„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Samstag, 6. März 2021

Fußnoten zum Samstag

 

Der Aldi-Ableger Hofer startet mit dem Großprojekt des digitalen Shops. Damit ist man ideal auf die kommenden Zeiten vorbereitet: auf dem Weg zu den von den systemrelevanten Helden des Alltags gesäuberten Kassen kann der digital angezeigte Regalpreis, sekundenschnell beliebig verändert werden. So hat man die lästigen Gestalten vom Hals, die ständig Forderungen stellen, weil sie sich diskriminiert fühlen weil sie arbeiten müssen, während alle anderen zuhause eingesperrt werden, ist das Argument der Gewerkschaft gegen unbegrenzte Öffnungszeiten los und erspart sich in den aufdräuenden Zeiten der Hyperinflation die aufwendige permanente Neuangabe der galoppierenden Preissteigerungen per Zettel am Regal. Als Kunde kann man auf dem Weg vom Regal zur Kasse den Spruch „das steht so am Regal“ gleich vergessen, weil niemand beweisen kann, was wirklich gerade am Regal steht – und an der Kasse auch niemand mehr sitzt, den das interessieren würde. Die Filialleitung ist im Home-Office und die ehemaligen Verkäuferinnen zu billigen Einräumkräften degradiert. Falls das nicht auch bald automatisiert abläuft. Regalanzeigen werden von der Zentrale gesteuert. Beschwerden nimmt das Salzamt entgegen. Schöne neue Welt.

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Im Schwarzarbeits- und Betrugs-Sumpf der Hygiene Austria, diesem Leuchtturm der Argumentation für die Maskenpflicht und Garant für Millionenflüsse in die Taschen von Familienmitgliedern treuer Untergebener des Bundeskanzlers, sollen teilweise lange Zeit unbezahlte Billigstarbeiter Sklavenarbeit verrichtet haben. Vier österreichische Zeitarbeitsfirmen haben angeblich massiv gegen so ziemlich alles verstoßen, was es so an massenhaften gesetzlichen Regelungen gibt: Steady Global Partners, Ad Job Assist, First Staff und Ante Prortas. Was sind das nur für widerliche Gestalten, die hauptsächlich arme Migranten als Lohnsklaven ausbeuten?

Ach ja, es gibt ja Firmenregister. Schauen wir da mal rein:

Steady Global Partners

Ad Job Assist

First Staff

Ante Portas

Keine Sorge, in den besorgten und empörten Medien findet man zwar die Liste dieser Firmen, aber keinen Hinweis auf die Namen der Gesellschafter und Geschäftsführer. Denn man will ja kein Wasser auf irgendwelche Mühlen gießen...




Freitag, 5. März 2021

Fußnoten zum Freitag

 

Liebe Großdemonstrationsplaner, könntet ihr bitte den nächsten Termin an einem Sonntag ansetzen, oder einem Samstag, an dem ich nicht bei einem Kunden arbeiten muss? Ich möchte unbedingt die komplette Demonstration persönlich durchsuchen, ob ich irgendwelche bekannten Neonazis wie den Küssel oder auch nur den Strache treffe. Ich will von denen zwar nichts, aber wenn im Vorfeld jeder geplanten Demo medial das Narrativ gepaukt wird, man würde mit Nazis marschieren, wenn man gegen Kurz und Anschober auf die Straße geht, damit die Teilnehmerzahl möglichst klein gehalten wird, dann möchte ich das gerne mal persönlich recherchieren, ob es sich um eine auf Fakten basierende Information der Qualitätsmedien oder einfach nur gekaufte Propaganda durch eine regierungskonforme Lügenpresse handelt.

Also das nächste Mal bitte dran denken, einen besseren Termin zu wählen.

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Die Chinesen schicken uns ein Virus, überzeugte Maoisten verfassen die Strategiepapiere des deutschen Innenministeriums und jetzt gehen die Chinesen gerade auf Einkaufstour durch Europa und kaufen die ganzen kaputtgelockdownten Firmen spuckbillig auf. Was es nicht alles für Zufälle gibt.“

Also notete ich am Montag Fuß.

Und jetzt das: die Nationale Akademie der Wissenschaften Deutschlands, die „Leopoldina“, bekannt geworden durch medial gepushtes lautes Schreien nach noch härteren und längeren Lockdowns, hat in ihren Reihen ein glühendes Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas marschieren, aber keinen kleinen Nobody, sondern den direkt der Regierung unterstehenden Chef der Nationalen Seuchenschutzbehörde, der unter anderem auch in der Chinesischen Akademie der Wissenschaften als Professor am Institut für Mikrobiologie tätig ist. Dass er nebenher auch noch an der gleichen Oxford University tätig ist, die wir von AstraZeneca her kennen, ist da nur noch ein Zuckerstreuserl über das Törtchen.

Die Zufälle häufen sich.

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Auch gestern wieder neue Freudenverkündigungen zu den „Lockerungen“ in Österreich. So sollen jetzt bereits vier Menschen aus zwei Haushalten, die sich treffen, von der Polizei als „nicht genehmigte Veranstaltung“ zerschlagen werden können. Man muss die Geburtstagsfeier mit der Familie des eigenen Bruders als Veranstaltung anmelden und um behördliche Erlaubnis bitten, sich zum privaten Treffen „freitesten“ und darf dann im Freien mit umgeschnalltem Maulkorb sitzen. Wir sind nahe dran an deutschen Verhältnissen, wieder einmal: SEKs, die Kindergeburtstage stürmen, gesetzeswidrige Zusammenrottungen von mehr als drei Personen zum Skatspielen oder Grünkohlessen zerschlagen und renitent spazierengehende und vor Schaufenstern allgemeingefährdend stehen bleibende Omas, sorry, Umweltsäue mit einem halben Dutzend Beamter überwältigen, zu Boden werfen und in die Minna schleifen. Diese Szenen aus Deutschland waren für unsere Grünen einfach zu schön, das wollen die jetzt auch in Österreich, und das ganz im Sinne ihres Koalitionsfeindes.

Wer jetzt immer noch nicht begriffen hat, wo die Reise hingeht, dem ist nicht mehr zu helfen. Jammert später nicht, das hätte niemand kommen sehen. Kommen sehen kann es jeder, absolut jeder; nur wer es nicht sehen will, verleugnet es weiter.


Donnerstag, 4. März 2021

Fußnoten zum Donnerstag

 

Oft habe ich mich gefragt, worin der Sinn monatelanger Gastronomie-Sperrung bestehen könnte. Jetzt weiß ich es: Es gibt seit einem Jahr faktisch keine illegale Teigtascherl-Produktion für Chinarestaurants mehr.

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Auch der Sinn der Maskenpflicht wird langsam erkennbar. Besonders für die Staatsanwaltschaft. Mal sehen, wann die erste Razzia bei einem Schnelltest-Hersteller erfolgt.

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Ein anderer Ansatz: Diese Regierung verordnet allen Bürgern möglichst geruchsfeste Masken, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Sie können den Gestank der balkanesken Korruption nicht mehr riechen und wenn doch, versteht eh niemand, was sie hinter dem Maulkorb dazu sagen.

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Frage an die Finanzberater: Kann ich den Kauf von FFP2-Masken bei der Hygiene Austria als Parteispende an die ÖVP von der Steuer absetzen?

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Die Medien jubeln über die Lockerungen, die von unserer Panikregierung verkündet wurden. Worin bestehen diese? Nun, es wird die Pflicht zum Tragen von Staubmasken verschärft und auch in den Außenbereich getragen und es wird die Pflicht zum Freitesten auch für Treffen im Freien eingeführt. Ach ja, und vielleicht, sollte es, was aber keiner vermuten kann, weil Angst Kreisch Hysterie Mutanten Covidioten Inzidenz Hunderttausendetote Menschensterbenwiediefliegen Nochmalkreisch – also vergessen wir den Punkt mit Öffnungen für Gastbetriebe vor dem Sommer. Aber das hindert die Medien nicht daran, die allein übrig gebliebenen Verschärfungen auch weiterhin als Lockerungen zu bejubeln.

Krieg ist Frieden, Wahrheit ist Lüge...

Mittwoch, 3. März 2021

Fußnoten zum Mittwoch

 

„Die Katze ist aus dem Sack.“ Das ist politisch inkorrekt und diskriminierend, denn wenn diese Katze zum Beispiel in einem Pferdestall geboren wurde und wohnt, dann ist sie zwar nach dem Unterdrückungsdogma der alten weißen Männer biologisch immer noch eine Katze, nach philosophischer antidiskriminierender Betrachtung der Sachlage kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass diese Katze den Pferdestall als Heimat und die Pferde als ihre Familie ansieht, und somit hätte diese biologische Katze politisch korrekt betrachtet das volle Recht, sich als Pferd zu betrachten und die Umwelt die Pflicht, ihr mit nötigem Respekt auch als Pferd zu begegnen und sie wie ein Pferd zu behandeln. Es muss dann also politisch korrekt heißen: „Das Pferd ist aus dem Sack“.

Daraus die logische Schlussfolgerung zu ziehen, der Katze jetzt Heu zum Fressen zu geben und sie vor den Wagen zu spannen, ist allerdings Nazidenken. Wie alles, was politisch korrektes Geschwurbel als den Schwachsinn entlarvt, der es ist.

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Inzwischen kann man Realität und Satire nicht mehr wirklich unterscheiden. Wenn man am Bildschirm einen Menschen sieht, der vollkommen überzogenen Klamauk erzählt, weiß man nicht mehr, ob das jetzt ein Komiker oder ein Nachrichtensprecher ist.

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Angeblich haben Weiße in ihrem Vormachtstreben die westlichen Klassenzimmer rassenunterdrückend okkupiert, um ihre Ideologie der white supremacy zu verbreiten. Man lernt nie aus. Ich dachte immer, sie haben die westlichen Klassenzimmer erfunden und geschaffen. Da kann man mal sehen, wie man sich täuschen kann.


Dienstag, 2. März 2021

Fußnoten zum Dienstag

 

Wenn morgen der Anschober eine Verordnung erlässt, dass alle nur noch auf Knien rutschend das Haus verlassen dürfen, weil das Virus dann eher zu Boden fällt und weniger ansteckend wirkt, was man als Schwerkraftexperiment mit einer einfachen Orange nachstellen und damit klar beweisen kann, ist die Meinung rechtspopulistischer Knierutschverweigerer nur verantwortungslose Hetze und der Beweis, dass diese staatsverweigernden Intoleranten lachend den Tod von Hunderttausenden in Kauf nehmen, nur um sich den in Pandemiezeiten eben verzichtbaren Luxus des aufrechten Ganges zu gönnen.

Und diese Leute nennen andere „Spinner“.

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Die dumpfe Masse genießt die Spaltung, die moralische Selbsterhöhung, die hohntriefende Verachtung der Andersdenkenden, dieses Sich-besser-als-der-Rest-fühlen, das Niederbrüllen und Anspucken, den Zwang gegen den renitent unwilligen Nachbarn, die Drohungen, das Blockwarttum, die Aussicht auf die huldvolle Gewährung von Freiheitsrechten als Leckerli für braves Verhalten - diese Regierung bespielt doch eine äußerst willige Tastatur. Diese Gesellschaft hat ausreichend bewiesen, nichts anderes als Typen wie Kurz und Anschober verdient zu haben.


Montag, 1. März 2021

Fußnoten zum Montag

 

Nur bösrechte Hetzer unterstellen Biden, ein alter Knochen zu sein. Immerhin zeigt er mehr jugendlichen Eifer als sein Amtsvorvorgänger Obama. Der wartete wenigstens den Empfang des Friedensnobelpreises ab, bevor er anfing, andere Länder zu bombardieren.

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Die Chinesen schicken uns ein Virus, überzeugte Maoisten verfassen die Strategiepapiere des deutschen Innenministeriums und jetzt gehen die Chinesen gerade auf Einkaufstour durch Europa und kaufen die ganzen kaputtgelockdownten Firmen spuckbillig auf. Was es nicht alles für Zufälle gibt.

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Die begeistert jubelnden Massen verkaufen ihre Zukunft in Freiheit einer vermeintlichen Gnade, die noch vor wenigen Monaten ein Grundrecht aller war.

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Wenn man des logischen Denkens fähig ist, sollte man nicht dem Irrtum verfallen, dass dies auch allzu viele andere Menschen sind.


Sonntag, 28. Februar 2021

Video zum Sonntag

 

Jan Fleischhauer wundert sich über das Schweigen der Lämmer:






Samstag, 27. Februar 2021

Fußnoten zum Samstag

von Fragolin

 

Und wieder die nächste dystopische Verschwörungstheorie rechtspopulistischer Spinner und Esoteriker, die nahtlos in die Realität übergeht: Das Handy soll über die „Impfpass“-Funktion zum Legitimationstool umgebaut werden. Jeder bekommt einen QR-Code, über den er identifiziert und der Impfstatus abgerufen werden kann, und das überall und von jedem. Da ist es zur Ankoppelung an ELGA, Bürgerkarte und Steuerakt nur noch ein kleiner Schritt. Nach der wieder mal diskutierten Abschaffung des Bargeldes – nun ist die technische Möglichkeit einmal da, wird Mutti lispeln – kann man daran auch gleich noch eine Kreditkartenfunktion koppeln und fertig ist der gläserne Bürger, alle Daten wie ein offenes Buch vor sich hertragend, bequem auslesbar für alle Behörden und geschickten Hacker. Ja, die gibt es auch noch, wie man in Frankreich gerade tagesaktuell sehen kann, wo medizinische Daten von einer halben Million Bürgern in Hackernetzwerken zum Verkauf stehen.

Und so spinnen wir den Faden mal weiter: an jedem Eingang, egal ob Flughafen, Bahnhof oder Einkaufstempel, stehen Scanner, und jeder muss seinen QR-Code dagegenhalten, sonst kein Eintritt. Und der Code wird nur akzeptiert, wenn der Gesundheitszustand nicht bedenklich ist, keine Ermittlungen der Finanzbehörden laufen, keine offene Steuerschuld besteht, ein aufrechtes Dienstverhältnis nachgewiesen werden kann, keine Punkte auf irgend einer Sünderkartei, kein Auftauchen auf der Liste der Kahane-Stasi, Antifa Zeckenbiss, auf Indymedia oder bei den Jungen Grünen, keine Vormerkungen als Regierungskritiker, keine Erfassung der Identität bei den falschen Demonstrationen, kein verdächtiges Amazon-Kaufverhalten und keine irgendwie eine Diskriminierung rechtfertigenden Eigenschaften wie falsche Hautfarbe oder Geschlecht.

Der QR-Code ist kein Nachweis der Identität, er ist die Identität. Wird er gelöscht oder durch Identitätsraub (der Diebstahl einer besonders sauberen Identität wird zu einem lukrativeren Geschäft werden als der von Luxusautos) kompromittiert, dann gibt es dich nicht mehr. Du kommst nirgends mehr rein, auch nicht in die Behörden, die dir helfen könnten, wenn sie wollten. Deine Existenz in der Gesellschaft hängt ab vom Wohlwollen der Behörden, die dich mit einem Knopfdruck löschen können, und von kriminellen Hackern und Handydieben. Und der Funktion deines Ladekabels.

Sowas waren gestern Dystopien und utopische Kriminalgeschichten (Gerd Prokop, „Das todischere Ding“, erschien bereits 1986, und das im Osten, wo Computer als Echo der Zukunft bestaunt wurden, als im Westen die ersten Nerds schon einen Commodore im Kinderzimmer stehen hatten), heute werden sie Realität. Wir hatten immer gehofft und geglaubt, es wären die Utopien, die wahr würden, und die Dystopien wären nur Geschichten, um wohligen Schauder zu erzeugen, dabei ist die Realität genau anders herum.

Und die, die immer brüllten: „Wehret den Anfängen!“ sind bei der Durchsetzung der Dystopien ganz vorne in der ersten Reihe dabei.

Wer jetzt glaubt, die Menschen würden dagegen aufstehen und sich das nicht gefallen lassen, der sollte aufwachen. Die Masse wird sich bei den Ämtern zur Antragstellung drängeln, werden nach Impfstoff brüllen, wollen die ersten sein, die endlich diesen Code auf ihr Handy laden können um ihn stolz herumzuzeigen, diesen Beweis, dass sie zu den Geadelten gehören, den Privilegierten, nach somit amtliche bewiesen sozialen, verantwortungsvollen und braven Bürgern, die es sich ehrlich verdient haben, huldvollst die Gnade der Gewährung einstiger Grund- und Freiheitsrechte zu empfangen, im Gegensatz zu dem widerlichen asozialen Abschaum der Impfpassverweigerer, ewiggestrigen rechtspopulistischen Staatsverweigerer und anarchistischen Reichsbürger, esoterischen Spinner und reptiloidengläubigen Verschwörungstheoretiker, die sich als solche outen, indem sie nicht im Besitz des adelnden QR-Codes sind. Die Logik dahinter ist so einfach, dass sie schnell in den rudimentären Resthirnen der primitiven Masse an Konsumschafen verankert werden kann: Wer „gut“ ist bekommt den Code, wer „schlecht“ ist, bekommt ihn eben nicht. Also ist der Besitz des Codes der Beweis des „Gutseins“ und der Nichtbesitz der Beweis des „Schlechtseins“. Teile und herrsche. Solange die, die du damit wirklich beherrschst, glauben, die „Guten“ und damit „Freien“ zu sein, wird es funktionieren.

Es geht nicht um Herdenimmunität.

Es geht um Herdenkonformität.


Freitag, 26. Februar 2021

Fußnoten zum Freitag

 

Heute mal wieder etwas aus der Mottenkiste, fünf Jahre alt aber unverändert aktuell, als würde sich nichts, aber auch gar nichts ändern:


Das deutsche Volk hat, übrigens ähnlich dem österreichischen, aber viel intensiver, niemals wirklich Demokratie zu spüren bekommen. Vom Kaiserreich über ein kurzes, von Straßenlärm und Gewehrfeuer begleitetes, Demokratie-Experiment in eine brutale Diktatur, weiter in geteilte fremdbeherrschte Besatzungszonen und von dort zum Protektorat einer multinationalen Verwaltungseinheit - jedes Schweizer Neugeborene hat mehr Demokratie über die Nabelschnur eingeimpft bekommen als ein deutscher Greis in seinem ganzen Leben erlebt hat. Deutsche haben ja noch nicht einmal eine Ahnung, was ein Referendum ist. Oder eine selbstbestimmte Verfassung. Oder ein selbstgewählter Präsident. Selbst bei den periodischen Kreuzerlmalereien ergibt sich, egal wo man das Kreuzerl macht, keine nennenswerte Änderung. Deshalb sind die meisten auch vor der AfD so erschrocken, weil sie das Konzept der „Alternative“ als solcher noch nicht ganz begriffen haben.

Es gibt Deutsche, die erinnern sich noch an eine Diktatur, und diese sind nach meiner Wahrnehmung der Indikator, wo es langgeht. Sie haben sich als aufmüpfige freiheitsliebende Jugendliche vor knapp 30 Jahren von alternativlos regierenden Diktatoren im Osten als konterrevolutionäre Vaterlandsverräter, Menschenfeinde und dreckiges Pack beschimpfen lassen dürfen. Und werden heute von einer damaligen FDJ-Propagandistin und ihren Speichelleckern wieder beschimpft, fast wortgleich, weil ihnen ihr (im Gegensatz zu vielen im sedierten Westen Aufgewachsenen) funktionierender Diktaturen-Radar Alarmstufe Rot anzeigt. Es sind die gleichen Leute, die gegen Honecker auf die Straße gingen, die dies heute gegen Merkel tun, und so wie Honecker und seine Bluthunde sie als faschistischen Abschaum titulierten, tun dies auch Merkel und ihre Bluthunde heute.“


Manchmal hat man so das fatalistische Gefühl, es ändert sich eh nix und jedes Wort darüber und dagegen ist nur noch vergeudete Energie.


Donnerstag, 25. Februar 2021

Fußnoten zum Donnerstag

 

Vor langer Zeit habe ich eine Karikatur gesehen, wo ein Kollege zum anderen sagt: „Dem Chef werde ich mal ordentlich die Zähne zeigen!“ - dann geht er in dessen Büro und grinst ihn so richtig breit und untertänig an, dass man alle Zähne sehen kann. Dieses Bild fällt mir immer wieder ein, wenn ich heute was von „Haltungsjournalismus“ höre oder lese. Dann sehe ich diese Journalisten vor meinem inneren Auge, wie sie sich hinstellen und tönen: „Jetzt werde ich allen mal so richtig meine Haltung zeigen!“ um sich dann vor einem Merkel-Altar bis tief auf den Boden zu bücken…

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Für das Lügen kann man bezahlt werden, aber die Wahrheit muss man sich leisten können.

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Linksextreme, die sich in der „Mitte der Gesellschaft“ wähnen, sind wie Eskimos am Nordpol, die glauben, sie wären am Äquator, und sich wundern, dass alle Menschen nur im Süden wohnen und die Nordhälfte der Erde komplett leer sei.

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Der einzige Unterschied zwischen Neonazis und Antifanten ist der, dass sie unterschiedliche Massenmörder der Menschheitsgeschichte anhimmeln.