„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Mittwoch, 15. März 2017

Na ja ...

von LePenseur


Die Holländer enttäuschen ein wenig. Da tritt ihnen der Erdowahnsinnige in die Eier und bezeichnet sie als Nazis, und dann haben sie nicht mal Eier genug, ein entschiedeneres Zeichen zu setzen, als diese Wahl nach dem Motto: "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß" ...

Wenn die Exit-Polls dem endgültigen Wahlergebnis entsprechen (was, man denke an die Exit-Polls zum Brexit, nicht unbedingt stimmen muß!), dann hätten sich die Niederländer wie folgt entschieden:

https://pbs.twimg.com/media/C6_GPLuWYAUTKOz.jpg

Na ja ...

ein weiteres "Na ja ..." gebührt aber unserer lieben Lügen- & Lückenpresse, welche voll Begeisterung vermeldet:

DiePresse

Partei von Premier Rutte gewinnt Wahl in den Niederlanden

Wer bei einer Wahl fast ein Viertel gegenüber der vorangegangenen Wahl verliert, mit dessen Wahlsieg ist es nicht so weit her, wie die Schlagzeile glauben machen will. Und wenn über Wilders' Partei dann geschrieben wird, sie würde mit einem Zugewinn  von ca. einem Viertel gegenüber dem letzten Mal "weit hinter den Erwartungen zurückbleiben", dann mag das zwar aus Sicht von Wilders und vieler vernünftigen Menschen durchaus zutreffen, ist aber zumindest tendenziös gefärbt, wenn man die ganz anders klingende Darstellung bei Ruttes Partei VVD damit vergleicht.

Ein erfreuliches Ergebnis ist freilich, daß die ehedem so mächtige Sozenpartei PvdA geradezu eliminiert wurde: von 24,8% auf 6,0% zu fallen, das ist schon ein Kunststück, das nicht vielen Parteien gelingt!

Insgesamt bestärkt sich der Eindruck, daß durch gleichgeschaltete Medienberichterstattung und die geschickte Inszenierung von "Krisen" (samt deren "Bewältigung") die Apparate der EU durchaus in der Lage sind, Wähler geschickt zu beeinflussen. Offenbar ist für viele Europäer die Situation noch nicht unerträglich genug, daß sie sich von staatsfrommem Gehorsam verabschiedeten.

Freilich hat auch Wilders mit manchen Aussagen durchaus seinen Sieg nicht so groß werden lassen, wie er bei etwas Besonnenheit hätte ausfallen können. Hier hätte er etwas vom Luxemburger Säufer lernen können: "Salamitaktik" ist oft erfolgreicher, als mit dem sprichwörtlichen "Kopf durch die Wand" zu wollen.

Es ist ein fürwahr "gemischtes" Ergebnis: die Erwartung, daß ein Grad des Überdrusses in der Bevölkerung bereits erreicht ist, der das Establishment der EUrokraten und übrigen Kleptokraten ins Wanken bringt, war offenbar verfrüht. Die "Eliten" werden sich jetzt – und das ist durchaus tröstlich – gelassen zurücklehnen und annehmen, daß ja ohnedies alles gutgegangen sei.

Doch: nach der Wahl ist vor der Wahl. Und nicht nur den, der zu spät kommt (weil er sich auf der sicheren Seite wähnt), bestraft das Leben, sondern auch den, der zu früh aufgibt!

Wilders sieht freilich nicht so aus, als wolle er zu früh aufgeben. Und irgendwann werden auch die Bürger der europäischen Staaten begreifen, daß die bürokratische Diktatur, die selbstreferentiell in Brüssel schaltet und waltet, verjagt werden muß. Die "Mühen der Ebene", die die GrünInnen zur Etablierung im Parteienblock viele mühsame Jahre gekostet haben, werden auch für die, welche die herrschenden Brüssel-Oligarchen vertreiben wollen, nicht erspart bleiben. Je realistischer man dieser Einschätzung ins auge blickt, desto besser!

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