„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Samstag, 10. April 2021

Fußnoten zum Samstag

 

Wenn Grundrechte zu Privilegien werden, wird Widerstand zur Pflicht.

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Die laut dem jugendlich-progressiven Neupräsidenten der Vereinigten Staaten „Neandertaler“ Ron DeSanti und Greg Abbott, ihres Zeichens Gouverneure der Bundesstaaten Florida und Texas, haben nach Monaten des leichtsinnigen und verantwortungslosen Abschüttelns aller wirtschafts- und freiheitsvernichtenden Anti-Corona-Maßnahmen, was blöderweise für ihre kreischenden Gegner weder zu einer Zunahme der Erkrankten noch der Verstorbenen führte, nun auch noch die Verpflichtung zu einem Impfausweis… verboten! Während Autokratie-affine burnoutgeschüttelte Grün-Versager und mafiöse Pharma-Lobbyisten in Europa die totale Kontrolle der Bürger über einen „grünen Pass“ herbeiflehen und mit allen Mitteln die Gesellschaft spalten und aufhetzen, um dieses Ziel zu erreichen, beweisen erste US-Gouverneure, dass die Demokratie auf dieser Welt noch nicht ganz gestorben ist.

Übrigens spricht sich auch die WHO immer noch gegen einen Impfausweis aus, da ja, entgegen Spahns Wahnvorstellungen, eine Impfung eben keine Immunität bedeutet. Aber unseren europäischen Autokratiesüchtigen und Freiheitsleugnern geht es ja auch keine Sekunde um ein Virus oder eine Immunität sondern um die Macht über ein gesteuertes Volk.

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Gäbe es die Gefahr auch, dass in Deutschland ein Ministerpräsident „abtrünnig“ würde und sein Bundesland gegen den Merkel-Strom sperren könnte? Ich glaube nicht. Die wissen, wer mit einem Anruf und einem einfachen „Das muss rückgängig gemacht werden!“ in Deutschland selbst demokratische Wahlergebnisse wieder außer Kraft setzt und Ministerpräsidenten ernennen oder vernichten kann. Merkels offene Drohung, den Föderalismus abzuschaffen, wenn nicht alle brav stromlinienförmig in ihrem Fahrwasser mitgleiten, wurde verstanden.


Freitag, 9. April 2021

Fußnoten zum Freitag

 

Wenn Grundrechte zu Privilegien werden, wird Widerstand zur Pflicht.

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Nachdem Fräulein-Wunder Spahn den Deutschen mit Hinweis auf eine Studie des RKI, natürlich wohlvergessend darauf hinzuweisen, dass er diesem als „Institut“ verkleideten Bundesgesundheitsamt direkt weisungsberechtigt ist, die verfassungswidrige Karotte vor die Nase hängte, alle brav Geimpften mit den ehemaligen Grundrechten als „Privileg“ zu versehen, wollten bösartig-neugierige Medien diese Studie des RKI gerne sehen. Doch ach!, das RKI sträubt sich gar zickig, obwohl es in einem demokratischen Rechtsstaat als Bundesamt jeglicher Presse auskunftspflichtig (übrigens ist genau das die sonst ebenso gerne wie fälschlich beschworene „Pressefreiheit“) wäre, und will sogar klagen, falls es jemand wagen sollte, dies Daten zu veröffentlichen. Heise setzt zumindest einen Link darauf.

Und was soll da, in dem veröffentlichungsverbotenen geleakten Schreiben, mutmaßlich der Herr Wieler geschrieben haben? Ich zitiere mal:

Aus Public Health-Sicht erscheint das Risiko einer Virusübertragung durch Impfung nach gegenwärtigem Kenntnisstand in dem Maß reduziert, dass Geimpfte bei der Epidemiologie der Erkrankung wahrscheinlich keine wesentliche Rolle mehr spielen. Das Risiko kann durch weitere Vorgaben (Selbstisolierung bei Symptomen; weiter Einhalten der AHA+L-Regeln) zusätzlich reduziert werden.“

Ah, ja.

Erstens: seit wann ist Wieler ein Public-Health-Experte? Egal, diese renitent panikvermeidenden Gestalten wurden bisher aus den Entscheidungsgremien der Ämter und Beratungsgruppen der Politiker vorsorglich entfernt, also muss da eben der eine oder andere Tierarzt einspringen.

Zweitens: „...Risiko einer Virusübertragung durch Impfung...“ Echt jetzt?? Wenn das ein Anti-Merkel-Demonstrant raushaut, bekommen die Hetzmedien ob der Blödheit des üblen Covidioten einen Freudenkoller und faktenchecken sich ein feuchtes Höschen.

Drittens: „...erscheint...wahrscheinlich…“ Also nur Mutmaßungen, keine Fakten. Ein Tierarzt salbadert Vermutungen und ein Pharmalobbyist, der einen Gesundheitsminister darstellt, verkauft damit Impfungen. Kann man nicht erfinden.

Viertens: „Das Risiko“ (wahrscheinlich vielleicht oder auch nicht, aber ganz sicher weiß das keiner) kann also nur durch Masketragen und Kontaktvermeiden reduziert werden. Oder doch könnte? Weiß keiner.

Also nix von wegen, Fräulein Spahn. Das mit dem „Geimpfte dürfen und Ungeimpfte nicht“ kannst du dir in die gegelten Haare schmieren. In den Hintern schieben biete ich mal lieber nicht an. Es soll ja nicht nach einer Belohnung klingen.


Donnerstag, 8. April 2021

Fußnoten zum Donnerstag

 

Wenn Grundrechte zu Privilegien werden, wird Widerstand zur Pflicht.

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Politiker mit Rückgrat und Gewissen würden ihren Stolz darüber verbreiten, von einem Armleuchter wie dem irren Sultan nicht auf einem goldenen Sessel hofiert zu werden, aber Uschi „Ähm“ der Leyen ist beleidigt, weil sich der Macho vom Bosporus wie ein Macho vom Bosporus benommen hat. Tja, was hat sie denn erwartet? Dass ihr für den Versuch, dem zweitdurchgeknalltesten Diktator dieser Welt in den Hintern zu kriechen, dieser auch noch ein Gleitgel serviert?

Blöd ist auch, dass die Uschi jetzt zwar eine auf empört spielt, aber rein protokollarisch am Katzentisch genau den richtigen Platz hatte. Dass können selbstüberschätzende Größenwahnsinnige nämlich nicht begreifen, dass sie in einer Runde von drei Politikern protokollarisch einfach auf Platz drei sitzen.Sich selbst für die wichtigste Person der Welt zu halten ist eine Ansicht, die gelegentlich nicht von allen anderen geteilt wird. Wird die Inkompetenzgranate Von der Leyen in diesem Leben aber nicht mehr begreifen.

Außerdem, wenn sie nicht nach Ankara geflogen wäre um sich vor dem Sultan des neuen Osmanischen Reiches in den Staub zu werfen, wäre ihr diese lächerliche Szene erspart geblieben. Aber sie können es ja nicht lassen, sich im Glanz Recep des Prächtigen ein bisschen zu sonnen. Nun denn, liebe Eurokraten, soll er euch noch viel tiefer demütigen, denn ihr bettelt ja darum!

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Immer wieder entdecken aufrechte und mutige Zivilgesellschafter rassistische und islamophobe Ausbrüche, auch rückwirkend. Sehr rückwirkend. Verdammt lang rückwirkend. Und so wird auch Dante endlich antirassistisch und kultursensibel nachbearbeitet und in seiner höllischen „Göttlichen Komödie“ die Nennung des Propheten Mohammed gecancelt. Man möchte ja eine besonders emotionale Klientel nicht empören. Was die „woken“ Zensoren nicht bedenken ist, dass sie Dantes Nennung des zauseligen Wüstenpropheten in seiner Vision der Hölle voll und ganz bestätigen, indem sie seine Nennung vermeiden, damit dessen fanatisierte Anhänger nicht ausrasten und mit Maschinenpistolen bewaffnet ganze Verlagshäuser niedermähen oder sich brüllend mit Messern auf unschuldige Passanten werfen.


Mittwoch, 7. April 2021

Fußnoten zum Mittwoch

 

Wenn Grundrechte zu Privilegien werden, wird Widerstand zur Pflicht.

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Die Show der Liebe.

So lieber Politiker, wer ist jetzt dein Herzblatt:
Nummer eins, die ausgerufene Pandemie, in der du nach Herzenslust Verordnungen wie auf der Autobahn durchpeitschen und jeden Gegner zum Nazi und Massenmörder erklären und kaltstellen kannst oder Nummer zwei, die Normalität, in der du dich mühsam auf demokratischen Pfaden durch das Unterholz der Kompromisse kämpfen musst, um deinen Zielen zentimeterweise näher zu kommen?
Und wenn du deine Wahl getroffen hast dann tue alles, um diesen Zustand so lange wie möglich zu erhalten...

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Vor lauter Corona hätten wir es fast vergessen, aber das fulminante Impfversagen und die immer deutlichere Durchsetzung verfassungs- und menschenrechtswidriger Maßnahmen zur Schaffung eines diktatorischen Überwachungsstaates chinesischer Prägung schreien geradezu danach, eine neue Bedrohung herbeizuschreiben. Und Biden sei dank haben wir seit dessen löblicher Übernahme des Atomkoffers vom toiflischen Trump endlich, endlich wieder eine russische Bedrohung und die deutsche Verteidigungstussi und Von-der-Leyen-Erbin als abgesägte Kronprinzessin, deren Name sich bereits wie ein Atomwaffenangriff anhört, offenbart dem SPÖ-Organ „RND“ ihre Aufrüstungspläne.

Besonders putzig die Aussage:

Wir sind Teil der westlichen Welt und müssen dafür sorgen, dass die Menschenrechte gelten.“

Ach. Hat die Bundeswehr etwa vor, im Inland gegen die Regierung vorzugehen? Wäre mir neu.

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Und auch heute nochmal unser guter alter Lucius Annaeus Seneca, der offensichtlich auch unsere Kurz-Bubenpartie kannte:

Unter den Lebenden aber werden wir uns nicht Lehrer aussuchen, die ihre Worte hastig hervorsprudeln, Gemeinplätze von sich geben und kleine Zirkel um sich bilden, sondern solche, die durch ihr Leben lehren, die, wenn sie gesagt haben, was man tun soll, auch mit der Tat die Echtheit ihres Wollens beweisen, die lehren, was man meiden soll und niemals bei Handlungen, die sie für verwerflich erklärt haben, zu ertappen sind.“

Na gut, für verwerflich erklärt haben sie den Postenschacher und das Ausplündern des Staates ja nur, wenn es andere betreiben...

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Aus einem Berg wird keine Kirche, wenn man ein Gipfelkreuz draufstellt. Aber aus einem Dolm wird ein Kaiser, wenn man ihm eine Krone auf den Kopf setzt.


Dienstag, 6. April 2021

Fußnoten zum Dienstag

 

Wenn Grundrechte zu Privilegien werden, wird Widerstand zur Pflicht.

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Mediziner empfehlen dringend, mindestens 10.000 Schritte am Tag zu gehen. Wer weniger geht, weil er im Homeoffice sitzt, seine Kinder homebeschoolt, sich von Regierungsverordnungen zur harten Abstrafung illegaler Spaziergänger abgeschreckt in seiner Bude verkriecht und sich sogar das fetttriefende Schachtelessen nur noch vom Lieferdienst bringen lässt, dem werden viele Jahre seines Lebens gestohlen, da das Risiko schwerer bis tödlicher Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Bewegungsarmut stark ansteigt und diese nachweislich viel früher einsetzen, als wenn man sich täglich ausgiebig bewegt. Man bringt die Leute praktisch schleichend um, wenn man sie einsperrt, ihnen die Sportmöglichkeiten nimmt, ihnen die Benutzung von Parks und Gärten und den Kindern von Spielplätzen und Spielstraßen unter Androhung härtester Strafen verbietet und sie so in Angst und Panik versetzt, dass sie entweder aus Angst davor, vom Pesthauch eines vorübergehenden Kerngesunden dahingerafft zu werden oder davor, als Kernsgesunder zum Mörder Hunderttausender zu werden, weil man irgend jemandem zu nahe kommt, lieber die eigene Couch nicht mehr verlassen.

Die durch die Bank verfassungswidrigen Anweisungen und Verordnungen eines sogenannten Gesundheitsministers sind jede einzelne für sich schwer gesundheitsgefährdend und haben inzwischen Millionen Lebensjahre allein im kleinen Österreich vernichtet, weit mehr, als ein Virus mit einer IFR von 0,15 Prozent, wie sie in einer aktuellen Metastudie von Ioannidis nachgewiesen wurde, erreichen kann. Bereits jetzt ist es klar erkennbar, dass die angeblichen „Maßnahmen gegen die Pandemie“ eines Erkältungsvirus weit größeren dauerhaften gesundheitlichen und psychischen Schaden angerichtet haben, als das Virus selbst je hätte schaffen können. Es ist klar erkennbar, dass weit mehr zukünftige Lebenszeit heute junger Menschen vernichtet wurde als Lebenszeit aktuell Hochbetagter überhaupt gerettet werden könnte. Man schwafelt permanent vom Schutz der Alten, aber auf die Jungen scheißt man. Deren zerstörte Zukunft betrifft die heute Alten ja nicht mehr.

Kinderärzte schlagen Alarm, weil bei immer mehr Kindern seit dem Schließen der Schulen und Sporthallen die Verfettung erschreckende Maße annimmt. Die Wiener Kinderpsychiatrie erlebt seit Monaten die Triage, weil sie selbst akut suizidgefährdete Jugendliche wegen Überfüllung nicht mehr aufnehmen kann. Wenn sich Jugendliche zum illegalen(!) Skaten im Park treffen, werden sie von der Polizei ausgehoben und abgestraft. Der gleichen Polizei, die solches bei Drogenringen nicht mehr in den Griff bekommt. Das sind die Folgen einer „Gesundheitspolitik“, der die Gesundheit und das gesunde Leben der Bevölkerung vollkommen egal ist, ja, die deren Schädigung sogar billigend in Kauf nimmt, wenn nicht gar bewusst vorantreibt.

Ach ja, ein Kommentator unter diesem Artikel im „Standard“ (in dem mal wieder ein Grünaffiner seine volkserzieherische Verbotsattitüde auslebt) hatte eine „gute Idee“, die von den Verantwortlichen sicher gern aufgenommen wird. Wenn der „Grüne Pass“ kommt, dessen Einführung ja der eigentliche Zweck dieser ganzen Hysterie ist, dann kann man ja zusätzlich zu den alle zwei Tage verpflichtenden medizinischen Testergebnissen und dem Impfstatus auch die tägliche Anzahl der Schritte, von einem per Verordnung anbefohlenen Schrittzähler gemessen, verpflichtend darauf spielen. So kann man jenen, die nachweislich nicht genug gehen, nicht nur den Zutritt zu Konditoreien oder öffentlichen Verkehrsmitteln versperren sondern auch, der feuchte Traum der Versicherungen, ähnlich der bereits immer wieder hinausgebrüllten Forderung, „Impfverweigerern“ entweder die medizinische Betreuung zu versagen oder sie ihnen persönlich in Rechnung zu stellen, den sich zu wenig Bewegenden im Falle einer späteren Herz-Kreislauf-Erkrankung den Versicherungsschutz verwehren oder gleich die Behandlung, denn der „Bewegungsverweigerer“ ist ja selbst schuld an seinem Schicksal und solle, dem Wording einiger Coronagläubigen und Impfsehnsüchtigen in den Internetforen der Hysteriemedien folgend, als offensichtlich „Verantwortungsloser“ und „Ignorant“ eben „jämmerlich verröcheln“.

Der „Grüne Pass“ ist noch gar nicht fertig, da sprudeln schon die Ideen, wie man ihn volkserziehend und kostensparend einsetzen kann. Wetten, dass unsere Obertanen da noch ganz andere Ideen für dessen Verwendung in petto haben? Und auch ausreichend Untertanen finden, die das begeistert bejubeln, denn die Chance, anderen so richtig fies eine reinzuwürgen, ist des durchschnittlichen Staatsbürgers liebste Motivation.


Montag, 5. April 2021

Fußnoten zum Ostermontag

 

Wenn Grundrechte zu Privilegien werden, wird Widerstand zur Pflicht.

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Ein Montag ohne Regierungspressekonferenz. Die Gelegenheit nehme ich dankbar auf und mache weiterhin Blogpause. Die Osterjause ist verdaut und heute kommt, verspätet aber doch, der Osterspaziergang dran.

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.

Ach je, gute vier Jahrzehnte her, dass ich den Fackjugöhte lernen musste, und er hängt bis heute zwischen den Ohren. Man möge mir versuchen, lockdownend die Freuden des praktischen Erlebens dieses einst gepaukten Spazierganges zu nehmen, ich spiele da nicht mit, denn:

Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘s sein!

Wagt es nicht, zu versuchen, mich daran zu hindern!


Sonntag, 4. April 2021

Fußnoten zum Ostersonntag

 

Wenn Grundrechte zu Privilegien werden, wird Widerstand zur Pflicht.

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Heute hat nur irgend so ein komischer Wulpertinger Dienst, der aussieht wie ein Hase, aber bunte Eier legt und diese dann unter Büschen versteckt. Kann man verstehen, muss man nicht. Deshalb denke ich heute einfach mal überhaupt nicht darüber nach und mache Blogpause, bei einer zünftigen steirischen Osterjause* mit einer Flasche kräftigen Zweigelt. Oder zwei. Oder drei. Aber nicht mehr als vier.


*) für arme Unwissende: es handelt sich um in Tierform gegossene Brennwertbooster mit Fettrand. In etwa so:


Die Krenwurzen wird aber noch gerieben und die Palmkatzerl haben am Brett nichts verloren, aber der Rest passt schon; abgerundet mit einem herzhaften Käse und einem Zirbenschnaps als gelegentlicher Verdauungshilfe der ideale brunch, um es in Hipster zu sagen, für überzeugte Sekundärveganer und Menschen, die keinen Wert darauf legen, am Rest des Tages noch irgend welche feste Nahrung aufzunehmen oder Bewegungen auszuführen, die über das Eingießen und Austrinken von Weingläsern und das gelegentliche Schaffen neuen Platzes in der Blase hinausgehen.


Samstag, 3. April 2021

Fußnoten zum Ostersamstag

Wenn Grundrechte zu Privilegien werden, wird Widerstand zur Pflicht.

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Wer von jungen Menschen verlangt, dass sie für den Erhalt unserer freien Art zu leben mit der Waffe in der Hand ihr Leben geben, der kann auch erwarten, dass wir diesen jungen Menschen unsere freie Art zu leben selbst dann zugestehen, wenn sich Alte dadurch bedroht fühlen.

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Es ist die gemeinste Forderung an junge Menschen, die es gibt, ihnen den Genuss des Lebens für später zu empfehlen, wenn es doch gar nicht sicher ist, ob es überhaupt ein Später für sie gibt. Auch junge Menschen wissen nicht, ob sie den morgigen Tag erleben.

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Jeder Mensch soll jeden Tag seines Lebens so leben, als wäre es sein letzter, denn genau das kann er aus tausend Gründen sein. Das beinhaltet aber auch die Freiheit, es tun zu dürfen. Man verlangt von den Menschen, ein Gut zu opfern, von dem sie nicht wissen, ob sie es morgen noch besitzen.

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Einer noch, als Abschluss zum Vorigen: Jede Regierung sollte es sich gut überlegen, seinem Volk eine Nachdenkpause zu verordnen. Denn wenn das Volk beginnt nachzudenken, könnte dies der Anfang vom Ende dieses Machtgefüges sein.

In diesem Sinne allen Lesenden, aber auch den Träumenden, Fernsehenden, Fahrradfahrenden, Studierenden, Gassigehenden, Streitenden, Liebenden, Hassenden, Nichtsbegreifenden und sogar Antifaschistenden ein gesegnetes Osterfest!

(Und immer dran denken: Wer zu Ostern mit den Eiern spielt, hat zu Weihnachten eine Bescherung!)



Freitag, 2. April 2021

Fußnoten zum Karfreitag

 

Wenn Grundrechte zu Privilegien werden, wird Widerstand zur Pflicht.

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Es gibt tausende Arten, um zu sterben. Hunderte davon fördern wir gerade im hilflosen Versuch, eine davon in den Griff zu bekommen.

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Auch für das Leben gilt, dass Qualität wichtiger ist als Quantität.

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Dass alte Menschen sterben ist keine Strafe sondern eine Gesetzmäßigkeit. Wer seinen Seneca gelesen hat, der weiß ein Solches. Auch, dass das Leben nicht um jeden Preis zu erkaufen sei. Oder, um den alten Römer auch einmal wörtlich zu zitieren:

Wer den Tod ablehnt, lehnt das Leben ab. Denn das Leben ist uns nur mit der Auflage des Todes geschenkt: es ist sozusagen der Weg dorthin.“

Das heißt nicht, dass man tatenlos zuschaut, wenn jemand stirbt, aber es heißt, dass man nicht aus Angst vor dem Tod des Einen der Gesamtheit der Anderen das Leben raubt.


Donnerstag, 1. April 2021

Fußnoten zum Gründonnerstag

 

Wenn Grundrechte zu Privilegien werden, wird Widerstand zur Pflicht.

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Dass man in kaputten Zeiten lebt, merkt man daran, dass einem nichts mehr einfällt, um jemanden in den April zu schicken, weil es keinen Irrsinn mehr gibt, der nicht bereits Realität ist.

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Früher nannte man den Versuch, Leute mit Falschmeldungen zu verschaukeln „in den April schicken“ und praktizierte dies an einem Tag im Jahr. Heute nennt sich das „Faktencheck“ und „Qualitätsmedien“ und passiert täglich rund um die Uhr.

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Auch so ein Fall von „April! April!“: die „Osterruhe“. Ja, ihr NLP beherrschen sie, das muss man ihnen lassen!