„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Mittwoch, 19. April 2017

Die tötesten aller Menschen

Also mal ehrlich, ich bin immer wieder erstaunt, wie ausgerechnet jene progressiven Kräfte und intellektüllen Vorkämpfereliten der Großen Weltrevolution, die uns bei jeder sich anwanzenden Gelegenheit als Tatsache verhökern wollen, dass unsere ganze Realität nur konstruktivistisch im eigenen Mentalkäfig zusammengehäkelt wird, und das ausgerechnet aus reiner Wortwolle, genannt „Sprache“, nicht einmal ansatzweise in der Lage zu sein scheinen, solche auch nur halbwegs sinngebend zu verwenden.

Wenn, wie im „Standard“ berichtet, die EU-Kommission einen „Sprecher“, also einen für Medienarbeit und Wortwahl Qualifizierten und hoffentlich nicht durch Verschulzung zu seinem Posten Gekommenen, heraustrompeten lässt, die Todesstrafe wäre "nicht nur eine rote Linie, sondern die röteste aller roten Linien" ..dann stellen sich mir die Zehennägel auf. Das hat was vom guten alten Werbespruch „weißer als weiß“. Roter als rot. Was für ein sprachlicher Nonsens!

Und inhaltlich sieht es auch nicht besser aus.
Welche „rote Linien“ gibt es denn? Bisher doch nur die Weigerung, sogenannte „Flüchtlinge“ importieren zu lassen. Und da hat die Türkei ja jetzt keine Probleme, ist sie ja ein reines Migrations-Exportland für die EU.

Es gab keine „rote Linie“ als kurdische Bergdörfer in der Türkei von der türkischen Luftwaffe bombardiert wurden und die türkische Regierung eigene Staatsbürger als Kollateralschaden schulterzuckend zur Kenntnis nahm. Wie es da mit den „europäischen Werten“ in puncto Umgang der Obertanen mit aufmüpfigen Untertanen aussehen muss, kann sich gern jeder selbst rückschließen. Jedenfalls ist das Bombardieren von Dörfern auf dem eigenen Staatsgebiet keine „rote Linie“.

Es gab auch keine „rote Linie“ als der laufende türkische Genozidversuch an den zugegeben in ihren Mitteln auch nicht feinsinnigen Kurden das türkische Staatsgebiet verließ. Die meisten türkischen Offensiven in Syrien und Irak galten nämlich nicht den IS-Schergen oder Al-Nusra-Terroristen, sondern genau jenen Kurden, die als Verbündete der internationalen Allianz gegen den IS kämpften. Übrigens auch keine „rote Linie“ der Nato, wenn deren Verbündete bombardiert und deren Gebiete feindlich besetzt werden. Weder Nato noch EU haben Probleme mit Angriffskriegen. Außer Putin spielt dabei eine Rolle, dann sieht plötzlich wieder alles anders aus. Aber das nur am Rande zum Thema bigotter Sauhaufen.

Als in der Türkei zum Frauentag Frauen, wir erinnern uns, jenes Geschlecht das in der EU sogar „positive Diskriminierung“ genießt um Buße für vergangene angebliche patriarchalische Unbill zu erfahren, gegen die bekopftuchende Radikalislamisierung auf die Straßen gingen und dann auf Geheiß des Erdowahnsinnigen mit Knüppeln, Tränengas und Gummigeschossen auseinandergeprügelt und massenweise in Haft verschleppt wurden, war auch nirgends eine „rote Linie“ zu entdecken. Klar, geht hier jemand gegen Islamisierung auf die Straße, wird auch gerne Geknüppelt und mit dem Wasserwerfer Renitentengießen gespielt. Man versteht sich.

Erst beim Einkerkerungsfuror gegen die Opposition nach der Putschposse wurde man langsam stutzig, aber irgendwie auch erst, nachdem es durchaus strunzlinke Rotzlöffel waren, die es erwischte. Eigentlich hat man mit dem Mundtotmachen von Dissidenten auch in der EU kein wirkliches Problem, nur gilt hier der Konsens, dass Linke, egal wie anarchistisch oder aggressiv sie sind, niemals Dissidenten sein können. Um als solcher anerkannt zu werden muss erst der ritterliche Schlag zum „Rechten“ erfolgen. Dann kann man auch alle Widerlichkeiten gegen jene auffahren, da passt kaum noch ein Blatt zwischen unsere Obertanen und den Sultan. Deshalb war auch dort keine wirklich „rote Linie“ zu sehen.

Und jetzt wird mit einer Verfassungsänderung die Person Erdogan faktisch zum Großsultan erhoben, das Parlament zur Jubelbude degradiert und das ganze System so einzementiert, dass einer die absolute alternativlose Entscheidungsmacht hat, die Regierung aus Speichelleckern und Erfüllungsgehilfen besteht und das Parlament nicht einmal bei Grundsatzentscheidungen mehr gefragt wird. Könnte man sich in einem EU-Land wie beispielsweise Deutschland gar nicht vorstellen, oder? Also auch dort, ganz konsequent, keine „rote Linie“.

Aber jetzt, jetzt kommt sie, und es ist nicht irgendeine „rote Linie“, nein, es ist auch nicht die „roteste“ sondern die „röteste aller Linien“: die Todesstrafe!
Keine Sorge, bis das spruchreif wird und vom Sultan durchgepeitscht und dann rückwirkend an den Unbequemen ausprobiert, die im Windschatten der Putschposse aus dem Verkehr gezogen wurden oder schon lange im Knast sitzen und deren Frage somit endgelöst werden kann, wird noch einiges Wasser durch den Bosporus strömen und in der EU interessiert ja auch morgen keinen mehr sein grammatikalisch sinnfreies Geschwätz von gestern.

Also egal. Auch wenn in der Türkei die Demokratie die töteste ist und der erste Gefangene dieser den letzten Atemzug ausgurgelnd folgt, werden bei uns die bigöttesten Demokratievortäuscher auch die freudvöllsten Beitrittsgesprächsführer bleiben. Bis der Irre vom Bosporus selbst sein Volk ausrufen lässt: Ihr Idioten da im Norden, wir wollen nicht zu euch in die depperte EU, aber ihr könnt euch anstellen und untertänigst darum bitten, dem Neo-osmanischen Reich als tributpflichtige Provinzen beizutreten. Und selbst dann ist damit zu rechnen, dass diese Verräter dem nachgeben und sofort ein Unterwerfungsgebot legen.

Die einzigen „roten Linien“ die ich befürchte, sind die Ströme von Blut, die das kosten wird. Und die Haufen von tötesten aller Menschen.

Dienstag, 18. April 2017

Was'n das?

Efgani Dönmez hat einen seltsamen Spruch in's Netz gestellt. Ist das nur ein PR-Gag für den Verkauf eines Buches oder kommt da was Dickes? Jedenfalls ein interessantes Versprechen an die hiesigen Cheerleader des Erdowahnsinnigen:


Erklärbären

Der „Kurier“ jubelt:

Ein gutes Drittel der Österreicher für Aufnahme weiterer Flüchtlinge“

Erstens: Danke für den Hinweis, dass es sich um das „gute“ Drittel handelt, so wissen wir auch, dass es „weniger gute“ oder gleich „böse“ zwei Drittel gibt.

Zweitens: Dass diese zwei Drittel die Mehrheit bilden und gegen die Fortsetzung der Idiotie der Belohnung des Schlepperunwesens durch Hätschelung derjenigen Schlepperkunden, die erfolgreich verfrachtet wurden, voten.

Drittens: Geht es bei der Frage eigentlich nicht um „weitere Flüchtlinge“ sondern ganz klar um die umzuverteilenden bereits in der EU befindlichen Asylanten, wegen denen der Kernige gerade eine lächerliche Posse mit Brüssel gespielt hat.

Man kann feststellen, dass bereits die Überschrift bewusst manipulativ formuliert ist. 36% ist nicht ein „gutes Drittel“ sondern „mehr als ein Drittel“, man hätte also das Ergebnis mengenmäßig aufwerten können, hat aber durch Verwendung des Wortes „gut“ lieber eine moralische Aufwertung gewählt. Es sind genau jene subtilen Formulierungen, die Meinungen beeinflussen. Und es geht nicht um die Aufnahme „weiterer Flüchtlinge“ sondern der 2000 Österreich von der EU zugewiesenen Asylanten. Und nur um diese. Bei „Flüchtlingen“ allgemein sind wir nämlich von dem „guten“ Drittel weit entfernt.

Aber besonders putzig finde ich dann die Erklärung des Erklärbären des Umfrage-Institutes:

"Die Wähler hören ja, was ihre ,Vertreter‘ wie Sobotka oder Doskozil zu diesem Thema sagen. Und es gibt nach wie vor eine gewisse freiwillige innere Disziplin, dem Gesagten auch Folge zu leisten."

Hat der Demokratie überhaupt begriffen? Die Wähler plappern also nur nach, was ihre „Vertreter“ vorplappern??

Kleine Nachhilfeminute zum Thema Demokratie: In einer Demokratie wählen die Menschen jene Politiker, von denen sie sich am Besten vertreten fühlen. Deshalb wenden Politiker ihre Aussagen im Wind der Meinungsströme der Mehrheit. Sprich: Nicht die SPÖ- oder FPÖ-Wähler plappern das Reden ihrer „Vertreter“ nach sondern die Leute wählen SPÖ oder FPÖ, weil deren Politiker diese Position haben.

Man kann ja auch etwas anderes herauslesen: Gegner der Willkommensduselei wählen gleich FPÖ, viele ehemalige ÖVP-Wähler haben das zahnlose Geschwurbel des Herrn Kurz durchschaut und wählen lieber gleich FPÖ und viele SPÖ-Wähler fallen noch immer auf die Propaganda der Medien herein, die ihnen die Roten besonders nach der Posse Kerns als Gegner der Flüchtlingspolitik verkaufen wollen, wohl wissend, dass es hinten herum ganz anders abläuft und sich Rot nicht von Grün unterscheidet, wo sich die Fans versammelt haben.

Und weil es in einem freien Land die freie Wahl gibt, kaufe ich auch keinen „Kurier“.

Die Schlepperhelfer

DAS muss man sich mal geben. Die Schlepperhelfer bezeichnen sich als „private Seenotretter“. Das hat was. Denn immerhin werden die Menschen nicht aus Seenot gerettet, sondern am vereinbarten Übergabepunkt aus maroden Schlauchbooten gefischt und statt an die naheliegende schützende Küste quer über das Mittelmeer an die entfernte europäische Küste verbracht. Und während der illegale Fährverkehr für die gutgläubigen Käufer einer Schlepperdienstleistung als Teil der Schlepperdienstleistung konzertiert aufrecht erhalten wird, fordern diese (nicht selten auch von dieser finanzierten) Beschaffungsorganisationen für Nachschub für die Asylindustrie, die nur funktionieren, also Steuermilliarden abgreifen, kann, wenn genug Anspruchsberechtigte für Vollversorgung herbeigekarrt werden.

Und so sind eben nicht die „Seenotretter am Limit“, wie der „Kurier“ titelt, sondern es ist der Fährdienst, der die Kapazitätsgrenzen erreicht hat. Trotzdem geht das Geschäft schleppend (haha, was für ein Wortspiel…) und in Europa bleiben „Geflüchtetenunterkünfte“ leer und somit Steuermillionen im Staatssäckel statt auf die Konten der Asylindustriellen „gerettet“ zu werden.

Mehrere Tausend Menschen sind am Osterwochenende von privaten Hilfsorganisationen aus Seenot gerettet worden.“

Hört sich ja erst mal edel und gut an, wenn man ausblendet, dass diese „Hilfsorganisationen“ Helfershelfer einer betrügerischen Asylmafia sind, die Milliardenschäden anrichtet. Und zwar nicht nur in Europa sondern auch in Afrika. Denn statt daheim zu arbeiten glücksrittern junge Männer lieber nordwärts, wo es Geld und Vollversorgung für Nichtstun gibt. Und anstatt in Afrika nachhaltige Projekte zu unterstützen füttern wir mit den Milliarden lieber spazierengehende Nichtstuer. Und verhindern auch jede Integration, denn ein integrierter Arbeiter würde der Asylindustrie genau gar nichts mehr nutzen. Die bekommen Geld nur für Pflegefälle.

Biete eine Belohnung für eine Leistung, und du ziehst die Tüchtigen an. Biete Vollversorgung für Alle und du ziehst die Faulen an.

Beide Schiffe waren mit geretteten Flüchtlingen in unruhiger See überladen.“

Nein, beide Schiffe waren mit Menschen überladen, die eine Überfahrt nach Italien gebucht hatten und auf die Erfüllung der gebuchten Dienstleistung warteten. Denn sonst hätte man die kurz vor der afrikanischen Küste aufgenommenen Kunden einfach an diese Küste zurückbringen können.Dann wären sie sofort gerettet gewesen.
Aber hier geht es eben nicht um Leib und Leben, sonst würden vor der Küste aufgegriffene Insassen maroder Schlauchboote an die Küste zurückgebracht werden, von der sie abgelegt sind. Werden sie aber nicht. Wollen sie auch nicht. Will keiner der Beteiligten, denn sonst würde man es tun.

Ein deutsches Marineschiff brachte am Montag 1.181 gerettete Flüchtlinge und Migranten ans italienische Festland.“

Was hat die deutsche Marine da verloren? Wieso beteiligt sie sich an den Schlepperaktivitäten privater Handlangerorganisationen der Asylindustrie? Oder sind sie als Frontex-Schiffe anwesend, mit der Aufgabe, die EU-Außengrenze zu schützen? Wie können sie sich dann an illegaler Migration beteiligen? Wie kann das gehen, dass Grenzer angehalten sind, illegalen Eindringlingen zu helfen, einzudringen?

Die privaten Retter sprachen am Wochenende von einer beispiellosen Situation auf dem Mittelmeer.“

Das kann man wohl sagen, Was sie dabei aber verschweigen, ist, dass sie selbst die Mitverursacher dieser beispiellosen Situation sind, ja eigentlich im Zentrum der Beispiellosigkeit stehen. Denn ohne die Sicherheit, vom Fährdienst der Asylindustrie abgeholt zu werden, würden die wenigsten dieser Migrantenfrachter überhaupt in See stechen.

"Wo waren die Frontex-Schiffe, als ein Rettungsschiff einer NGO Unterstützung brauchte, um Tausende Leben zu retten? Wo war die EU?"

Gute Frage. Aufgabe der Frontex wäre es nämlich, die Leute nach Afrika zu bringen und die Schleppershuttles zu versenken, inklusive deren Mutterschiffe von der Asylindustrie. Wäre doch mal eine beispielgebende Situation. Die Frontex ist nämlich eine Grenzschutztruppe und damit der natürliche Feind der Menschenhändler, deren Handlanger ihr seid!

Die Nichtregierungsorganisationen fordern von der EU ein Seenotrettungsprogramm.“

Besser wäre, wenn die EU von diesen Organisationen fordern würde, die Arbeit der Grenzschutzbehörden nicht zu sabotieren und illegale Migration nicht zu unterstützen, ach was, zu ermöglichen. Denn ihr habt hier nichts zu fordern! Ganz im Gegenteil, all die Toten im Mittelmeer gehen auf euer eigenes Konto! Denn ohne die Hoffnung, direkt vor der Küste von euch aufgesammelt und zur Zieldestination gebracht zu werden, würden die Schlauchboote gar nicht erst ablegen.

Die Anarchie in Libyen, das sich seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 im Bürgerkriegschaos befindet, begünstigt das Geschäft der Menschenhändler.“

Ach nee, Und wer hat ihn „gestürzt“? Und warum? Na, ist das jetzt lästig, genau das zu fragen?

Die zentrale Mittelmeerroute gilt als gefährlichste. Doch auch auf der östlichen Route zwischen Griechenland und Italien war am Samstag wieder ein Boot in Seenot geraten.“

HÄ??? Zwischen Griechenland und Italien? Welche „Flüchtlinge“ fliehen von Griechenland nach Italien, bitteschön? Was soll denn der Quatsch?
Bitte, wenn ihr uns schon einen Bären aufbinden wollt, dann gebt euch wenigstens eine Mühe und schmeißt uns nicht einfach einen Strohsack mit einem nassen Katzenbalg auf den Buckel!
Das ist doch alles nur noch ein Mummenschanz, der hier gespielt wird.

Montag, 17. April 2017

Gerechtigkeit

Wenn ausgerechnet ein ÖVP-Grande loszieht, um im angeblichen „Gerechtigkeits“-Furor die (btw im weltweiten Ranking unverschämt üppigen) besonderen Förderungen für Kleinstparteien zu eliminieren, hat er wahrscheinlich noch nicht verstanden, wo die Zukunft seines Vereins liegen wird. Die 3B-Partei (Banker, Bauern und Beamte) ÖVP schafft es nämlich nicht mehr, außer bei einer hardcore verstockten Kerntruppe, die aber aus demographischen Gründen rasant schwindet, den fälschlichen Eindruck einer „Unternehmerpartei“ zu verteidigen. Man ist einfach nicht das, was man nicht ist. Ebensowenig wie eine „Volkspartei“.
Nein, der Weg zur „Kleinstpartei“ wird konsequent beschritten, und dann naht der Tag, wo das Jammern und Wehklagen einsetzt, wenn man erkennt, dass man die Früchte von dem dünnen Ast, auf dem man sitzt und an dem man erfolgreich sägt, auch noch abgeschlagen hat.
Ich möchte nicht schadenfroh sein.
Ich bin es aber trotzdem.

Was zu erwarten war ...

von LePenseur

... ist, daß das Verfassungs-Referendum im Sinne des Erdowahnsinnigen ausgehen wird. Was nicht zu erwarten war: daß der "Sieg" so knapp ausfallen würde.

Zieht man die Ausgangslage in Betracht, so ist dieses Ergebnis eigentlich eine schallende Ohrfeige für den selbsternannten "Sultan": seit dem angeblichen "Putsch" im letzten Jahr haben er und seine AKP-Funktionäre ein zunehmend diktatorisches Regime aufgebaut, alle Kritiker wurden durch Entlassungen und Verhaftungen mundtot gemacht, die Medien gleichgeschaltet, die letzten Stützpfeiler des Kemalismus in Armee und Justiz abgebrochen, bei der Abstimmung selbst offenbar mit allen Tricks manipuliert, denn die ohnehin schon vor der Abstimmung nahezu machtlose Opposition spricht offen von Manipulation, und verlangt die Neuauszählung oder gar Annullierung des Referendums.

Man kann also davon ausgehen, daß in Wahrheit das Regime des Erdowahnsinnigen die Abstimmung verloren hat, und nur durch Manipulationen, Fälschungen und Einschüchterung einen knappen "Sieg" errang. Das sind jedenfalls wenig beruhigende Auspizien für die künftige Stabilität des Landes. Denn anders als bei einer "normalen" Wahl, bei der ein knapper Ausgang zwar weder für den Gewinner, noch für den Verlierer wirklich angenehm ist, war dieses Referendum ja eine fundamentale Richtungsentscheidung. Und bei einer solchen mit 51,4% "durchregieren" zu wollen, ist mehr als problematisch, und höchstens geeignet, die Spaltung der Türkei zu verstärken.

Vorderhand wird sich freilich wenig ändern: der Erdowahnsinnige wird seine Agenda durchziehen (wie er es ja bis jetzt auch schon tat), die zersplitterte Opposition wird dem wenig entgegenhalten können. Die faktische Selbstzerstörung der Türkei, die mit einem muselmanischen Regime automatisch einhergeht (und die im Falle der Türkei ja anders als in den Staaten der arabischen Halbinsel nicht durch den Segen reicher Ölvorkommen abgefedert werden kann!), wird entweder zu einer Änderung der türkischen Politlandschaft führen, wenn die Türken weiterhin eine internationale Rolle spielen wollen, oder andernfalls zum Versinken in politischer und wirtschaftlicher Bedeutungslosigkeit führen.


Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten

Der Kampf gegen „Hass im Netz“ wurde angekündigt als die strafrechtliche Verfolgung von Gewaltverherrlichung und Terrorpropaganda. Gelebt wird sie als privates Standgericht gegen politisch unerwünschte Meinungsäußerung.

Als Nächstes kündigt Maas an, sich der Parteienfinanzierung demokratischer Parteien zu widmen, die seiner Meinung nach kein Geld bekommen sollten. Angekündigt wurde dies als Kampf gegen die bedeutungslose NPD, aber worin das enden wird, kann jeder vorhersehen: Von Opposition wie AfD bis zu jedem weiteren Versuch, noch einmal eine Gegenpartei zum Systemblock des Regimes aufzustellen, wird alles unterbunden. Durch Abkoppelung von der Finanzierungsmöglichkeit, die einst festgeschrieben wurde als Chancengleichheit für alle demokratischen Kräfte, und durch Sperrung sämtlicher medialer Menungsverbreitungsmöglichkeiten.

Das System mauert sich ein. Und Maas ist der, der die Steine stapelt.

Sonntag, 16. April 2017

Zufälle gibt’s

Da treffen sich zwei Mädchen im Park, geraten in Streit, und dann packt die eine ein Küchenmesser und stichelt die andere nieder.

Wahrscheinlich war es reiner Zufall, dass eine 16-jährige ein Küchenmesser einstecken hat. So wie ihre Großmutter noch die OMO-Trommel in der Handtasche mit hatte oder ihre Hände im Gasthaus in eine Schale voller Geschirrspülmittel tauchte, trägt das hippe Girlie von heute ein Küchenmesser mit sich herum. Eine neue Tradition ist im Entstehen.

Weitere Details nannte Maierhofer unter Hinweis auf laufende Ermittlungen nicht.“

Na gut, dann denken wir uns die eben.
Entweder gehört das Mädchen zu einem Kulturkreis, in dem ein Messer unter dem Gewand zur Standardausrüstung gehört oder sie hat es sich zugelegt, weil sie damit rechnete, Männern aus einem Kulturkreis zu begegnen, die sich anders nicht davon abhalten lassen, 16-jährigen allein im Park in die Hose zu fahren.
Beides führt zu einer schönen neuen bunten Welt.

Mal wieder unsere Linksaktivisten

Die Antifa tobt sich an einem Hotel der Maritim-Kette aus, die ja als neues Feindbild der Faschisten jagenden Faschisten auserkoren wurde, weil sie es wagt, einer demokratischen Partei das Abhalten eines Parteitages zu gewähren, was erstens die verfassungsmäßige Pflicht jener Partei, zweitens das verfassungsmäßige Recht dieser Partei und drittens auch das verfassungsmäßige Verhalten der Hotelkette darstellt, aber mit der Verfassung oder generell dem Gesetz oder allgemein Recht und Ordnung haben es die Linksfaschisten ja nicht so.

Außer es betrifft sie. Dann wendet sich das Blatt.
Und die „hessenschau“ liefert ein Schmankerl der medialen Extraklasse dazu:

Unruhige Nacht in Frankfurt: Randalierer beschädigen einen Hoteleingang. Dann geht die Polizei auf dem alten Uni-Campus gegen Aktivisten vor. Es kommt zum Einsatz von Schlagstock und Pfefferspray.“

Ach was. Eine „unruhige Nacht“. Das finde ich eine wundervolle Umschreibung für aus dem Boden gerissene Stahlpoller, eine demolierte Eingangstür und mit Steinen „entglaste“ Fenster. Wenn das „Unruhe“ ist, was ist dann Randale, Gewalt oder Terror?

Inzwischen liebe ich ja dieses Mediengeschwurbel, es entblättert den ganzen verlogenen Sauhaufen nämlich nachhaltig. Man stelle sich vor, es hätten Rechte ein Gasthaus demoliert, das den Linken einen Stammtisch bietet. Oder gar nur halal-Pappi anbietet. Wäre das auch nur „Unruhe“ durch „Aktivisten“ gewesen?

Aber noch besser ist ja das sofortige Hinwerfen der Täter auf den Boden und „Mimimi“-Schreien aus der Opferrolle. Das hat bereits muslimische Qualität.

Als "unangemessen und repressiv" bezeichnete der Allgemeine StudentInnen-Ausschuss Frankfurt (AStA) einen Polizeieinsatz an der Frankfurter Universität.“

Nee, nicht das Steinewerfen gegen ein Hotel, die Gefährdung unschuldiger Menschen an Leib und Leben (denn die Steinewerfer werden kaum vorher „Deckung!“ gerufen haben) ist für die Studenten unangemessen und repressiv, sondern die Frechheit der Polizei, die Täter zu verfolgen und in ihrem Versteck aufzustöbern.

Auch das Flüchtlingsprojekt "Projekt Shelter" kritisierte das Vorgehen der Polizei scharf. Ihr Treffen in dem Kommunikationszentrum sei "aus heiterem Himmel und rechtswidrig von Polizei in voller Montur aufgelöst" worden, erklärten sie. Alle Mitglieder der Gruppe hätten unter Generalverdacht gestanden.“

Natürlich, und das zurecht. Denn auch Mitwissertum und Mittätertum ist strafbar. Haben diese Leute die Polizei unterstützt und den Behörden geholfen, die schwarzen Schafe aus ihrer Mitte zu sondieren? Nein? Ja, dann gilt der Generalverdacht. Alle Teilnehmer einer Gruppe, in der ein Straftäter untertaucht und die ihn schützen, machen sich ebenso strafbar.

Und das Arbeiten der Polizei bei der Aufklärung schwerer Gewaltverbrechen ist nicht „rechtswidrig“. Im Gegensatz zum Durchsuchen von Wohnungen einfacher Facebook-Poster ohne Gerichtsbeschluss und auf Hinweis aus linken Blockwartkreisen. Aber wie erwähnt, mit Recht und Gesetz haben es die Linksextremen nichts so, egal ob Bummelstudent oder Regierungsmitglied. Sie berufen sich nur darauf, wenn es mal am eigenen Hintern brennt, und dann nicht mal mit Substanz sondern einfach nur als Empörungsgeblöke.

40 Teilnehmer der Veranstaltung im Kommunikationszentrum wurden durchsucht, einen Mann nahmen die Beamten wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz fest.“

Ach. Keine Bange, dem passiert sicher nix. Das Aufenthaltsgesetz ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht. Es wird praktisch nicht exekutiert. Vor Allem bei jenen nicht, die es als erste zu spüren bekommen sollten.

Beim Abtransport des Festgenommenen hätten etwa 100 Menschen die Straße blockiert und versucht, den Polizeiwagen zu attackieren.“

Na gut, dass das keine Sachsen waren und kein Flüchtlingsbus, sonst hätten wir heute schon wieder Lichterketten und Toleranzdemos und wildgewordene Politikerinnen der „Linken“, die die Bombardierung Dresdens fordern.

Die Polizei löste die Blockade auf. Auch dabei setzten die Beamten Schlagstöcke und Pfefferspray ein.“

Aus Spaß an der Freude? Na?? Die machen sich nicht einmal mehr die Mühe, so klingen zu wollen, als würden sie objektiv berichten. Nein, es geht vollkommen Pro arme Studenten, die mal ein bisschen „aktiv“ sind und Contra brutale Knüppelpolizei. Die eigentlichen, wirklichen Opfer der nächtlichen Terrorattacke gegen das Hotel werden schlicht und ergreifend ignoriert, während man die Täter zu Opfern stilisiert und die Polizei, die sich verteidigt, als brutal hinstellt während man die Angreifer bejammert.

Und dann wäre das ja kein richtiger Artikel, wenn sie nicht wenigstens einmal erwähnt würden:

Die Aktion soll sich gegen die AfD gerichtet haben.“

Schön. Von denen war aber keiner da. Und um die geht es wenn dann auch nur indirekt. Die Aktion hat sich konzertiert und explizit gegen die Hotelkette gerichtet.

Am Einsatzort seien auch Flugblätter mit dem Text "Tatorte des Rassismus angreifen und öffentlich machen!" gefunden worden.“

Steht da irgendwo was von AfD? Irgend ein anderer Hinweis als das Wort „Rassismus“? Nein, aber das reicht bereits. Die mediale Dampfwalze hat das Begriffsvermögen des Durchschnittsgermanen bereits dermaßen pawlowesk asphaltiert, dass bei „Rassismus“ oder „Sexismus“ oder „Homophobie“ oder „Islamophobie“ als verbaler Glöckchenklänge das Resthirn mental „AfD!“ sabbert, da muss man nicht einmal mehr den Spaltenplatz für das Wort „rechtspopulistisch“ verschwenden.

Ich frage mich manchen Tag, aus welchem Glas die Spiegel dieser Journaillisten geschliffen sind, dass sie nicht bereits beim ersten Blick des Tages, noch bevor das erste Wort geschmiert wurde, knallend zerbersten.

Liebe Türken!

Ich weiß, Ihr feiert das Osterfest jetzt nicht so gern wie wir, aber ich gebe Euch einen Tipp: Zumindest der diesjährige Ostersonntagstermin wird Euch lange im Gedächtnis bleiben als Staatsfeiertag zum Ende der kemalistischen Rumpfdemokratie und Beginn der glorreichen Absolutherrschaft des Sultans. Allen, die das ersehnen, meine herzliche Gratulation, mancher bekommt was er verdient, und allen, die das befürchten, mein herzliches Beileid, manche bekommen genau das, was eigentlich die anderen verdienen. Es ist der Abschied jener kleinen Funken Freiheit, die einst durch das national-progressive kemalistische Türkenreich fliegen durften ohne zu einem großflächigen Entzünden der Herzen für die Freiheit zu führen, und die jetzt unter den Stiefeln der national-konservativen Osmanen zertreten werden. Und sollte die, wenn auch knappe, Mehrheit der Türken, die im Neu-Osmanischen Kernland leben, sich gegen die absolute Machtergreifung des radikalmuslimischen Erdowahnsinnigen aussprechen – nun, Ihr habt leider die Rechnung ohne Eure im ach so faschistischen Exil lebenden Glaubensgeschwister gemacht, die besonders deshalb glühende Anhänger des Großsultans in spe sind, weil sie täglich die Nachrichten seiner Jubelhofberichterstatter konsumieren, aber Euren glorreichen Alltag in Wohlstand und Überfluss leider nicht erleben dürfen, der in der Türkei das Leben der einfachen Menschen bestimmt. Diese werden Euch überstimmen, und sie werden fahnenschwenkende Jubelparaden abhalten fern der geliebten Heimat, denn sie dürfen sich darüber freuen, die unangenehmen Folgen, die Euch in der Türkei ereilenn werden, hier im ekligen schweinefressenden Exil nicht erleben zu müssen. Sie werden sich wohl fühlen dabei, Euch ein politisches System auf den Kopf geknallt zu haben, unter dem Ihr leben müsst, aber nicht sie.
Ja, dieser Termin wird Euch erinnerlich bleiben. Den einen als Jubeltag, den anderen als Trauertag. In der Türkei werden viele Türken trauern, aber in Deutschland und Österreich werden viele jubeln.

Vor einigen Jahren, es war so etwa Jahrtausendwende und noch vor Erdogan, hat mir ein sehr gebildeter türkischer Geschäftsmann lächelnd erklärt, früher wären die Fleißigen nach Deutschland als Gastarbeiter ausgewandert, hätten ihre Kinder studieren lassen und die sind dann als tüchtige Geschäftsleute in die Türkei zurückgekehrt und hätten die Wirtschaft dort angekurbelt. Heute gibt es keinen Bedarf für fleißige Arbeiter mehr in Deutschland, aber ein üppiges Sozialsystem, deshalb entsorge die Türkei jetzt ihre Sozialfällen nach Norden und schaffe sich damit sozialen Sprengstoff vom Hals.
Tja, liebe Türken in der Türkei, die Ihr an freie Wirtschaft und Demokratie geglaubt habt, kann wohl sein, dass Euch genau jener Sprengstoff jetzt um die Ohren fliegt. Probleme kann man nämlich nicht verschieben sondern nur parken, zeitweise. Sie schlagen dann aber später umso stärker zurück.

Na dann, schönen Sonntag!