„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Dienstag, 28. März 2017

Totalversagen



Das Totalversagen der deutschen Behörden war ja schon einige Male Thema hier. Besonders im Zusammenhang mit dieser Reportage von Shams Ul-Haq im „Focus“, die ich hier beschrieben habe. Da gab es diesen Punkt mit der mehrfachen Abnahme der Fingerabdrücke, die mal einfach verweigert und ausgetrickst wurde und dann zwar stattfand, aber zu keinerlei Wiedererkennen führte.

Da denkt man sich: He Leute, wir reden hier von Deutschland! Wenn es um Bürokratie und Technologie geht, kann man schon mal den Schweizern ihren Ricola-Spruch klauen: Wer hat‘s erfunden? Deutschland, das ist Perfektion, das ist bürokratischer Stempel-Orgasmus lebender Ärmelschoner, das ist technische Innovation, das ist das Zusammenspiel einer perfekt durchdokumentierten und mehrfach verifizierten Personenkontrollgesellschaft mit höchst effizienter Technologie.
Und dann wacht man auf und liest das.

„Die im vergangenen Jahr eingeführten Fingerabdruck-Terminals für neu eingereiste Asylbewerber haben nach Recherchen des WDR-Magazins "Westpol" technische Probleme. Ein knappes Drittel der registrierten Fingerabdrücke soll demnach unbrauchbar sein.“

Ja, das ist nun allermodernste Technik, sowas gibt es noch nicht so lange, das wissen wir ja, seit Merkel uns vor zwei Jahren klargemacht hat, dass es da so etwas ganz Neues wie Internet und so gibt – das ist natürlich technisch nicht allzu ausgereift. Vereinzelt soll es sogar Büros mit sogenannten Computern geben, das ist dieses Neusprech für elektronische Rechenmaschinen. Die funktionieren sogar ohne Röhren! Können aber von Beamten erst dann bedient werden, wenn eine gründliche Einschulung stattgefunden hat und die Höherqualifizierung mit einem saftigen Bezügesprung abgegolten wurde.

Meine Fresse, was ist denn das für ein Offenbarungseid?! Die Deutschen sind nicht in der Lage, mit einer Technik, wie sie in Firmen seit über einem Jahrzehnt als simple Türsicherung verwendet wird, Fingerabdrücke zu scannen? Können die wenigstens Fotos machen oder muss nach 24 Bildern der Film gewechselt werden? Haben die Kameras Blitzlicht oder müssen drei Hilfsbeamte mit Kerzen im richtigen Winkel Aufstellung nehmen, damit nicht ein Drittel der Bilder so unterbelichtet ist wie das ganze System?
Das kann man doch nur noch als Totalversagen klassifizieren. Oder man muss unterstellen, dass ganz bewusst irgendein Billigschrott angeschafft und von grenzdebilen Idioten bedient wurde, weil es nicht funktionieren soll.

„Die Bilder seien in etwa 30 Prozent der Fälle zu dunkel, verwischt oder lückenhaft.“

Werden in Germanien solche Hochtechnologien auch in der Medizin angewandt? Gibt es da auch ab und zu Schatten zum wegoperieren, wo einfach die Bildplatte etwas schwächelt, oder weiße Lücken über dem Lungenkrebs? Ein bisschen mehr Blutdruck hier, etwas weniger Fieber da – immerhin ist Messtechnik nie ganz fehlerfrei und, naja, was solls, sind ja nur 30 Prozent. Und Scannerbilder richtig zu belichten ist ja technisch fast unmöglich.
Zumindest in Deutschland.
Ich muss mir überlegen bei allfälligem Kneifen in den Innereien lieber nach Russland zur Behandlung zu fliegen, denn selbst die scheinen bessere Technik zu haben.

„Oliver Huth vom Bund Deutscher Kriminalbeamter sieht darin eine Gefahr im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus.“

Ich sehe darin eine Gefahr dagegen, nicht vom Rest der Welt schallend ausgelacht zu werden. Wegen Totalversagen. Dieses Land ist fertig. Hat gespielt wie Flasche leer.

„Zudem wisse man nicht, wann sich jemand wo aufgehalten habe.“

Nicht nur das. Die wissen nicht, wer da war, da ist, wieder weg ist, weg war und wieder da ist oder überhaupt existiert, wieviele Identitäten hat, woher kommt, wohin geht und was im Schilde führt. Die wissen gar nichts. Und die wollen (oder sollen…) es auch nicht wissen. Das ganze System ist kollabiert und steht splitterfasernackert da, mit einem Feigenblatt mit Dackelgesicht, das voller Inbrunst tönt, man wisse über alles und jeden Bescheid, aber dahinter ist einfach nichts mehr. Gar nichts.

Montag, 27. März 2017

Schutzerflehende



Wie stellt man sich in einem idealisierten Weltbild Schutzerflehende vor?
Arme Geflüchtete, die alles verloren haben und außer Verzweiflung nur Hoffnung im Herzen tragen, irgendwo eine helfende Hand, ein schützendes Dach und eine Chance zu bekommen, sich wieder auf die eigenen Füße zu stellen.
Aber wie das so ist mit idealisierten Bildern, muss man lange suchen, bis man mal das eine Beispiel vor den Vorhang zerren kann, der die üble Realität verdecken soll, das als Paradebeispiel den Eindruck zu schaffen missbraucht wird, es wäre eh alles so, wie man es sich erträumt. Derweil brodelt es hinter dem Vorhang, denn die Beispiele, die beweisen, dass die Realität nichts mit dem Wunschdenken zu tun hat, sind Legion und der Vorhang schafft es nicht, das Gewühl zu verstecken.

Und so ist es auch heute wieder eine besonders kreative Dankbarkeitsbezeugung verzweifelter Geflüchteter, die nur rein zufällig wie der Gewaltausbruch krimineller Armleuchter aussieht, die genau gar nichts in unserem Land verloren haben und von dem Status hilfsbedürftiger Kriegsgeflüchteter so weit entfernt sind wie man sich nur vorstellen kann, die die Medien beschäftigen.

Es handelt sich ja, so viel sei verraten, um Marokkaner, also Einwohner eines friedlichen Landes in Nordafrika, in dem nicht nur Industriebertriebe wie Renault Tanger Méditerranée tausende fleißige Menschen beschäftigen sondern auch zehntausende Touristen das sorglose Leben genießen können. Die Frage, vor was die „geflüchtet“ sein könnten außer den miesen Zuständen in den dortigen Gefängnissen, in die sie scheinbar hineingehören, beantwortet sich damit von selbst. Das Asylbegehr solcher Leute ist in einem System mit einigermaßen Vernunftsteuerung innerhalb 48 Stunden entschieden und der Rücktransport gebucht.

Aber bevor wir zum Geschehen kommen, bitte kurz über Folgendes nachdenken:
Was auf „OE24“ als „Gruppenschlägerei“ bezeichnet wird, nennt sich im „Kurier“ „Rauferei“. Man nehme bitte diese beiden Begriffe uns denke vor dem Weiterlesen kurz darüber nach, welches Bild mit diesen Begriffen vermittelt wird. Genau, zwei Gruppen junger Männer irgendwo vor der Disco oder am Bahnhof, vielleicht ein bisschen alkoholgelockert, geraten aneinander. Gruppendynamik eben. Und Rauferei, das kennen wir ja noch vom Schulhof, da wird etwas gerangelt, gerempelt, eine Schelle ausgeteilt oder mal einer in den Schwitzkasten genommen, bis er blökt, dass es genug ist.

Doch dann erfahren wir, dass die „Gruppen“ erst durch das entstanden, was man als „Rauferei“ euphemisiert, bei der zumindest ich altmodischerweise nicht an das Eintreten auf am Boden liegende Verletzte oder das Zerschlagen von Glasflaschen im Gesicht junger Frauen denke. Aber da bin ich alter weißer Sack wahrscheinlich von der neuen Buntheit unserer Gesellschaft abgehängt worden. Scheinbar geht es den Redakteuren und Redakteusen der Qualitätsmedien ähnlich, da ihnen offensichtlich die richtigen Worte fehlen, um das zu beschreiben, was als neue multikulturelle Bereicherung unseren Alltag prägt und deshalb auf Begriffe zurückgreifen müssen, die zwar falsche Bilder vermitteln, aber dem Geschehen am Nächsten kommen.

Doch schauen wir uns mal das Geschehen an, wie es im „Kurier“ beschrieben steht:

„Ein 36-jähriger Marokkaner hatte einen 31-jährigen Tiroler angegriffen und ihn mit einer abgebrochenen Glasflasche bedroht, teilte die Polizei mit. Ein zweiter Marokkaner mischte sich ein und ging gleichfalls auf das Opfer los.“

Die übliche Dynamik des Geschehens, wenn man sich mit einem Kriminellen anlegt. Es erinnert (oje, wieder der Verhaltismus) an den inzwischen zum Alltag in Berlin und auch anderen Großstädten in Mitteleuropa gehörenden aggressiven Verkaufsstil nordafrikanischer Drogendealer, die in der U-Bahn, am Alex und rund ums Kottbuser Tor ihren Dreck verticken, und wer ihnen nichts abkaufen will, der bekommt schon mal einen Stiefel ins Gesicht. Dass dann der Polizei gegenüber sofort in die Opferrolle verfallen wird und die Täter behaupten, sie wären rassistisch beleidigt worden und hätten sich nur deswegen „gewehrt“, ist vorhersehbar. Da sie im Rudel autreten, gibt es natürlich „Zeugen“ dafür – die Täter-Opfer-Umkehr funktioniert da oft sehr gut.

„Eine Frau, die dem Mann zu Hilfe kommen wollten, wurde ebenfalls verletzt.“

Hut ab für den Mut! Es wäre ihr wahrscheinlich besser ergangen mit mehr Erfahrung in Selbstverteidigung und einer brauchbaren Waffe, und damit meine ich nicht, liebe pazifistische Jaulautomaten eine im Handtäschchen zusammengefaltete AK47, sondern es genügt oft schon eine Sprühdose mit Pepperonipulver, ein gut geladener Elektroschocker oder ähnliche Verteidigungsmittel. Aber das verbietet ja das Gesetz, das irgendwelche Leute irgendwelche Verteidigungsmittel mitführen dürfen und sich wehren können. Es gilt das Gewaltmonopol des Staates, übrigens des gleichen Staates, der erst dafür gesorgt hat, dass solch kriminelles Gelichter unbehelligt während fahrlässig jahrelang verschleppter Asylverfahren oder sogar nach mehrmaliger theoretischer Ausweisung sein Unwesen treiben kann und dabei auch noch versorgt wird, anstatt seine Bevölkerung davor zu schützen.

„Als die beiden Marokkaner auf den am Boden liegenden 31-Jährigen eintraten, eilte die 26-jährige Frau dem Tiroler zu Hilfe und wurde dabei durch Tritte verletzt, berichtete die Exekutive. Ein weiterer herbeigeeilter Mann versprühte schließlich Pfefferspray, woraufhin die beiden Angreifer flüchteten.“

Na hoffentlich wird es nicht allzu teuer, sowas überhaupt dabeigehabt zu haben. Es zeigt aber die Wirksamkeit solcher Mittelchen. Wer weiß, wie oft und fest die beiden Armleuchter noch auf ihre Opfer eingetreten hätten, oder, um es mit der Qualitätspresse zu sagen, sich mit ihnen „gerauft“ hätten.

„Der 36-Jährige habe dabei noch eine Glasflasche in das Gesicht einer 28-jährigen Frau geworfen und damit auch sie verletzt.“

Komisch, die tauchte bei dem Handgemenge eben gar nicht auf, stand also wahrscheinlich beim Abhauen einfach so im Weg, und wenn man schon eine abgebrochene Glasflasche zu entsorgen hat, dann schmeißt man sie einfach in das Gesicht einer blöd herumstehenden Kuffarschlampe. Genau so dokumentiert man seine Dankbarkeit für Kost und Logis in einem Land, in dem man Schutz erfleht.

„Die beiden Flüchtenden wurden von weiteren Anwesenden verfolgt.“

Hahaha, sind also doch „Flüchtlinge“. Nur anders, als unsere Gutlöcher sich das zurechtlügen. Die Tiroler Antifa wird wohl schon einen Aktionsplan schmieden, wie in Zukunft vermieden werden kann, dass rassistische Österreicher arme traumatisierte Nordafrikaner durch den Stadtpark hetzen, nur weil den schutzerflehenden Engelchen der Heiligenschein kurz etwas verrutscht ist und sei eine kleine Rauferei hatten.

 „Der 36-Jährige konnte schließlich noch im Park festgenommen werden. Die Polizei fand in seiner Hosentasche eine geringe Menge Suchtmittel.“

Ist ja kein Wunder. Als armer kleiner Stadtparkdealer muss man ja etwas zum Verkaufen dabei haben und außerdem ist die ständige Präsenz rassistischer islamophober schweinefleischfressender Kuffar auch kaum anders als im zugedröhnten Zustand zu ertragen. Dass es immer wieder Marokkaner, Algerier und auch Nigerianer und Eritreer sind, die bei der illegalen Versorgung der Jugend mit Spaßmachern überrepräsentiert auffallen, muss daran liegen, dass es sich um besonders lebensfrohe und dankbare Verteter ihrer Völker handelt, die ihre übergroße Dankbarkeit eben dadurch ausdrücken wollen, dass sie den Jungs Spaßmacher verkaufen und den Mädels zwischen die Beine greifen. Oder ihnen, weil sie durstig aussehen, etwas zum trinken spedieren, was dann von den Rassisten gleich wieder als Wurf einer Glasflasche ins Gesicht missinterpretiert wird.

„Dem zweiten Marokkaner gelang die Flucht. Die drei Verletzten wurden in die Innsbrucker Klinik gebracht. Die genauen Umstände zum Tathergang seien noch Gegenstand von Ermittlungen, hieß es.“

Wie genau müssen die Umstände ermittelt werden? Es gibt keinen  Grund, auf am Boden Liegende einzutreten oder Glasflaschen in Gesichter zu schlagen oder Leute auf Bahngleise zu drücken oder Treppen hinunterzutreten oder mit Messern um sich zu stechen oder Drogen zu verticken oder Frauen und Kinder sexuell zu belästigen oder Schlägereien auf Bahnhöfen, in Zügen, in Bussen, in Einkaufszentren oder einfach so auf offener Straße zu beginnen. Aber es gibt tausende Gründe, und jeden Tag werden es mehr, kriminelles Gesindel aus dem Land zu werfen. Wir haben nämlich selbst genug davon, das reicht.

Goldschätzchen



Hilfesuchende, schutzerflehende Geflüchtete bitten dankbarst um Brosamen und zeigen ihre Dankbarkeit halt so, wie sie es gewohnt sind. Der deutsche Staat hat es scheinbar verabsäumt, in einer klaren und motivierenden Werteschulung die Irrtümer aufzuklären, nach denen unsere Goldschätzchen wirklich glauben, wir würden es begeistert als Dankbarkeitsgeste aufnehmen, wenn man unseren Töchtern zwischen die Füße greift, sie antanzt und verprügelt und ihre Handys klaut, sie Treppen hinuntertritt oder Männer nach der Arbeit auf die S-Bahn-Gleise prügelt, Drogen vertickt, Messerstechereien abliefert.
Dabei könnte eine Werteschulung so kurz sein; einfach eine winzige Belehrungseinheit („Benimm dich oder du fliegst raus!“) gepaart mit der sofortigen Umsetzung der Ankündigung, sollte einer der Humangeschenke glauben, er wüsste es besser.

Aber, ist das Problem wirklich, dass es eine massive Steigerung bei der „Flüchtlingskriminalität“ gibt? Oder ist das wirkliche, erschreckende Problem nicht eher, dass selbst bei Vorliegen eindeutiger Beweise und Polizeiberichte die Medien selektiv berichten und die Daten sogar offen verdrehen?

Und wieder muss ich meine Standard-Empfehlung loswerden: Liebe Lügenpresse, wenn ihr nicht Lügenpresse genannt werden wollt, dann hört doch einfach auf zu lügen und nehmt euch mal ein Beispiel an Bloggern wie Tichy.

Sonntag, 26. März 2017

Trefferquoten



Treffer sind der Medien Sache nicht in letzter Zeit.
Clinton wird garantiert Präsidentin und die Briten lehnen fulminant den Brexit ab. Die NPD wird verboten und die Gottkanzlerpartei surft auf dem Hype des Messias aus Würselen in ungeahnte Höhen und gewinnt überall massenhaft Stimmen dazu.
Fragt sich nur auf welchem Planeten.
Zumindest muss es einer ohne Saarland sein.

Rot-Rot-Grün geht sich nicht aus, weil Grün rausgeflogen ist (ein Trend, auf den ich in Zukunft eher wetten würde als auf den Schulz-Hype). Das könnte sich auch bundesweit ausgehen und die Dolmentruppe arbeitet auch zielstrebig darauf hin.

Merkel wird es freuen. Die Zeichen stehen auf Zustimmung für CDU.
Die SPD muss zur Kenntnis nehmen, dass die Schulzvergötterung in ihrer Filterblase sich nicht auf die breite Öffentlichkeit überträgt. Die Saarländer haben eher auf Lokalpolitik gesetzt als auf Bundes-Effekte. Wem nützt Schulz, wenn er nicht einmal zur Wahl steht? Die Roten sind sowas von verzweifelt, so richtig in Panik. Die erwarten wirklich, dass Schulz allein das Klima und alle Eisbären rettet und nur durch seine Dampfplauderei die Massen bei jeder Wahl, bei der er selbst gar nicht zur Wahl steht, Horden begeistert kreischender Cheerleader zu den Urnen strömen und orgiastisch SPD wählen lässt. Die hebt es komplett mental aus den Latschen. Selbst das kleine Minus lassen sie ihr Maasmännchen schönreden, indem er erklärbärt, dass ohne Schulz halt sonst das Minus größer gewesen wäre.

Die einzige wirkliche Beruhigungspille: Landtagswahlen sind eben keine Bundestagswahlen und das Saarland ist nicht gerade ein politisches Schwergewicht.

GRAS rauchen



Am Sessel von Eva Glawischnigg, der alternativlosen Königin der Melonen, sind verdächtige Geräusche zu hören. Feine Späne rieseln. Die Jungen Grünen unter ihrer neuen Chefin Flora Petrik proben den Zwergenaufstand und versuchen Glawischniggs brave Pudeltruppe von der GRAS in der Pfeife zu rauchen.

Genau die Flora Petrik, deren Inauguration als neue Lichtgestalt der Jungen Grünen mir bereits im Januar eine genauere Betrachtung wert war, vor Allem das geradezu geniale Programm, aus dem eines glasklar hervorgeht: Die sogenannten „Jungen Grünen“ sind eine stramm kommunistische und sonst gar nichts Organisation. Null Umweltkompetenz und ein paar Blablaklimasprüche, der Rest ist ultramarxistischer biologisch abbaubarer Kaugummi, der in die hinterletzte linke Ecke geklebt wurde. Die überholen selbst die Junge KPÖ noch auf der linken Spur.

Da das Programm der Grünen selbst um keinen Deut weniger ultralinks ist, werden es wohl kaum inhaltliche ideologische Knackpunkte sein, um die es geht. Es sieht eher nach einem internen Machtkampf aus, der unweigerlich kommen muss, wenn man einerseits den Anspruch erhebt, eine progressive direktdemokratische Aufbruchsbewegung zu sein und andererseits zu einer verknöcherten pfründeorientierten verbotsgeilen Gouvernantentruppe degeneriert- Da zerreißt es irgendwann gerade im Bereich der Jugend, die das Ganze noch etwas unverkrampfter sieht, das Ganze zwischen Anspruch und Realität. Und es kommt wie jetzt zum Füllenaufstand. Und die Mutterstute beißt zurück.

Vielleicht aber ist es auch nur ein geschicktes Ausspielen dieser Gegensätze durch eine machtbewusste, aus dem Parteiadel selbst ausgewachsene Jungkraft, die sich anschickt, dem sinkenden Stern der sich an ihren Sessel klammernden Ober-Eva einen zusätzlichen Tritt zu verpassen, um den Abgang zu beschleunigen und sich selbst für den Thron zu qualifizieren. Es riecht nach Intrigantenstadel.

Die Grünen, immer wieder mit dem unhaltbaren Anspruch auftretend, die progressive Kraft des Intellektuellen darzustellen, sind intern ein genauso von Machtkämpfen zerfressener intriganter Sauhaufen wie die anderen Parteien auch, besonders die Roten. Im Gegensatz zu den Blauen, in die seit Hofers Fast-Wahl von außen ständig irgendwelche Streitereien hineingeschrieben werden, von denen man außer der bloßen Behauptung nichts erkennen kann, findet es nämlich intern bei den Wiener wie bei den Grazer Roten ebenso wie bei den Bundesgrünen und den Schwarzen sowieso hinter den Kulissen ordentlich rund. Und so bleibt für mich der Verdacht, es auch hier nur mit einem internen Nachwuchs-Machtkampf zu tun zu haben, an dessen Ende entweder das junge Fräulein aufwärts strebt oder mit der Parteijugend eine eigene Partei gründet, die der Altpartei die notwendige junge Basis abgräbt und sie pulverisiert.

Wenn es nach mir geht: Ich wünsche der machtbewussten Jungkommunistin viel Erfolg mit ihrer neune Partei, also etwa drei Prozent oder so, und dass sie damit die Altpartei noch um ein halbes Prozent überholt. Je weiter unten die sich streiten, umso weniger Schaden können sie anrichten.