„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Donnerstag, 28. September 2017

Kanzlerjäger

Also diese AfD ist wirklich untragbar! Die wollen die Kanzlerin jagen!
Und lassen sich für diese menschenverachtende Aussage auch noch genussvoll als Opfer einer angeblich brutalen Medienhetze durch das mediale Dorf peitschen.
Dabei sind sie nur billige populistische Raubkopierer.
Das Original findet sich hier.

"Das wird ein fröhliches Regieren", spottet Fischer. Und Grünen-Sprecher Ludger Volmer tönte am Wahlabend: "Wir werden den Kanzler jagen."

Erstaunlich unaufgeregt.
Liegt entweder daran, dass das damals die Grünen waren (eine AfD hätte damals keiner gewählt, denn das Wahlprogramm der CDU gab es ja schon), die das abgesondert haben, oder daran, dass sogar im „Spiegel“ damals noch Journalisten beschäftigt waren.

Inshallah

Jubel auf der ganzen Welt. Saudi-Arabien drosselt radikal die Wasserzufuhr auf die Mühlen der rechtsradikalen Islamhasser. Der wahhabitische Islam reformiert sich von Grund auf und erkennt die Tatsache an, dass Mohammed in dem Surenbrei der Heiligen Rezitation an keiner Stelle den Führerschein erwähnt hat. Oder für Deutsche, denen dieser Begriff aus historischer Verantwortung abgewöhnt wurde: die Fahrerlaubnis. (Dafür entging ihnen der in meiner Schulzeit verbreitete Spottvers gegenüber den Knalltüten mit dem auf das Heft gekritzelte Symbol von Opas alter Uniform: „Dein Führer war ein armes Schwein, hatte nichtmal einen Führerschein!“ So versaut sich die politische Korrektheit selbst ihre besten Kalauer.)

Jedenfalls hat das Saudische Königshaus, dieser Leuchtturm der modernen Welt, aus dem sogar UN-Menschenrechtsbeauftragte (getreu der Kairoer schariakonformen Menschenrechtserklärung) ausflocken und das unser treuester Freund und verlässlichster Verbündeter bei der Produktion von „Flüchtlingen“ ist, die durch Hochsicherheitsgrenzanlagen made in Germany auf die richtige Spur geleitet werden, huldvollst einen Gnadenakt vollbracht und in, den Jubelorgien unserer geistig vergartenzwergten Medienknilche entnehmbar, geradezu revolutionärer Umwälzung alles bisher Dagewesenen dem gebärfähigen Lebendinventar des normalen arabischen Familienhaushaltes die Möglichkeit geschenkt, Auto fahren zu dürfen.

Seht Ihr, frohlocken da die Rechtgeleiteten und Immerbesserwisser in Richtung der verstockten rassistischen Populisten, der Islam ist doch ganz nett und reformierbar und locker, das Saudische Königshaus so eine coole Truppe von Menschenfreunden und lupenreinen Demokraten. Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt.

Er will die absolutistische Monarchie, in der mehr als die Hälfte der Einwohner jünger als 25 sind, auf die Zeit vorbereiten, in der die Öleinnahmen nicht mehr so fließen wie bisher.“

Oder auf die Zeit, wenn die Deutschen plötzlich ihre Millionen brennstoffbetriebenen Autos billig in die Welt hinaustreten, um sich die Entsorgungskosten zu sparen und plötzlich nur noch windradbetriebene ferngesteuerte Dreiräder fahren, für die sie keinen Tropfen des einzig wirklich wertvollen Gutes des arabischen Raumes mehr benötigen.

Es gibt Momente, da denkt man sich, es ist ein Segen, wenn die zwei Ex-FDJ-Evangelinnen Merkel und Göring-Eckardt ihre Totalvernichtung der deutschen Brennstoffindustrie beschleunigen, denn umso früher müssen die Saudis ihren Frauen nicht nur Autos schenken, um das ganze Benzin zu verfahren, das ihnen dann keiner mehr abkauft, sondern ihnen auch noch das Arbeitengehen näherlegen, denn irgendwer muss den verkutschten Sprit ja auch bezahlen.

Wir können uns schon einmal Gedanken machen, welches neue arabische Exportgut außer Brennstoff und analphebetisches Präkariat wir uns als nächstes hochbezahlt importieren wollen. Irgendwas zwischen glutenfreiem Wüstensand oder biologisch abbaubaren Steinigungsautomaten?
Oder Kopftücher und Niqabs und Burkas? Da wird der Bedarf die nächsten Jahre wohl stärker steigen als die chinesischen Kopftuchnäherinnen auf dem Produktionsplan haben.

Mittwoch, 27. September 2017

Farbenspiele

Die "TAZ", eines der bekannten Fachblätter für die Spontanverpackung von abgeschuppten Rotbarschen mit schwerwiegender linker Schlagseite, veröffentlicht die endgültige Zusammensetzung des neuen Deutschen Bundestages.
Was fällt auf?
Richtig: die exakte Farbe der AfD wäre BLAU.
Aber das hindert offensichtlich der Hetze verpflichtete Aufpeitscher der linksextremen Sturmtruppen nicht wirklich, eigene Farbenspielchen zu erfinden. Tja, es war zu erwarten: Sie haben nichts gelernt und werden nichts mehr lernen.


Usedom

Ich möchte eine Lanze brechen. Für die Insel Usedom. Ich habe dort, und das bedeutet aus dem fernen Österreich eine ganz schön lange Anreise, in der Vergangenheit mehrmals Urlaub gemacht. Wunderschöne Zeltplätze mitten im Wald und doch nur wenige Meter von einem Sandstrand entfernt, der faktisch die gesamte Nordseite dieser schmalen Insel bildet. Ein Sandstrand, den man sich in Verbindung mit wärmerem Klima als Paradies vorstellen könnte, doch die Ostsee ist eher spröde und italienverwöhnten Adriaplanschern wohl zu kalt. Aber ich habe es genossen, zu Tageszeiten, als meine Zeltnachbarn erst schlafen gingen, auf stundenlange Nachtspaziergänge bis in den unvergleichlichen Sonnenaufgang von Koserow bis Heringsdorf zu gehen, die Stille, das Plätschern der Ostsee auf der Seebrücke und das Alleinsein unter einem klaren Sternenhimmel zu genießen. Schlafen konnte ich tags am Strand, als die Kinder meiner Zeltnachbarn um mich herum von unendlichen Sandmassen herausgefordert zu Baumeistern heranwuchsen.

Neben den Zeltplätzen gibt es wunderschöne Appartements und am Tag kann man Dinge aus dem Meer essen, die für uns Bergmenschen exotischer kaum sein können, und wer schon einmal in eine räucherwarme Flunder biss, der weiß, dass das, was man in den Alpen als Meeresfisch verkauft, damit etwa so viel gemein hat wie Hundefutter mit einem frisch gegrillten Steak. Es waren wunderschöne Urlaube jenseits der Hektik mediterraner Strandabfertigung auf dem Niveau norditalienischer Sonnenschirmreihen in militärischer Anordnung mit dazwischen herumhuschenden Anbietern von Massagen, Sonnencremes, Ledergürteln und unbemerkter Taschenerleichterung. Genau das ist es, was Usedom so genießbar macht: die Abwesenheit von Hektik, Halligalli und Trara; die Ruhe und Gelassenheit einer ausreichend frequentierten aber leicht pensionistenlastigen Oase der Ruhe.

Und eines hat mich die ganze Zeit eigentlich überhaupt nicht interessiert: Ob meine Zeltnachbarn oder Zimmervermieter Linke, Rechte, Grüne, Rote, Schwarze oder Blaue waren, was die beim letzten Mal gewählt haben und wie sie dem Islam, dem Judentum, dem Katholizismus, dem Hinduismus oder den Pastafari gegenüber eingestellt sein könnten. War egal und ist egal. Denn ich war mir sicher, dass das im Urlaub keine Rolle spielt. Und spielt es auch nicht.

Außer man ist ein Propagandist und Populist. Wie der islamophobenphobe Aiman Mazyek. Denn der ruft indirekt zum Boykott der Insel Usedom als Urlaubsdestination auf. Nachdem dort die AfD bei der Bundestagswahl nämlich stärkste Kraft mit über 32% geworden ist, was niemals an den auf Usedom stationierten mehrheitlich muslimischen jungmännlichen „Flüchtlingen“ und deren teilweise durchaus kreativem Verhalten liegen kann sondern nur an dem verkappten Nazitum und der krankhaften Islamophobie der Fischköppe liegen muss, kann er sich nicht mehr vorstellen, dort oder überhaupt in MeckPomm, das nun mal nichts dafür kann, Kanzleusenbrutstätte zu sein, weshalb ich mir meinen Urlaub auch nie durch die Herkunft von Königin Angela der Alternativlosen vergällen ließ, Urlaub zu machen.

Ich halte das erstens durchaus für verkraftbar für den Tourismus auf Usedom, zweitens gönne ich Herrn Mazyek von Herzen einen sehr langen Urlaub in der sonnig-warmen südlichen Heimat seines friedliebenden Glaubens und drittens ist das garantierte Fernbleiben von Herrn Mazyek und all seinen glühenden Anhängern die beste Werbung für diese wunderschöne Insel. Mit Ausflugsmöglichkeiten zu den majestätischen Kreidefelsen im Norden Rügens und den dahinter liegenden Feuersteinfeldern, oder hinüber nach Polen, wo der Sandstrand sich in Unendlichkeit und berghohen Dünen verläuft.

Danke, Herr Mazyek! Ehrlich und aufrichtig! Sie haben mit Ihrer billigen populistischen Hetze die Erinnerung zurückgebracht und ich überlege, all das im nächsten Sommer meinen Kindern zu zeigen. Ich kann Usedom nur empfehlen.


Die Nazi-Parteien

Jetzt haben schon einige Politiker der Nationalen Front unter Führung der Merkelistischen Einheitspartei Deutschlands vollmundig in die von freudig hechelnden Medienhündchen vor die Nase gehaltenen Mikrofone geheult, dass es unerträglich sei, dass zum ersten Mal seit 70 Jahren Mitglieder einer Nazi-Partei in den Bundestag einzögen.
Hm. Erstaunlich. Wenn man sich nämlich diese Liste von Nazis, also den echten aus der NSDAP mit Wehrmachts- oder gar SS-Vergangenheit, anschaut, dann gibt es nur eine einzige seit 1949 im Deutschen Bundestag vertretene Partei, in deren Reihen keine alten Nazi-Recken Unterschlupf gefunden haben.
Und das sind weder die Grünen noch die Roten noch die als „Linke“ getarnte SED, nicht die Neue Linke aka CDU oder die achso liberale FDP sondern: die AfD.
Die historische Nazifreiheit ist also sogar deren Alleinstellungsmerkmal.
Blöd gelaufen.

Prinzesschen macht den Trump

Ach, was haben sich unsere Politiker und ihre Schreiberlinge echauffiert, dass der böse Trump einer Zeitung, die ihn permanent mit untergriffigen Kommentaren und erfundenen „Enthüllungen“ lächerlich gemacht und diffamiert hat, auf einer Pressekonferenz einfach entgegenschnauzte: „Mit euch rede ich nicht, ihr seid Fake News!“

Und jetzt macht unser Kanzlerprinzesschen den Provinz-Trumpel. Weil „Österreich“ sich der optisch übrigens recht interessanten Weisung des Kanzlerdarstellers bockig widersetzte und die internen Mails eines Gusenbauer-Mitarbeiters an Silberstein veröffentlichte, in denen Kern als eitler Geck dargestellt wird, was man nach seinen Selbstdarstellungs-Shows durchaus nachvollziehen kann, sperrt er das Blatt und den zugehörigen Internet-Kanal „oe24“ für SPÖ-Wahlinserate (und damit vermutlich auch die ÖBB- und Stadt Wien-Zuckerl) und will denen weder Interviews geben noch sonst irgendwelche Fragen beantworten. Er verhängt ein komplettes SPÖ-Boykott über das Blatt. „Mit euch rede ich nicht, ihr seid Fake News!“

Auch andere Zeitungen hatten das Dossier. Doch nach einer kurzen Intervention des Kanzleramtes nahmen sie Abstand von der Veröffentlichung. Jetzt kann man sich lebhaft vorstellen, welchen Inhaltes diese Intervention sehr wahrscheinlich war: Haltet das Maul oder wir drehen euch den Geldhahn zu!

Das zum Thema Meinungs- und Pressefreiheit in Österreich und zum Verbot einer Zensur (jaja, ich weiß, die Interventionen im ORF sind Legende, quer durch alle Farben). Und zum Thema politischen Stil. Man kann sich ein Bild machen, mit welchen Mitteln und Methoden und vor Allem auf welchem Niveau eine offensichtlich selbstverliebte und eitle Kanzlerdiva, der in eineinhalb Jahren im Amt nicht mehr zustande gebracht hat, als anzukündigen, was er tun würde, wenn er endlich Kanzler wäre, durch die innenpolitische Landschaft tänzelt. Es riecht nach Intrigen, Bockigkeit und Trotz.

Im Vergleich mit seinem Mitbewerb, also den wenigen, die man wirklich für voll nehmen kann, muss man sagen, steht Kern für dampfplaudernde inhaltsarme Ankündigungspolitik, manikürte Show auf Glitterbühne und selbstverliebte Pirhouetten. Also genau das, was man sich auch von Kurz erwartet oder von dem immer wie ein hektisches Duracell-Häschen auf Speed wirkenden Strolz, bei denen jeder zweite Satz mit „Ich habe...“ beginnt oder der unsäglichen Lunacek, die weinerlich vor laufenden Kameras um Satisfaktion bettelt, ohne zu bemerken, allein dadurch gar nicht satisfaktionsfähig zu sein. Und was Strache schon seit Jahren zelebriert. Letzterer macht als Einziger den Eindruck, das langsam in den Griff bekommen zu haben, auch wenn ein Kandidat vom Format des bodenständigen Norbert Hofer doch um Klassen besser wirken würde. Aber irgendwie bleibt das lächerliche Bild eines peinlichen Kindergartens, der da hilflos und ohne Regie in einer operettenhaften Provinzposse im Tütü auf der Bühne herumhopst und nach der Anerkennung des Publikums giert, wer jetzt die tollere Diva ist. Und trotzig jeden anraunzt, der es wagt, eine schlechte Kritik zu schreiben oder eine der bockigen kleinen Diven als genau das bezeichnet. Da fließen dann Tränen und wird mit den Füßen gestampft.

Prinzesschen macht den Trump.
Und sich selbst damit lächerlich.
Denn damit bestätigt der Ungewählte genau das Bild, das in der Mail von ihm beschrieben wird: unfähig, schlechte mediale Darstellung zu ertragen. Hätte er es mit Schmäh genommen, könnte er sich in Siegerpose darstellen. Doch so bleibt nur das Bild eines trotzigen kleinen Kindes.
Wer soll sowas wählen?

Dienstag, 26. September 2017

Absolute Wahrheit

Im Wahlkampf merkelschonend den Hintergrund suchend tritt er nun wieder vor den Vorhang, der islamophobenphobe Aiman Mazyek, und verkündet wichtig:

Wir werden uns mit den kruden Weltbildern von Rassisten und Ideologen nicht auseinander setzen und uns mit diesen Leuten auch nicht an einen Tisch setzen.“

Stimmt. Er hat sich mit dem kruden Weltbild seiner als Religion getarnten rassistischen Ideologie wahrscheinlich wirklich noch nie auseinander gesetzt, und sie sitzen wohl auch nicht am Tisch sondern knien eher gemeinsam auf dem Teppich. Also absolute Wahrheit, die der Mann da spricht...

Die Sprechpuppe der EUrokraten und NWO-Mafiosi des East-Coast-Establishments

von LePenseur 


... hat ihren medial gepushten Glanz verloren:
Die Begeisterung für Emmanuel Macron und seine Partei La République en marche (REM) endet an der Schwelle des Senats. Die Regierungspartei hat ihr Ziel bei den Wahlen am Sonntag klar verfehlt. Sie kam lediglich auf 28 der insgesamt 348 Sitze. Das reicht bei Weitem nicht, um zusammen mit den in der Nationalversammlung dominie-renden Abgeordneten ohne Bündnispartner im (aus beiden Kammern bestehenden) Kongress die für Verfassungsänderungen erforderliche Dreifünftelmehrheit zu erreichen.
Na, Mr. Soros, wieder mal aufs falsche Pferd gesetzt? Wie damals bei der Killary, die sich auch als Rohrkrepierer erwies? Wieviele Milliarden sind jetzt für Friedrich und den Anderen? Oder sind Sie aus dem Schaden klug (oder doch wenigstens klüger) geworden, und haben daher Ihr finanzielles Engagement limitiert?

Der alte Lincoln-Spruch, daß man nicht alle Menschen für alle Zeit verarschen kann, hat sich wieder einmal als richtig erwiesen. Der Möchtegern-Kaiser von Frankreich hat keine Kleider an, und das Volk hat's erkannt.

So sorry ...

Weiter so!

Variante 1: Schwarz-Gelb-Grün. Wird ja gerade gehypet bis zum Abwinken. Muss aber nichts heißen, denn wenn es nach dem Medienhype ginge, wäre Schulz heute neuer Kanzler einer Rot-Dunkelrot-Grünen, also gelinde formuliert linksfaschistischen Regierung. Aber der selbsternannte Merkelator hat‘s vergeigt. Aus dem angesetzten Roundkick wurde ein hilfloses Stolpern über die eigene Kompetenzfreiheit. Warum er sich jetzt nicht schnell schnurrend an Merkels üppigen Busen kuschelt kann jeder verstehen, der sich an die Vorgeschichte um die Kür des EU-Kommissionspräsidenten erinnert. Schulz wollte es werden. Er sah sich als glänzenden Sieger, als neuen Kaiser Europas, der mit güldenem Zepter und einer Kaiserkrone aus schütterem Kranzhaar die direkte Nachfolge Karls des Großen übernimmt, gekrönt zu Strasbourg und auf den Thron zu Bruxelles gehoben vom Jubel seiner glücksbesoffenen Untertanen, der ultimative Sieg – und dann machte ihm Merkel, die als Deutsche Staatschefin traditionell den Deutschen hätte fördern müssen, die Blutraute und setzte ihren nicht nur vor Glück sondern auch sonst recht oft ziemlich trunkenen luxemburgischen Truchseß Juncker auf den Thron. Was blieb war der als eitler Geck und kompetenzfreier Trottel verschriene Hofnarr Martin, zur Lachnummer im eigenen Stall abgesunken und mit Groll und Zorn auf Merkel geladen. Schulz und Merkel können und werden niemals nebeneinander in einem Kabinett sitzen.

Also „Jamaika“.

Lindner ist vom Comeback der Gelben so glücksbesoffen, dass er komplett übersehen hat, dass erstens Merkel für den Machterhalt mit jedem ins Bett steigt und zweitens die Gelben schon einmal von ihr zerrieben wurden, als Westerwelle es keck wagte, ihr in die transatlantische Suppe zu spucken. Bekannt ist die Legende um den vom Guido in den Koalitionsvertrag geschriebenen Abzug der US-Atomraketen aus Deutschland, der Merkel bereits am nächsten Tag beim amerikanischen Botschafter anschleimen ließ, dass das eh nicht ernst zu nehmen wäre. Für den Machterhalt geht diese Frau zumindest politisch über Leichen. Ganz besonders die FDP weiß das. Ob das alle Funktionäre vergessen haben und sich wirklich an eine CDU unter Merkel binden wollen, bleibt abzuwarten. Aber da Lindner bereits beim „Bilderberger“-Treffen gebrieft wurde, wird er schon wissen, was zu tun ist.

Göring-Eckardt versteht sich mit Merkel glänzend. Beide alte FDJ-Funktionärinnen aus dem Osten, beide aus evangelischem Haus, also beide mit gutmenschlichem Sendungsbewusstsein geschwängerte alte Schachteln aus dem honeckerschen Laufstall. Da wächst zusammen, was zusammengehört, und nach dem vollen Programm von Energiewende über Deutschlandablehnung bis hin zu Migrationsbegeisterung hat die CDU die Grünen in ihrem eigenen Stadion um Längen geschlagen, da müssen die sich nur noch ankoppeln um zuhause zu sein. Aber auch da bleibt abzuwarten, ob die Basis, vor Allem der dem linksextremen Rand der Linken und der SPD zugetane Flügel der autonomen bis radikalen Fundis einverstanden ist. Man kann sich wirklich nur schwer vorstellen, dass es irgend ein Blatt Papier dieser Welt gibt, das Seehofer und Hofreiter gemeinsam unterschreiben können.

Dass die eben erst noch für Rot-Rot-Grün gehandelten Grünen, die keine Berührungsängste zu einer Koalition mit der SED-Nachfolgepartei gezeigt haben, jetzt glaubwürdig mit Schwarz und Gelb ins Bett steigen können, ohne als Polithure verschrien zu werden, die es mit jedem triebt, wenn es nur um Pfründe geht, wird sich zeigen. Eine unabhängige Presse würde permanent und mit Genuss den Finger in diese Wunde drücken. So werden wir Blogger das wohl wieder übernehmen müssen.

Variante 2: Schwarz-Rot. Also „Weiter so“. Nach einer kurzen Atempause wäre das möglich.

Also doch wieder „GroKo“?

Naja, „Groß“ wäre an dieser Koalition nicht wirklich etwas. Aber sie hätte für beide Beteiligten einen großen Vorteil: Man kennt sich, man hat ein funktionierendes Regime aufgebaut, Strukturen geschaffen, von der geschickten Instrumentalisierung der quasifaschistischen Antifa-Sturmtruppen, die sich als nützliche Idioten in der Bekämpfung von Opposition bewährt haben, mit einem linksextremen Pitbull vom Schlag eines Heiko Maas, der vor keiner Repression gegen das eigene Volk zurückschreckt um das Regime zu schützen bis zu Strukturen wie dessen Privatstasi, die die Drecksarbeit der Vernaderung und sozialen Hinrichtung von Dissidenten übernimmt. Man hat die stramm linken Kampfblätter wie „Zeit“ und „SZ“ hinter sich und muss keine journalistischen Angriffe befürchten. Das Einzige, was dem im Weg steht, ist die beleidigte Diva Schulz, der schon wieder von Merkel geschnitten wurde. Aber der ist nicht alternativlos. Das hat er scheinbar noch nicht begriffen.

Warum nicht gleich heute? Weil es noch eine Wahl zu schlagen gilt. Wenn die Roten jetzt sofort den Dampfplauderer aus Würselen absägt, den Dicken wiederholt und sich wieder an Merkel ankuschelt, dann haben sie jede Glaubwürdigkeit verloren und die Klatsche für die Roten würde noch heftiger ausfallen als sowieso zu erwarten ist. Also müssen sie noch drei Wochen warten, dann können sie Schulz den Schwarzen Peter zuschieben und wieder zu Merkel pilgern, die bereits lockende Flötentöne Richtung der Roten aussendet. Wenn der einzige Poller zwischen den Roten und der Macht Martin Schulz heißt, dann wird es den nicht mehr lange geben.

Es wird also lustig die kommenden Wochen. Beide Koalitionen sind möglich. Es wäre sogar noch etwas anderes möglich, nämlich das totale Scheitern Merkels. Wenn Jamaika nicht ausverhandelt werden kann weil die Basis der Grünen oder der Gelben dagegen aufsteht, wenn die Roten sich wirklich hinter Schulz verbarrikadieren um der AfD die Rolle als offiziell stärkster (und faktisch einzig wirklicher) Opposition zu verhageln, dann kann es zu einer Minderheitsregierung oder gar sofort zu Neuwahlen kommen.
Aber vielleicht will man das sogar. In der Hoffnung, die AfD dann wieder zu schwächen, deren U-Boote gerade den Hafen verlassen und bei der gerade ein innerer Säuberungsprozess läuft, was bei Wählern erfahrungsgemäß nicht gut ankommt.

Montag, 25. September 2017

Eine interessante Lektüre

von LePenseur


... — wenngleich, zugegeben, keine besonders beruhigende! — ist der aktuelle Bericht von »Swiss Propaganda Research«

Die Propaganda-Matrix: 
Wie der CFR den geostrategischen 
Informationsfluss kontrolliert

Eine Studie von Swiss Propaganda Research 

September 2017

" Wir sind jetzt ein Imperium, und wenn wir handeln, 
 so erschaffen wir unsere eigene Realität ." 
Karl Rove , ehemaliger Leiter des Büros für
Strategische Initiativen der US - Regierung


Ob Russland, Syrien oder Donald Trump: Um die geopolitische Berichterstattung westlicher Medien zu verstehen, muss man die Schlüsselrolle des amerikanischen Council on Foreign Relations (CFR) kennen.

In der folgenden Studie wird erstmals dargestellt, wie der CFR einen in sich weitgehend geschlos-senen, transatlantischen Informationskreislauf schuf, in dem nahezu alle relevanten Quellen und Bezugspunkte von Mitgliedern des Councils und seiner Partnerorganisationen kontrolliert werden. 

Auf diese Weise entstand eine historisch einzigartige Informationsmatrix, die klassischer Regierungs-propaganda autoritärer Staaten deutlich überlegen ist, indes durch den Erfolg unabhängiger Medien zunehmend an Wirksamkeit verliert.

Aber das sind sicherlich alles nur Verschwörungstheorien, die Zeitungs- und Fernsehredaktionen sind vielmehr mit nie gesehenem Einsatz damit beschäftigt, die Wahrheit herauszufinden und den Lesern bzw. Sehern zu vermitteln.

So ist es doch, oder?