„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Dienstag, 2. Mai 2017

Ottawa-Protokoll

Beim Hadmut Dansich findet sich heute was Interessantes, was ein bisschen nach Verschwörungstheorie müffelt, aber in sich erschreckend schlüssig klingt. Und Geheimhaltung im deutschen Sprachraum über internationale Abkommen müffelt jetzt um nichts besser als die Theorien eines inteligenten Bloggers, der sich seit Jahren mit dieser Thematik beschäftigt.

Was mir aufgefallen ist, ist dass sich das scheinbar zeitlich deckt mit der Strategie, bei jeder zum Opfer stilisierten Minderheit den Vergleich mit den verfolgten Juden unter den Nazis zu bemühen. Auch der AfD, die sich zum Thema Juden eigentlich nirgends äußert, wird immer der Antisemitismus besonders betont, während er bei Muslimen nie eine Rolle spielt, wenn sie „Juden ins Gas“ skandieren, aber sofort, wenn sie mal wieder Opfer dargestellt werden. Sieht aus, als ob man einfach alles zu „Antisemitismus“ erklärt, was einem gerade in den Kram passt, um den Gegner kaltzustellen. Als wäre das ein Etikett, das man einfach auf jeden draufpappt, damit er kaltgestellt wird. Wie das Etikett „Flüchtling“ für jeden, der zum Unantastbaren erklärt werden soll. Oder „Islamophoben“ für jeden, der einer als Religion getarnte Eroberungsideologie lästig im Wege steht. Ein Etikett, das ihn automatisch zum Abschuss gemäß dieses Protokolls freigibt.
In diesem Zusammenhang finde ich das mit diesem Ottawa-Protokoll sehr interessant und einiges erklärend.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Dem rational denkenden Zeitgenossen stellen sich bei solchem gequirlten Dünnpfiff nur noch die Zehennägel auf. Um welche Völker soll es beim Antisemitismus eigentlich gehen oder was ist ein Rassismus ohne Rassen?

Die DDR-Propaganda war diesbezüglich etwas konsistenter: Die antiisraelische Politik firmierte als Antizionismus und die historischen Judenverfolgungen als Antijudaismus.

Fragolin hat gesagt…

Werter Anonym,
das ist ja gerade das Erstaunliche: Die Leute werden mit Bullshitfloskeln zugemüllt und merken es nicht einmal mehr, Bildungsversagersystem sei Dank. Von den selbsterklärten Deutungshoheiten werden Worte auf Etiketten geschmiert und überall draufgepappt. Flüchtling, Rechtsextremer, Antisemit, Populist. Egal, es muss keinerlei Wahrheitsbezug haben. So gibt es inzwischen homophobe Schwule, rechtsextreme Schwarze, hochkriminelle Flüchtlinge, sogar islamophobe Moslems. Egal, Sprache ist flexibel, es herrschen Neusprech und Zwiedenk.
Da passt es, ein Grundsystem zu schaffen, wo man einfach Antisemitisten zu Feinden erklärt, die zu vernichten sind, und dann jedem, der einem nicht passt, den Antisemitenstempel draufzudrücken. Und es fällt auf, dass genau das passiert, immer die zwei gleichen Vorwürfe gegen Unbequeme, egal was sie sagen: Antisemit und Irgendwasphobiker. Also geisteskranker Judenhasser.
Propaganda ist so einfach.
In der DDDR war das einfach der Friedensfeind. Funzte genauso.
MfG Fragolin