mit ihren gegenseitig zugeschanzten üppigen Pfründen würde das kapieren? Richtig: keiner. Die bellen dafür vornherum in die Kameras, dass genau jene kleinen und ohne Hilfe auf die Beine gekommenen Unternehmer die bösen und streng abzumelkenden Klassenfeinde sind, während sie sich selbst an dem abgemolkenen Steuergeld gütig halten und dann noch so tun, als wären sie damit Unternehmer.
Nein, sie sind Plünderer. Sonst gar nichts.

Doch eines noch zu des Nochkanlzerdarstellers Gattin. Dass diese den Kurzen persönlich verantwortlich macht für die Auslassungen eines JVP-Zwerges aus der siebten Reihe, aber gleichzeitig ihren Mann bei der Verweigerung der Verantwortung für den riesigen Komposthaufen, der unter seiner Parteiführung produziert wurde, unterstützt, will die achso kompetente Start-Up-Consulterin nicht bemerkt haben? Wer Verantwortung vom Chef einfordert sollte vorsichtig sein an der Seite eines Chefs, der sich vor seiner Verantwortung hinter einer Dreckskampagne verkriecht.

Beim Thema Dreckskampagne, da war ja gleich nochwas: Der Herr Puller hat gesprochen, und zwar im „Falter“, no na, dass die ÖVP ihm 100.000 Euro geboten hätte für Insider-Infos zum SPÖ-Wahlkampf. Und schon toben die Roten los, jetzt wäre der Beweis erbracht…
Äh. Ist er nicht.
Denn erstens hat Puller ja behauptet, er wäre nicht auf den Deal eingegangen und so wäre das Märchen vom ÖVP-U-Boot ja geplatzt. Und zweitens gehört der saubere Herr zum „Dirty-Campaigning-Team“ des Herrn Silberstein, der ja über 500.000 Euro genau dafür kassiert hat, bis zum letzten Tag eine Schmuddelkampagne gegen die ÖVP zu fahren. Also nur eine brav gelieferte Dienstleistung, dieses weitere Anpatzen, denn einen Beweis bleibt auch diese Aussage schuldig.
Die Aussage eines überführten Lügners ist genau wieviel wert?
Aha.
Wann gibt es eigentlich Beweise? Bis jetzt gab es nur jene für die Zahlungen der SPÖ an Silberstein, Kerns Anwesenheit bei dessen Präsentationen Ende 2016 und die Entscheidungen eines Genossen aus Kerns Umfeld, nach Silbersteins Abgang weiterzumachen.
Der ganze Rest des roten Rundumschlages: keine Beweise, nur Behauptungen.

Ach ja, beim Thema Beweise, die uns der Kernige versprochen hat, kommt es noch besser: Die Roten können den Vertrag mit Silberstein nicht mehr finden. Bestätigen konnten sie nur die Zahlung. Schlappe 526.000 Euro, also mehr als eine halbe Million. Und den Vertrag hat angeblich wohl der Silberstein mit nach Israel genommen. (Oder vielleicht ist der Kurz mit dem Geilomobil in die Löwelstraße gefahren und hat die Durchschrift, während seine Schwarzgeilen Stuten die armen Genossen verwirrt haben, frech aus dem Parteichefbüro geklaut? Oder das Farbpapier mit Zaubertinte präpariert, und jetzt liegt da nur noch ein blütenweißes Blatt Papier, auf dem die Wahrheit erst zu Tage tritt, wenn die Hütte im wahrsten Sinne des Wortes abbrennt?)
Jetzt mal echt, liebe Sozen: Ihr schließt einen Vertrag über eine halbe Million mit einem weltweit anerkannten Spezialisten für Drecksarbeit, und habt weder ein zweites Exemplar gefertigt noch wenigstens eine Kopie davon gemacht? Ich meine, wollt ihr uns verarschen?
Äh.
Die Frage zu stellen heißt die Antwort zu kennen.
Und die wollen, dass man den unbewiesenen Behauptungen der mit diesem Geld gekauften Leute Glauben schenkt.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Was uns mit Kurz blüht ...

Bspw. das hier:

EU-Parlament fordert Einigung auf gemeinsames Asylrecht


Das EU-Parlament fordert die EU-Staaten auf, sich auf eine gemeinsame Asylpolitik zu einigen. Dies müsse das "Topthema" bei dem nächsten Gipfeltreffen in zwei Wochen sein, betonte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber.
Derzeit mimt der türkise Wunderknabe ja den beinharten »Österreich zuerst!«-Recken, und fabuliert etwas von angeblichen Rückführungen von Migranten in ihre Heimatländer. Alles bloß erstunken und erlogen, nichts als Wahltaktik — nein: Valium! —, um die Bürger ruhigzustellen.

In Wahrheit wird in Brüssel bereits die totale Entmachtung der Mitgliedsstaaten vorbereitet: durch Schengen wurde ihnen die Kontrolle ihrer Staatsgrenzen (und damit ihrer territorialen Integrität und Souveränität) weitestgehend genommen. Durch das gemeinsame »Asylrecht« wird ihnen die Souveränität genommen, zu entscheiden, wer ihre Bevölkerung bildet. Der Zwangs-Euro und die Schulden-Union machen sie auch wirtschaftlich zu Bittstellern der EUrokraten.

Die Kurz*) wählen, wählen auch die ungehemmte Umvolkung Österreichs durch zivilisationsfernes Gesindel aus dem Orient und Afrika! Und ihnen wünsche ich von Herzen, daß sie — sofern weiblich — bereichernde Erlebnisse machen dürfen, bzw. — sofern »männlich« (d.h. alle, die etwas zum in-die-Eier-treten zu haben vermeinen) — von irasciblen Surensöhnen und/oder Pigmenbevorzugten durch Argumente »mit Hand und Fuß« klargemacht bekommen, daß sie einfach Scheiße sind, und nur zum Finanzieren von Sozialleistungen gut. Sie hätten es redlich verdient.


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*) gilt natürlich ebenso für die Wähler von Kern, Strolz, Lunacek  & Pilz — ich gehe aber davon aus, daß solche — fast hätte ich jetzt »Idioten« gesagt — Leute ihre Wahlempfehlungen nicht gerade auf dem LePenseur-Blog suchen werden ...

Spruch zum Tag

Gewidmet der SPÖ:
„Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, schwemmt es auch die Leichen aus dem Keller.“

Gedenken

Nur mal so als kleines Beispiel, was treuen Genossen so passiert, wenn sie ihren Sessel räumen. Immerhin machen sich ja manche selbständig und gründen ein kleines Unternehmen. Wogegen ja mal grundsätzlich nichts einzuwenden ist, immerhin dürfen sich auch Sozen am freien Markt läutern und ihr Geld mit ehrlicher Arbeit verdienen.
Denkt man sich.
Wenn man eben denkt, dass stramme altgediente Genossen Unternehmer werden, weil sie am freien Markt ihr Brot verdienen wollen.
Wollen sie?
Ach was. Müssen sie nicht.

Eine besondere Optik produziert ja heute der SPÖ-Ex-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid, der eine ganz besonders wertvolle und deshalb üppig zu entlohnende Leistung anbietet: Gedenken.

Aber der Reihe nach.
Im Januar 2016 ist Schmid noch Bundesgeschäftsführer der SPÖ unter Werner Faymann, der kurz vor seinem Abgang noch einen gewissen Hans-Peter Doskozil zum Verteidigungsminister ernennt.
Im Frühjahr 2016 schleicht sich der sichtlich mit, äh, eigentlich allem überforderte Faymann aus dem Amt und kegelt dabei seinen Bundesgeschäftsführer mit. Nur Doskozil bleibt im Amt.
Im Herbst 2016 gründet Schmid dann eine am Markt heiß umkämpfte und dringend benötigte Consulting-Firma mit dem offensichtlichen Schwerpunkt „Gedenken“. Anders ist das Folgende jedenfalls nicht erklärbar, wenn man schmierige Freunderlwirtschaft und Amtsmissbrauch zum Stopfen eines verdienten Genossen mit Steuergeld mal ausschließen will.
Denn im Frühjahr 2017 tritt der Herr Ex-Geschäfstführer an seinen Ex-Kollegen Doskozil heran und präsentiert diesem ein Konzept. Für das „Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018“ und die "Modernisierung der Gedenkkultur im Bundesheer".
Das schlägt natürlich ein wie eine Bombe und sorgt für helle Begeisterung im Verteidigungsministerium. Genau das haben sie gebraucht, gewollt, ach was, ersehnt! Und endlich wird ihr Herzenswunsch wahr – da steht ein armer kleiner EPU aus der Consultingsbranche, komplett frisch am Markt, und liefert genau das, was man schon immer haben wollte. Dass dieser EPU gleichzeitig ein strammer Genosse des Herrn Verteidigungsminister ist und aus dem gleichen politischen Laufstall kommt, ist da nur ein unbedeutender Zufall.
Und so kommt es, dass der gute Mann aus dem Stand weg engagiert wird. Es gibt keine Ausschreibung, die einem anderen Experten für Gedenken, Erinnerung und Ewige Freundschaft auch nur die Chance gegeben hätte, sich zu melden, denn Genosse Hans-Peter weiß:

"Es gab deshalb keine Ausschreibung, weil Prof. Dr. Gerhard Schmid aufgrund seiner Fachexpertise, seines Netzwerks und seiner beruflichen Erfahrung der einzig bekannte Vertragspartner mit der erforderlichen Expertise im Bildungs- und Wissenschaftsbereich, der staatlichen Gedenk- und Erinnerungskultur sowie der Menschenrechte ist."

Besonders hervorzuheben wohl „seines Netzwerkes“. Zu dem offensichtlich auch ein gewisser Verteidigungsminister gehört der nicht vergessen hat (eben auch ein Meister im „Gedenken“), wer stellvertretender Kabinettchef Faymanns war, als er auf diesen Posten gehoben wurde. Selbstverständlich ebenfalls nur wegen seiner Fachexpertise, wie wir inzwischen mehrfach anschaulich erleben durften.

Aber wer denkt, das Ganze wäre schon unappetitlich genug, der kann sich noch den monetären Part des Ganzen anschauen. Für dieses eine Projekt, bei dem die Hauptaufgabe in der Erstellung eines Konzeptes und der „Kontaktpflege mit jeweils eingebundenen Personen“ besteht, also der Organisation von Sitzungsraum, Flipchart, Sekt und Brötchen sowie der Führung eines Outlook-Kalenders mit automatischer Erinnerungsmail über den Verteiler, kassiert der gute Genosse mal eben lockere 114.000 Euro.

Wer in der Branche der Veranstaltungsorganisatoren als EPU werkelt, der weiß, was es bedeutet, überhaupt einen Auftraggeber zu akquirieren, und dann auch noch die Verhandlungen um das Honorar – das hier ist keine Kundenakquise sondern ein Geschenk und das Honorar, um es mal so zu sagen, nicht gerade knausrig.

Aber es kommt noch besser. Wenn man sich nämlich das Statement dieses typischen Oberschichtsozialisten, also des Herrn „Schmid, der auch im Wiener Landtag sitzt.“ anschaut:

Außerdem "wäre so eine 'Gefälligkeit' nicht notwendig, da ich mich seit 36 Jahren in einem aufrechten öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis befinde", sagt Schmid weiter. Derzeit sei er bei Entfall sämtlicher Bezüge außer Dienst gestellt: "Und trotz der gesetzlichen Abschläge für politische Mandatare würde ich dort unterm Strich deutlich mehr verdienen."“

Nee, Genosse, nicht verdienen. Nur bekommen. Das ist der Unterschied.
Und das Märchen von der selbstlosen Aufopferung kauft dir nur noch derjenige ab, der auch glaubt, dass Silberstein heimlich von Kurz bei den Neos eingeschleust wurde, um der SPÖ zu schaden. Oder so. Also Leute, die in der Wolle rot gefärbt auf die Welt gekommen sind und diese Blase niemals verlassen werden, auch nicht um den Preis eines Aluhutes.

Also dann, ran ans Gedenken. Und Freundschaft!

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Weißnix

Tal Silberstein, der bekannt wahrheitsliebende und von Grund auf über jeden Zweifel erhabene Ex-Sauberwahlkampfleiter der SPÖ, hat gesprochen und zugegeben, dass er ganz allein und ohne Wissen des Nichtmerhlange-Kanzlers heimlich Dreckseiten und Schmuddelbilder produziert hat.

"Es ist Teil einer Negativkampagne der Gegenseite, alles dem Kanzler und er SPÖ vorzuwerfen."

Und es ist Teil des Dreckswahlkampfes eines solchen Schmuddelspezialisten, das Anpatzen bis zur letzten Sekunde durchzuhalten.
Eine Frage bleibt: Was hat diese Aussage jetzt wieder die SPÖ gekostet?
Denn, wie man hier nachlesen kann:

Kerns Verteidigungsstrategie gerät damit neuerlich ins Wanken: Als am Wochenende enthüllt wurde, dass Silberstein die Kurz-Sudelseiten betrieben hatte, hatte Kern noch insinuiert, diese Seiten könnten nach dem Rauswurf Silbersteins von Gegnern der SPÖ weiterbetrieben worden sein.
Nun ist belegt, dass ein SPÖ-Mitarbeiter selbst war, der die Order zu weitertun ausgab. Kerns Problem: Es ist schwer zu glauben, dass ein Mitarbeiter eine derart schwerwiegende Entscheidung ohne Rücksprache getroffen hat.“

Was aber ganz besonders pikant erscheint:

Christian Kern akzeptierte oder ignorierte, dass eine der absolut heikelsten Aufgaben in einem Wahlkampf – die Negativ-Propaganda – von Mitarbeitern erledigt wurde, deren Loyalitäten nicht allein bei der SPÖ lagen.
Hinter vorgehaltener Hand sagen Eingeweihte: "Es war vielen klar, dass wir ein Neos-Problem haben. Nur ahnte niemand, wie groß es ist."“

Ach. Dazu fallen mir spontan drei Dinge ein.

Erstens das fast schon kuschelige Verhältnis zwischen der immer gönnerhaft-präpotenten Prinzessin Kern und dem kleinen Duracell-Häschen Strolz. Da geht es nie richtig zur Sache, immer so schaumgebremst, der eine hoppelt aufgeregt herum und der andere streichelt ihm den Pelz, dass er ja eigentlich ein ganz lieber sei.

Zweitens die immer wieder demonstrativ vorgekaute Friedensfloskel vom Häschen, doch niemals diesen grauslichen Stil der alten Parteien leben zu wollen sondern immer nur zu kuscheln und zu kraulen, eine Art ayurvedische Habteuchlieb-Politik einzuführen. Und dessen Fußvolk findet sich dann in eine der größten Dreckskampagnen der zweiten Republik involviert? Kann es sein, dass auch bei den Pinken nur eine inhaltsleere Sprechpuppe die Pappfigur vor einem riesigen schmuddeligen Sauhaufen ist?
Wenn ich ehrlich sein soll: Würde mich fast wundern, wenn es anders wäre.

Und drittens der Verbindungsknoten Haselsteiner, der ja nicht nur den Kanzlersohn liebevoll unter seine Fittiche genommen hat, sondern auch dem Duracellhäschen selbstlos täglich frische Batterien spendiert. Sind die Neos eine von Haselsteiner als Dank für milliardenschwere Staatsaufträge gegenfinanzierte getarnte Vorfeldorganisation der SPÖ?

Aber zurück zur SPÖ, in der niemand irgendwas getan hat bis auf einen, der auch gleich mal auf dem Altar der Kanzlerrettung geopfert wurde (über den in den nächsten Tagen noch viel politisches Blut fließen wird). Wie die „Krone“ heute aufdeckt, gibt es da auch wieder eine interessante Verbindung zum Silberstein-Netzwerk und Benko, dessen Zusammenarbeit mit Haselsteiner bekannt ist (immer die gleichen Namen) und der in seiner „Signa“ ja auch den Herrn Gusenbauer beschäftigt, der die Dienste des Herrn Silberstein ja bereits in Anspruch genommen hatte.

Der Kommunikationschef der bekannten Signa-Gruppe im Palais Harrach schickte im Februar Dossiers über den Kanzler an Anna J. und Tal Silberstein. Robert L. war von 2007 bis 2008 Kabinettsmitarbeiter von Alfred Gusenbauer - der jetzt einer der wichtigsten Beiräte in der milliardenschweren Signa-Gruppe von Rene Benko ist.“

Genau, und was in diesem Sauhaufen gespielt wird, davon weiß in der SPÖ keiner, vor Allem ganz oben, nicht. Prinzessin Weißnix will zwar ein ganzes Land führen, hat aber keine Ahnung, was in seinem eigenen Büro abgeht. Weder, wenn da ein Mauerbau in Auftrag gegeben wird, noch, wenn sich da langjährige Netzwerke tummeln.

Dienstag, 3. Oktober 2017

Eine gewisse Naivität

von LePenseur


... wird man angesichts der zahlreichen ähnlichen Vorfälle in den letzten Monaten der guten Dame wohl nachsagen können — aber andererseits ... na, hallo! Noch vor wenigen Jahren konnte eine Frau in so einem Fall doch damit rechnen, daß ihr geholfen wird, und nicht, daß sie vergewaltigt wird!

„Hilfsbereiter“ Passant vergewaltigt Linzerin (30)




Brutaler Sex-Überfall in der Nacht auf Sonntag in Linz: Eine 30-jährige Frau hatte ihr Handy verloren und suchte es auf der Straße. Da traf sie auf einen "Helfer", der meinte, er und seine Freunde hätten es gefunden. Die Linzerin ging erleichtert mit dem Unbekannten mit – und wurde von ihm vergewaltigt. Eine Fahndung nach dem Täter blieb erfolglos.
Dieser frappante Wechsel in den in so einem Fall zu erwartenden Reaktionen erklärt sich freilich schnell, wenn man den Artikel zu Ende liest:
Eine Fahndung blieb bis jetzt erfolglos: Der dunkelhäutige und schwarzhaarige Täter soll 1,60 bis 1,65 Meter groß und 20 bis 27 Jahre alt sein und dürfte aus Nordafrika stammen.
Danke, liebe Willkommenspolitruks und -klatscher! Die 30jährige Dame aus Linz wird euch dankbar dafür sein, den kriminellen »Ruß« aus Nordafrika unbesehen und unkontrolliert nach Österreich reingelassen zu haben! Mit Kern & Co. geht's weiter so!
SPÖ-Chef Kern bekannte sich zu einer toleranten, pluralistischen Gesellschaft und sprach sich für eine Begrenzung der illegalen Migration auf null aus (zuletzt hat das wortgleich ÖVP-Chef Sebastian Kurz in seinem Wahlprogramm gefordert). Und er wolle auf Lösungen setzen, nicht auf Angstmache, so Kern.
... meinte Kern in der gestrigen Diskussion mit Strache. Ja, die Worthülsenproduktion ist in vollem Gange! Nur — es geschieht dann nichts. Und wenn Kurz jetzt so tut, als ob das unter ihm als Kanzler anders würde, dann sollte man sich ansehen, was er bis jetzt so gemacht (nicht: »angekündigt«!) hat. Exakt nichts. Denn das Märlein von der geschlossenen Balkanroute ist das Papier nicht wert, auf dem man sie schreibt! Sie ist erstens so »geschlossen« wie eine windschiefe Barackentür, und zweitens: was daran geschlossen wurde, war v.a. dem pöhsen, pöhsen Herrn Orbán zu verdanken, und nicht dem Dackelblick des Herrn Kurz.

Nun — Wahltag ist Zahltag, heißt es bekanntlich. Hoffentlich!

Tödliches Unglück

Früher nannte man so etwas schwere Körperverletzung mit Todesfolge.
Heute ist es ein Hoppala, ein Unglück, gewissermaßen ungeschicktes Plumpsen.
Was hat sich am Sachverhalt geändert außer der ethnischen Zugehörigkeit der Täter?