„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Montag, 22. Oktober 2018

Der Weg zurück ins Mittelalter

von LePenseur


... wird mit Begeisterung gerade von den angeblich »fortschrittlichen« Kräften der Gesellschaft beschritten. Unter obigem Titel hat der ehemalige ÖVP-Nationalratsabgeordnete und Rechtsanwalt Dr. Georg Vetter einen kurzen Artikel auf Ortner-Online veröffentlicht, bei dem einfach jedes Wort stimmt (und manches Wort leider ungesagt blieb):
NEOS-Vorsitzende Beate Meinl-Reisinger meinte in der „Pressestunde“ zum Thema „Hass im Netz“, dass man auch über die Beweiswürdigung reden müsse, wobei man bald mit der Unschuldsvermutung in Konflikt geraten würde. In diesem Zusammenhang verwies sie auf Staatssekretärin Edtstadler, die eine mögliche Verfassungsänderung in Sachen Unschuldsvermutung ins Spiel gebracht habe.

Von der Kleinigkeit abgesehen, dass hier Beweiswürdigung und Beweislast offensichtlich verwechselt wurden, lässt sich die anlassgebende Justizgeschichte um die ehemalige Nationalratsabgeordnete Sigrid Maurer wie folgt zusammenfassen:
 Leseempfehlung!

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P.S.: jenes Wort, das LePenseur am meisten abgeht, hat der kundige Anwalt Vetter aus rechtlichen Gründen wohlweislich unterlassen, weshalb es LePenseur hier nachliefert:

»Seids es deppat?!«

... und das auch gerne in Pink.


Nächste Stufe

Die roten Klassenkämpfer zünden die nächste Stufe ihres Marschflugkörpers, mit dem sie die gehasste (weil selbst nicht daran beteiligte) Regierung sprengen möchten: Man schädigt massiv die Wirtschaft, indem man vollkommen abgehobene Tarifforderungen erhebt und bei nicht sofortigem Nachgeben harten Klassenkampf ankündigt. Das Ziel ist eine Streikwelle und wirtschaftliche Einbrüche, die den Staat und damit alle Steuerzahler schwer schädigen, aber lachend in Kauf genommen werden, um politische Wahlkampfmunition zu haben. Man bohrt dem Gegner im Rennen bei Nacht und Nebel den Tank an um lästern zu können, wenn er das Ziel nicht erreicht. Sollten Menschen dadurch zu Schaden kommen, kann man sogar noch plärren, das wäre allein Schuld des anderen. Typisch linke Silberstein-Taktik.

Denn links arbeitet immer nach dem gleichen Schema: Es wird eine Forderung gestellt, und wenn die Gegenseite diese Forderung nicht zu hundert Prozent erfüllt, ist sie selbst schuld, wenn sie einen Schaden erleidet. Nennt sich Mafia-Strategie. Forderung: die Gegenseite muss die linke Posrition zur Migration übernehmen. Wenn nicht, ist sie selbst schuld, wenn ihre Büros von progressiven Humanisten verwüstet und/oder angezündet werden, Radmuttern gelöst, Autos abgefackelt oder Häuser mit Hakenkreuzen beschmiert. Der Teil der Welt, der nicht so tickt wie sie, ist selbst schuld, wenn er terrorisiert wird. Djihadismus in Reinkultur.

Wie läuft es also in Österreich, wenn die tiefrot durchgefärbte Gewerkschaft Parteipolitik für die SPÖ macht? Man setzt sich zu Tarifverhandlungen der Metallindustrie zusammen. Die Arbeitgeberseite bietet garantiert die Inflationsabdeckung plus ein zu verhandelnder Aufschlag. Die Gewerkschaft fordert aus dem Stand fünf Prozent ohne weitere Verhandlungsmöglichkeit. Die Arbeitgeber bestehen darauf, erstmal zu verhandeln. Die Gewerkschafter lassen die Tarifrunde sofort platzen und gehen unter Androhung massiver Kampfmaßnahmen, die sie bereits vor dem avisierten zweiten Verhandlungstermin durchdrücken wollen. Und geben die Schuld selbstverständlich den verstockten Unternehmern, die nicht sofort untertänigst jede Forderung der Linken erfüllen.

Die Industrie fährt satte Gewinne ein, die Auftragsbücher sind voll“, pauschalisieren die Gewerkschaftsbonzen, wohl wissend, dass diese Pauschalisierung eine glatte Lüge ist, denn es gibt nicht „die Industrie“ sondern einige Unternehmen, die vor Aufträgen geradezu platzen und einige, die ums Überleben am globalen Markt kämpfen müssen. Aber Kollateralschäden, auch zusätzliche Arbeitslose nach Firmenpleiten, stören die Bonzen nicht, ganz im Gegenteil: je mehr Elend in der Wirtschaft herrscht, umso fetter sind die Wiesen für klassenkämpferische Scharfmacher.

„„Wir haben heute einen fairen Vorschlag vorgelegt und sind bereit, die Löhne und Gehälter in unserer Branche in jedem Fall über der Inflation zu erhöhen. Und wir haben intensiv über Möglichkeiten im Rahmenrecht diskutiert. Die Gewerkschaften haben unser Angebot trotzdem zur Gänze abgelehnt und legen es offenbar ausschließlich darauf an, eine öffentlichkeitswirksame Kampagne umzusetzen“, kritisiert die Arbeitgeberseite.“

Tja, gib ihnen den kleinen Finger, und sie wollen dir den Arm ausreißen. Das nächste Mal Grundgebot 0,1%, damit sie es als Erfolg feiern können, überhaupt die Inflation abgedeckt zu haben. Die übrigens auch daher kommt, dass Löhne und Gehälter steigen. Die Lohnerhöhung von heute ist die Preiserhöhung von morgen.

Wir waren heute abschlussbereit. Niemand, der auch nur ansatzweise Wirtschaft versteht, kann nachvollziehen, warum die Gewerkschaften alle Vorschläge blockieren.“

Jemand, der auch nur ansatzweise Politik und linke Strategien versteht, weiß, dass die Verhandlungen bereits im Moment der Eröffnung gescheitert waren, weil das Scheitern von gewerkschaftlicher Seite ganz offensichtlich bereits geplant war. Die Tarifverhandlungen sind ein Schlachtfeld des Klassenkampfes der Roten gegen Türkis-Blau. Unter einem Kanzler Kern wäre das streichelweich verlaufen und trotzdem als großer Sieg der Gewerkschaften verkauft worden, aber hier geht es gegen alles, dem die linken Propagandisten den Stempel „neoliberal“ aufdrücken. Das Scheitern der Verhandlungen wird man wieder Kurz umhängen und dem angeblichen Arbeiterverrat der FPÖ.
Wann begreifen die Arbeitgebervertreter endlich, dass man gewerkschaftlichen Scharfmachern nicht mit sachlichen Angeboten und vor Allem nicht mit gutem Willen und Nachgiebigkeit begegnen kann? Denen geht es nämlich offensichtlich nicht eine Sekunde um Arbeitsplätze und deren Erhalt oder darum, was der einzelne Arbeiter wirklich im Sackerl hat, sondern nur um politische Positionierung und persönlichen Vorteil. Arbeitgeber sehen Gewerkschafter als Verhandlungspartner um eine Tarifregelung, Gewerkschafter sehen Arbeitgeber als Todfeinde, die sie nur dann schonen, wenn ein Scheitern der eigenen Partei schaden könnte; wenn das Scheitern dem Gegner schaden könnte, nehmen sie es nicht nur in Kauf sondern planen es fest ein.

Sonntag, 21. Oktober 2018

Nepper, Schlepper, Bauernfänger

Ich muss meine Meinung revidieren, dass abgehobene Politkasten wie die Seehofer-Gang an der Spitze der CSU nicht mehr das Ohr am Volk hätten. Sie haben. Sie hören. Sie reagieren.
Aber nicht etwa, indem sie auf die Begehrlichkeiten des Pöbels eingehen. Oder die angeblichen Lügen der rechtspopulistischen Wutrattenfänger argumentativ entlarven. Geht ja auch nicht, denn die Wahrheit lässt sich zwar durch freche Behauptung zur Lüge erklären (ebenso wie ein putziger kleiner Linkstroll bei LePenseur seit Wochen versucht, täglich Lügen als Wahrheit zu verkaufen, indem er einfach irgendwas behauptet, von dem er genau gar nichts beweisen kann), aber nicht durch Argumente als Lüge entlarven. Nein, sie reagieren, indem sie einfach weitermachen, aber das zumindest vor der Wahl vertuschen.

So konnte Merkels bajuwarisches Kuschelkätzchen, das gerne den Bonsai-Tiger spielt und doch immer schnurrend zu Füßen (oder auch bis zum Flohband im voluminösen Hintern) seiner Herrin endet, den Bayern vor der Wahl den Eindruck vermitteln, dass der mit Chartermaschinen nach Erding eingeflogene Nachschub an Menschengeschenken (über den inzwischen sogar die Süddeutsche berichtet und dessen Existenz noch bis vor Kurzem als rechtspopulistische Lügenpropaganda bezeichnet wurde, wie inzwischen sehr viel, was sich hinterher als wahr herausstellt) von ihm mutig beendet wurde. Der Anblick täglich eingeflogener Hundertschaften Merkelgäste hätte den einen oder anderen Wähler ja ausländerfeindlichen Bösmenschen in die Arme treiben können. Wurde nicht einmal kolportiert, Terroristen würden lieber den Flieger nehmen als zu Fuß einzuwandern? Diese Aussage klingt ganz anders, wenn man sich diesen Charterverkehr anschaut. In den letzten 1 ½ Jahren immerhin 11.000 Eingeflogene. Wohlgemerkt, nur über München, und Deutschland hat wahrlich noch mehr Flughäfen.

Aber nur einen Tag nach der Wahl, keine 24 Stunden nach Schließen der Wahllokale, als es eh schon wurscht war, was der Pöbel angekreuzt hat, setzte der Charterverkehr mit Direktflügen des Familiennnachzuges der Austauschbürger über München in vollem Umfang wieder ein. 177 Leute.

Aber das wirklich Bezeichnende ist das Verständnis von Demokratie und Information der Wähler; die der AfD gerne vollmundig und ohne jeden Beweis Manipulation der Fakten vorwerfenden Propagandatrompeten haben hier nämlich gezeigt, was wahre Hüter der Demokratie und Freiheit so darunter verstehen: bewusste Täuschung, bewusstes Verstecken und Verschweigen, bewusstes Lügen gegenüber den Wählern, brav und ohne jeden Zweifel von den Systemmedien getragen. Die Einzigen, die hinterfragten und, seltsamerweise mal wieder, die Wahrheit (aka „rechtspopulistische Lüge“) erkannten, waren böse rechte Medien und Online-Plattformen, die nicht am Tropf von Presseförderungen oder Regierungsinseraten hängen. Systempresse wie die „Süddeutsche“, die noch wenige Tage vorher jedes „von rechts gestreute Gerücht“ als Lüge abstempelten, warteten brav bis zum Tag nach der Wahl, um sich jetzt, wo die Fakten für jeden offen sichtbar sind, als die tollen Berichterstatter zu gerieren.
Nepper, Schlepper, Bauernfänger – und die wollen dem Rest der Welt Demokratie erklären. Was für eine Schmiere.

Samstag, 20. Oktober 2018

Hilfe! Der gutmenschliche Rinderwahnsinn bricht wieder aus!

von LePenseur



Heute titeln die Salzburger Nachrichten in Balkenlettern:

Wer Europa schützen will, muss Afrika retten

Warum die Festung Europa ohne radikale Änderung der Afrikapolitik wie eine Sandburg in der Sonne zerbröseln wird. 
Meint wenigstens Manfred Perterer, Chefredakteur besagten angeblichen »Qualitätsblattes«. Aha, eh klar! Und warum, wenn man fragen darf ...?

Vielleicht sollte man dem Chefredakteur die regelmäßige Lektüre des LePenseur-Blogs empfehlen, denn da hätte er bspw. anhand dieses Bildes:


... die Absurdität seiner Postulate augenscheinlich vorgeführt bekommen. Aber vermutlich gehört der gute Mann zur Sorte derer, die am liebsten ihre Augen vor der Realität verschließen ...

Nein, Herr Perterer! Nicht wir müssen Afrika retten — warum sollten wir das auch tun (selbst wenn wir's könnten)? Wir haben jahrzehntelang Milliarden dorthin geschaufelt, mit dem Effekt, daß wir sie zielführender in den Marianengraben hätten kippen können. Dort lägen die Milliarden kilometertief in eiskaltem Wasser sinnlos herum. In Afrika haben unsere Entwicklungshilfe-Anstrengungen nur zu einer Bevölkerungsexplosion geführt, die uns jetzt bedroht (und nicht nur uns – aber halt uns zuerst). Im Gegenzug: gebracht haben all die Anstrengungen und Gelder so gut wie nichts. Oder, halt – mit Ausnahme der Bankkonten von ein paar Potentaten (samt Familien & Günstlingen), die damit befüllt qurden.

Halten Sie das für besonders klug? Ich nicht. Wenn ich einen Bettler jahrzehntelang unterstütze, um ihm auf die Beine zu helfen, und dann erkennen muß, daß er mein Geld verjubelt hat, dafür aus Jux und Tollerei jede Menge Sprößlinge zusammengefickt hat, die stolz in seine Fußstapfen treten, und ... nichts tun, weil sie dazu auch intelligenz- und bildungsmäßig völlig ungeeignet sind: sorry, aber dann endet irgendwann jeglicher moralischer Appell, und weitere Unterstützung wäre schlicht idiotisch.

Nein, Herr Chefredakteur: die gesicherte EU-Außengrenze ist kein 100%iger Schutz. Aber auch eine versperrte Garage ist kein100%iger Schutz vor Autodiebstahl — trotzdem bin ich bspw. in Berlin gut beraten, einen Porsche oder Maserati nicht unter der Laterne zu parken, sondern in einer gesicherten Garage. 

Das Beispiel Australiens macht uns nämlich sicher: wer »Flüchtlinge« konsequent wieder in ihre Herkunftslänger zurückschiebt, zu dem kommen auch eklatant weniger! Weil auch »Flüchtlinge« sich (bei all ihren Bildungsdefiziten) ausrechnen können, daß eine verjuxte Schlepperprämie eine teure Fehlinvestition war.

Und noch etwas: jede moralinsaure Erpressung von wegen, Afrika sei durch die pöhsen europäischen Kolonialmächte ausgebeutet worden, und diese daher heute verpflichtet ... bla, bla, bla ... geschenkt! Das einzige, was Afrika bis heute an (noch!) funktionierender Infrastruktur hat, verdankt es uns, den Europäern (oder in den letzten Jahren den Chinesen, die dafür Rohstoffe und Billigarbeit bekommen). Warum sollten dann wir so blöd sein, edelmütig die Konkurrenz zu füttern? Meine Schwiegermutter, eine patente Person und mit beiden Beinen im Leben stehend, pflegte in derlei Fällen zu sagen: »Zu gut ist halb deppert!«

Wer aber meint, daß er um Europa zu schützen, erst Afrika retten müsse, der darf sich nicht wundern, wenn man ihn nicht nur für halb, sondern gleich für ganz deppert hält ...


Da Präsi

Die erste Geldquelle für die Weiterversorgung des Herrn Kern wurde endlich gefunden. Die SPÖ atmet auf, denn der schwierige Spagat ist gelungen: Man hat den Selbstdarsteller behutsam auf eine andere Bühne geschoben, wo er als Große Diva die bedeutsamen Monologe halten kann, und ihm trotzdem das Gefühl gegeben, immer der Mächtigste zu sein, über dem es keine Instanz als Gott gibt. (Kern beim Papst: „Du, lass uns über unseren Chef reden...“)

Und so findet sich Kern plötzlich als Herr Präsident eines Lobbyisten-Vereines wieder, dessen hauptsächliche Aufgabe sehr wahrscheinlich darin besteht, Österreich in China zu promoten (was die Wahl Kerns mutig macht, denn der promotet eigentlich nur sich selbst) und die unweigerlich beim Zustandekommen wirtschaftlicher Verknüpfungen fließenden Korrup…, äh, Gefällig…, nein, wie nennt man das am besten… sagen wir mal freundschaftlichen Zuwendungen in die richtigen Taschen und Kanäle leitet.

Wenn Austria too small is und man hinterher nicht mehr weiß, wos sei Leistung woar, weil auch keine erbracht wurde, dann ist man in einem Lobbyverein. Am besten Präsident. Kern reiht sich ein in die Phalanx jener, die, sagen wir mal so, ihre durch demokratische Fehlentscheidungen des Wahlpöbels verursachte Arbeitslosigkeit durch Dummschwätzer- und Wichtigtuer-Jobs auf Kosten der Allgemeinheit bekämpfen müssen. Dafür ist er als studierter Dummschwätzer ja auch prädestiniert. Aber für einen Job, bei dem wirkliche Leistungen gefragt sind und nicht nur blödes Grinsen von Hochglanzprospekten, wichtigtuerische Vorworte und gratis First-Class-Flüge, Slimfit-Hemden und Arbeitsessen, fehlt diesen Gestalten nun mal jegliche Qualifikation.

Die Riege seiner Vereinsuntertanen sieht auch bemerkenswert aus.
Wenn es um Geld und Wichtigtuerei geht, fallen alle Parteigrenzen und die, die sich im Wahlkampf, also bei der organisierten und von diesem auch noch selbst finanzierten Pöbelverscheißerung, als unversöhnliche Feinde polemisch anrotzen bis Hirnblutungen einsetzen, sitzen plötzlich friedlich nebeneinander am Futtertrog und schieben sich die fetten Häppchen zu.
Da findet sich ein Norbert Hofer, seines Zeichens anscheinend nicht ausreichend ausgelasteter Verkehrs- und Infrastrukturminister, als Vizepräsident. Der böse ultrarechte Kornblumen-Hofer, in der linken Filterblase der Vorzeige Salon-Nazi, als Kollege und Stellvertreter des selbstgefühlt wichtigsten Sozialisten aller Zeiten, das hat was. Und dann auch noch wieder mal nur der Zweite, der arme Nobby.

Und dazu als Sahnehäubchen die Neos-Kreissäge Meinl-Reisinger. Was für ein Trio! Hand aufs Herz, wer kann sich die drei als kollegiales Team vorstellen? Naja, ich schon. Nein, ganz ehrlich! Wenn man einmal zu der Überzeugung gekommen ist, dass die nur Schauspieler sind, die auf der Bühne großes Theater veranstalten und sich die Rollen vom Kasperl über den Polizisten bis zum Krokodil aufteilen, um nach der Vorstellung gemütlich in der Kantine einen Spargel essen zu gehen, dann wundert einen gar nichts mehr. Die prosten sich mit Prosecco zu und kriegen sich nicht mehr ein vor Lachen über die Dumpfbacken, von denen sie gewählt werden und die ihnen Spargel und Schampus bezahlen.

Ach ja: Die JoyPam tut mir fast schon leid. Nachdem alle Versorgungsmöglichkeiten von Siemens über Novomatic bis Gazprom schon von anderen gefüllt wurden, Energie und Bahn nichts mehr frei haben, auch die UNO schon einen Pflegefall übernommen hat und jetzt extra ein gewichtiger Verein gegründet wird, um einen abgehalfterten Politiker irgendwie zu versorgen, bleibt ihr nach dem nächsten Wahldebakel und ihrem folgenden Abgang nur mehr die Hoffnung, dass bis dahin das AKH Nord fertig ist und sie einen Voerstandsposten dort abgreifen kann, sonst wird es eng mit der Versorgung.

Freitag, 19. Oktober 2018

Kinder der Köterrasse

Ein kleines Schmankerl aus Merkelstan, das einmal mehr verdeutlicht, dass die wahren Kosten der multikulturellen Bereicherung in allen möglichen und unmöglichen Verstecken versickern und dass der Irrsinn, der zwangsläufig Begleiterscheinung jeder politischen Hysterie ist, in Deutschland inzwischen exorbitante Ausmaße angenommen hat.

Die Nachmittagsbetreuung einer Münchner Grundschule schmeißt jetzt offenbar hin, obwohl immer mehr Eltern ihre Kinder dort anmelden. Was auf den ersten Blick nach einem Erfolg klingt hat nämlich fatale Folgen für die Erzieherinnen: der prozentuelle Anteil der auf Befehl der Obrigkeit bevorzugten Goldkinder, deren Betreuung besser vergütet wird als das der niederwertigen Kartoffelbrut, sinkt nämlich, da es blöderweise immer mehr Deutsche sind, die ihre Kinder anmelden und, jetzt kommt der Clou, die Erzieherinnen ihre volle Kohle nur bekommen, wenn sie mindestens 50% Migrantenkinder betreuen. Steigt die Quote an biodeutschem Nachwuchs und drückt damit diskriminierend den Anteil an bereichernden Kindern, dann werden aus den speziell geforderten Erziehungs- und Bespaßungsbeauftragten wieder ganz normale kartoffelige Horttanten, und für diese minderqualifizierte Beschäftigung steht nunmal weniger Knete zu. Da in dieser Grundschule der Betreuungsanteil an Migrantenkindern entgegen dem gewünschten Trend schon das zweite Jahr unter 50% liegt, werden die Erzieherinnen also bestraft und um mehrere hundert Euro herabgestuft.

Und da die das nicht akzeptieren wollen, schmeißen sie offenbar hin und machen das, was wohl auch so gewollt ist, und verdingen sich an anderen Schulen mit ausreichend Migrantenanteil. Denn lerne: Kinder der Köterrasse bedürfen keiner Betreuung und haben keinen besonderen Wert. Wenn die irgendwo in der Mehrzahl sind, greifen Sanktionen.

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Unter Brüdern

von LePenseur


... nämlich unter denen mit den Schürzchen und eigenartigen Handschlägen, sieht sich »Addendum« um und fördert ... ähm ... Denk- & Merkwürdiges zutage:
Der Maurer des Schweigens

Anwalt Gabriel Lansky verfügt über ein Netzwerk, das nicht nur in die Spitzenpolitik und in die Justiz hineinreicht. Er sitzt auch in der Großloge der Freimaurer, einem bekanntermaßen verschwiegenen Zirkel. Verschwiegen gab sich Lansky auch im BVT-Untersuchungsausschuss. Dabei hat er wesentlich dazu beigetragen, dass die Affäre ins Rollen kam.

Wien, Rauhensteingasse. Gabriel Lansky und Herbert Anderl müssen nicht unbedingt Brüder im Geiste sein. Brüder in der Loge sind sie jedenfalls. Der eine, einer der bekann-testen Rechtsanwälte des Landes, sitzt mit dem anderen, bis 2013 als Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Österreichs verantwortlich, in einer Geheimloge in der Wiener Innenstadt, in der sich einflussreiche Herren in spiritueller Weise nahekommen. 
Ein Sittenbild, daß durch tiefe Schatten in manchen Partien (pun intended) geradezu rembrandteske Züge annimmt — etwa wenn über Justiz-Personalien interessante Details verlauten:
Eine weitere Begebenheit, die den Netzwerker Lansky gut zu beschreiben vermag, spielt im Jahr 2007: Damals soll Lansky von einem Wiener Gerichtspräsidenten spätnachts und umfassend zum Zwischenstand des Besetzungsverfahrens einer Vizepräsidentenstelle informiert worden sein. Interessant ist weiters, dass besagter Gerichtspräsident eine Kandidatin in den Himmel gehoben, den anderen Kandidaten als „Intriganten“ abgekanzelt haben soll. Womöglich hat der Gerichtspräsident gehofft, via Lansky bei der damaligen Justizministerin Gehör zu finden.

Heute sagt der einstige Gerichtspräsident dazu, er sei in das Besetzungsverfahren nicht involviert gewesen. Wenn, dann habe er nur über die Reihungen der Personalsenate Bescheid gewusst. Beide hätten ihre Qualitäten gehabt, mehr dürfe er nicht sagen, da dies der Amtsverschwiegenheit unterliege. Und überhaupt: Er habe nur deshalb nach dem Ende seiner Amtszeit bei Lansky als Rechtsanwaltsanwärter angedockt, um „einen Pensionsschock zu vermeiden“.
Na klar — und ein Jack Unterweger hat Prostituierten bloß geholfen, ihren Job aufzugeben, oder ...? Ein Sittenbild der österreichischen (und wohl nicht nur österreichischen) Art tut sich vor uns auf, wenn der theatralische Hermelin der hohen Justiz ein wenig verrutscht, und uns der Schweißgeruch der linksgestrickten Logenkumpanei in die Nase steigt ...



Die Regierungsdemonstranz

Heute möchte ich einmal zum Fremdlesen einladen, denn dazu ist bei Dushan Wegner einfach alles gesagt, dem kann ich nur noch Applaus zollen:

Wenn Regierungen sich ihrer Sache nicht ausreichend sicher sind, rufen sie die Bürger auf, für die Sache der Regierung zu demonstrieren.“

Der ganze Text ist zu finden HIER.

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Marco Maier hat einfach recht

von LePenseur


... wenn er schreibt:

Wahleinmischung? Politikbeeinflussung!

Wohin man auch blickt, wird in Europa und den USA vor angeblicher russischer oder chinesischer Wahleinmischung gewarnt. Das ist doch Blödsinn. Die wirkliche Ein-mischung in die Politik kommt von woanders.
So ist es! Chapeau! Touché!

Zugabe

Wenn jemand gedacht hat, ein narzisstischer Selbstdarsteller wie die sozialistische Glaskinn-Prinzessin würde sich nach ihrem pompösen Abgang von der Bühne einfach in den Kulissen verdrücken, der hat die volle Dimension des Geltungsdranges dieses Selbstdarstellers nicht erkannt. Kern geht nicht. Kern tritt auch nicht ab. Kern hält den Epilog, er dirigiert das Orchester und den Vorhang, er ist Regisseur, Autor und Diva des eigenen Lebenstheaters – und nicht zu vergessen auch der einzig von ihm akzeptierte Kritiker seines Theaterdonners, der natürlich vor Begeisterung über solche Gloriosität geradezu aus dem Schlösschen ist.
Die SPÖ ist seine Bühne. Und da er keine andere hat, wird er auch keine Ruhe geben, solange ihn die Partei nicht rausschmeißt. Es wird eine Zugabe nach der anderen geben, ungeachtet wieviel Wähler-Publikum kopfschüttelnd das Theater verlässt. Den haben sie jetzt an der Backe, den werden sie nicht mehr los.
Tja, liebe SPÖ: Bedenke, wo du hingehst, weil da bist du dann auch.
Ich freue mich jetzt schon auf die Rede des Ungewählten und besorge mir schonmal Popcorn.