„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Dienstag, 2. Januar 2018

Böllerkabarett

Dass die Silversterballerei nicht nur Freunde hat und ganz besonders Tiere unter dem Krach leiden, ist ja nichts Neues. Dass das aber für jedes heftige Gewitter auch gilt, ebenso.
Auffällig fand ich nur eines: nach der Posse um die überdrehte Frau Petrovic, die trotz dreimaligem Anrollen der Polizei, die nichts besonderes bemerken konnte, weiterhin dabei bleibt, ihr Tierheim wäre von ganzen Hundertschaften aggressiver Batterieböllerer geradezu kleinkartätscht worden, und nur sie selbst konnte durch mutiges Auftreten gegen ganze Hundertschaften aggressiver Raketenschießer Schlimmeres verhindern, tobte selbst die nicht gerade Grün-affine FPÖ-Seite „unzensuriert.at“ über die brutalen Tierquäler, deren Existenz nicht erwiesen ist. Wie kann das sein?
Die Erklärung ist ganz einfach:
Einer der Hunde in diesem Tierheim, der jetzt ganz traumatisiert ist von der Ballerei, ist der Patenhund von Blondie Strache.

Frage: Hätte es die FPÖ-Propagandaseite sonst interessiert? Hätte die sich nicht eher mit gewohntem Spott der grünen Hysterie gewidmet? Tierschützer sind doch eher deren Hohnfiguren, und wenn die Polizei sagt, die hätten in der gleichen Nacht zur gleichen Zeit, wo angeblich ein massiver und stundenlanger Angriff von böllernden Kompanien gegen diese Festung der Gutmenschlichkeit stattgefunden haben soll, den das weibliche Gegenstück zu Chuck Norris mit bloßen Händen abwehren musste, nicht einmal einen Angestellten vom Tierheim dort vorgefunden, dann hätten die Blauen normalerweise gefragt, was die in dem Tierheim so getrunken und geraucht haben in der Silvesternacht. Die Hütte war leer, die waren wahrscheinlich alle selbst feiern, und kein Mensch kann nachweisen, ob die nicht Märchen erzählen. Die Polizei behauptet jedenfalls, da war nichts. Wird die Polizei extra gelogen haben?
Würde man die Polizei tränenrührend der Lüge zeihen, wenn der Hund nicht Straches Patenhund wäre?
Was für ein Kabarett!

»Facebook IST ein Problem.«

von LePenseur
... schrieb Llarian in »Zettels Raum« vor ein paar Tagen. Und setzte fort:
Und zwar ein zunehmend großes Problem. Die Väter des Grundgesetzes, genauso wie auch die Väter anderer Verfassungen, haben zurecht erkannt, dass das Recht zur freien Meinungsäusserung nicht nur fundamental wichtig sondern auch schlicht konstituierend für jeden Staat sein muss, der sich Rechtsstaat nennen will. Das Recht zur freien Meinungsäusserung geht aber auch zwangsnotwendig damit einher, dass man diese Meinung öffentlich äussern kann. Wenn jemand beispielsweise isoliert in einer Zelle sitzt, dann ist das Recht nicht mehr vorhanden, denn niemand kann ihm zuhören. Wenn ich jemanden bei sich zuhause isoliere, ihm die Telefonverbindung kappe und ihm das Auto weg nehme, dann ist das Recht genauso theoretisch geworden, denn er kann es nicht mehr praktisch ausüben.

Staatliche Eingriffe in solche Freiheiten sind nicht zuletzt aus solchen Gründen extrem eingeschränkt und sind grundsätzlich gesetzlicher Kontrolle, insbesondere der Kontrolle durch die Verfassung, unterworfen.

Facebook ist dagegen eine private Firma, und damit gerade nicht der Verfassung unterworfen. Facebook muss sich weder der Meinungsfreiheit unterwerfen, noch gibt es irgendeinen Kontrahierungszwang, der Facebook verbieten würde, zu tun und zu lassen, was es will. Das wäre in einem freien Markt nicht weiter schlimm, Shell ist ja auch nicht gezwungen mir Benzin zu verkaufen, und ich kann eben zu Aral fahren, um welches zu holen. Facebook dagegen strebt eine Monopols-Situation in den sozialen Medien an. Und die Marktmacht von Facebook könnte nach derzeitigem Stand bald dazu genügen. Facebook wird zunehmend zu dem, was AT&T Mitte des letzten Jahrhunderts in den USA wurde, ein gigantischer Monopolist, dessen pure Macht und Größe genügt, um das Monopol durchzusetzen.

Auch das wäre noch nicht das Riesendrama, aber im Unterschied zu AT&T, hat Facebook nicht nur eine Kontrolle über die Technik ("die Syntax") sondern auch über die Inhalte ("die Semantik"). AT&T hat nie (zumindest nicht in größerem Umfang) kontrolliert was über ihre Leitungen gesprochen wurde, Facebook automatisiert das bis in jeden kleinen Satz hinein.
Was aktuell mit Beatrix von Storch gemacht wird, beweist schlagend, daß die Grenzen zur DDR 2.0 in Deutschland spätestens mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz, das per 1. Jänner 2018 in Kraft trat, überschritten wurden. Es beweist auch, daß die Untertanenmentalität in der deutschen Beamtenschaft offenbar nicht auszurotten ist: Figuren wie die im Kölner Polizeiapparat sind die charaktergleichen Nachfolger jener Polizeibeamten, die im Dritten Reich penibel die Einhaltung der Nürnberger Gesetze durchsetzten, oder willfährigst in der DDR »Boykotthetze« verfolgten.

Im Gegensatz zu den wirklich bedauernswerten, armen Schweinen von kleinen Polizeibeamten »an der Front«, die sich nur zu allzu oft — und immer öfter — mit marodierendem Musel- und Negermob auseinandersetzen müssen, sind es die Typen von Polizeijuristen und sonstigen -karrieristen, die mit parteipolitischer Hinterfütterung in bequemen Büros sitzen, und die servilen Gesinnungsbüttel für die in die Diktatur abgleitende Pseudodemokratie in Deutschland abgeben. »Scheiß-Bullen«, wie sie im Buche stehen ...


Er ist wieder da!

Der Jörgi ist wieder auferstanden! Endlich wissen wir, wo die Seele Jörg Haiders geblieben ist, dieses glitzernden Selbstdarstellers im Maßanzug und begnadeten Populisten, der mit kernigen (hahaha) Sprüchen Neid und diffuse Ängste vor Ausländern schürte, die unseren armen Arbeitern die Arbeitsplätze wegnehmen.

Wenn das kommt, müssen die Arbeitsuchenden mit Weißrussen, Ukrainern und Moldawiern konkurrieren...“

Ist es nicht putzig, das kleine Pizzaprinzesschen? Tänzelt mit gläsernen Schühchen durch die viel zu großen Schuhabdrücke des Bärentalers und versucht sich in kunstvollen Pirhouetten aus Neid und Hetze, gespickt mit süffisanten Anwürfen gegen den politischen Gegner und einer ordentlichen Portion diffuser Angst vor Ausländern. So geht sozialistische Polemik. Selbst nichts liefern außer Show und große Worte. Ich bin mal gespannt, ob er sich noch ein Tischlein am Heldenplatz aufstellen lässt und dort Heizungs-Hunderter für frierende Mindestpensionistinnen verteilt.

Dass er ausgerechnet Ängste vor Osteuropäern schürt, die bisher keinen Grund gesehen haben zu uns zu kommen und das wohl auch nur wegen der Regierungsbeteiligung der Blauen jetzt nicht unbedingt tun werden, und nicht vor massenhaft bereit stehenden Syrern, Afghanen, Tschetschenen und Marokkanern, kann nur eines heißen: bei denen geht selbst Kern nicht davon aus, dass die irgend jemandem die Arbeit wegnehmen. Da ist die Arbeit wahrscheinlich sogar das Letzte, was die einem anderen nehmen würden.

Ach ja, das linkspopulistische Feuerwerk schoss der teuerste Aufstocker der Republik ab, weil Schwarz-Blau sein Arbeitslosenversteckspiel „Aktion 20.000“ gekippt hat, bei der auf Steuerkosten hauptsächlich auf Gemeindeebene Alibijobs für Arbeitslose über 50-jährige künstlich geschaffen wurden. Und zwar nicht einmal 1.500, also weit weniger als ein Zehntel. Populistische Alibi-Aktion auf Kosten der Steuerzahler, wie man es von Roten eben gewohnt ist.

Dass es die Roten selbst waren, die in den letzten Jahrzehnten dafür gesorgt haben, dass es für Unternehmen fast unbezahlbar und zu risikoreich ist, einen Arbeitnehmer über 50 noch einzustellen, wird der Herr niemals zugeben. Denn das würde bedeuten, dass man nur ein paar Sätze in bestehenden Gesetzen ändern müsste, und könnte sich milliardenteure Propgramme gegen die Folgen der eigenen Regelungen ersparen, um ältere und erfahrene Arbeitnehmer wieder interessanter zu machen. Das ist rote Politik, erst Probleme zu schaffen um sie dann entweder medienwirksam und unter Einsatz von Steuermilliarden zu mildern oder mit billiger und hetzender Polemik anderen zuzuschanzen. Der Eine oder Andere dürfte das überzuckert haben, das erklärt das Wahlverhalten.

Mal sehen, was da noch kommt von unserem Faschings-Prinzesschen. Wir hätten da noch Portugiesen im Angebot, außerdem Joghurt mit zermahlenen Schildläusen und nicht zu vergessen die Schokolade mit Rinderblut. Und CETA…, äh, nein, das Thema lassen wir lieber, Chrissi, das wäre dann doch ein zu offensichtliches Eigentor...

Warnung

Ist Heuchelei, wie wir sie gestern hier hatten, ein Vorrecht der Roten?
Ach was.
Deswegen ist heute mal ein besonderer Fall dran, ein Name wie ein rotes Tuch für alle, die sich vorgenommen haben, die Evangelische Kirche Deutschlands ernst nehmen zu wollen und sich immer wieder mit der Unmöglichkeit dessen konfrontiert werden, wenn die bekannteste Alkolenkerin Germaniens den Mund aufmacht.
Beginnen wir mal mit einem einfachen Fragespiel.

Frage: Wer hat‘s gesagt?

Ich glaube, dass Maria eine junge Frau war, die Gott vollkommen vertraut hat. Aber dass sie im medizinischen Sinne Jungfrau war, das glaube ich nicht. (...)
Ich denke, dass Josef im biologischen Sinne der Vater Jesu war.“

Antwort: Margot Käßmann, evangelische Ex-Bischöfin und Kirchenfunktionärin 2013 im „Spiegel“.

Klingt ja logisch und vernünftig (ich sehe das genauso), hat aber schon eine bestimmte Pikanz, wenn aus höchsten Kirchenkreisen (ausgerechnet der darauf aufgebauten Endzeitreligion der Evangelen) propagiert wird, Jesus wäre gar nicht Gottes Sohn, denn das würde ihm den Messias-Status nehmen und ihn zu einem reinen Propheten „degradieren“. Und wessen Religionsbild besagt, dass er nur ein solcher war und vom „letzten Propheten“ übertönt wird, der die endgültige Handlungsanleitung Gottes an die Menschen verfasst haben soll? Ach ja. Alles klar.

Auch heute noch, wie erst zwischen den Feiertagen in der „Bild“, tönt diese Fachfrau für Glaubensfragen aus der evangelischen Frauenquote für Predigten:

In der DDR wurde der Prophet Jesaja geradezu zum Staatsfeind, weil junge Leute sich seine Vision „Schwerter zu Pflugscharen“ auf die Parkas nähten.“

Abgesehen davon, dass sich die jungen Leute einen Dreck um die biblische Herkunft des Spruches scherten sondern eine von der Sowjetunion an die UNO gespendete Skulptur darin sahen, scherte man sich einen Dreck um Jesaja. Warum auch, stammt der Spruch nach Meinung der Bibelforscher doch ursprünglich von Micha. Muss frau als Exbischöfin aber nicht wissen.
Übrigens hat sich ein im Windschatten der EKD segelnder Verein gerade die Rechte an dem Symbol der linken Friedensbewegten gesichert und mahnt die jetzt genüsslich ab, wenn sie es weiterhin verwenden sollten. Denn wenn es der Kirche um etwas geht, dann um Geld. Egal ob aus Flüchtlingsbetreuung oder Abmahnung geschöpft, Hauptsache auf dem Kirchenkonto. Da kann schon mal der Mitstreiter im Kampf gegen Rechts und Intoleranz und Blablabla selbst in die Reihe der Ausgeflöhten geraten. Kollateralschäden sind egal, wenn die Summe passt.

Da sieht man ein, dass die Evangelen selbst nicht mehr daran glauben wollen, dass Jesus Gottes Sohn und der Messias ist, denn wenn der wirklich wiederkommen würde, müsste man ja damit rechnen, dass der den Pharisäern und den Wucherern mit der gleichen Vehemenz und Intoleranz begegnet, wie zu irdischen Lebzeiten. Und dann sähe es um diesen raffgierigen Heuchlerhaufen nicht wirklich gut aus.

Das hindert diese Gestalten aber nicht, sich im Windschatten des politischen Islamismus, den sie wohl auch aus diesem Grund als nützlich für sich erkannt haben, zu einem politischen Evangelismus aufzurufen:

Die Bibel lässt sich nicht in eine private Nische pressen oder zur Beruhigung der Gemüter benutzen. Sie erzählt von Gott, von Jesus und dem Glauben und Leben der Menschen. Das ist manchmal sehr persönlich, aber oft auch politisch, weil es in der Politik eben auch um Menschen und ihr Leben geht. Wenn gerade Politiker fordern, die Kirche solle sich um „das Eigentliche“ kümmern, dann ist das eben genau das: Das Leben der Menschen aus der Sicht des Glaubens.“

Und, was hat uns diese Politik gebracht, die von glühenden Evangelen betrieben wird?
Man muss nur drei Namen nennen:
Angela Merkel.
Katrin Göring-Eckardt.
Joachim Gauck.
Danke für diese Warnung, Frau Käßmann. Wir dürfen vor lauter Blick auf den Islam die anderen Bedroher des säkularen Staates und giergetriebenen mafiösen Milliardenbetrüger nicht aus den Augen verlieren.

Montag, 1. Januar 2018

Tatverdacht

In Griechenland wurde ein deutsches Touristenpaar niedergestochen in seinem Ferienhaus gefunden. Die Medien schreiben, dass es Rasiermesser- und Messerstiche gab und im ganzen Haus überall Blut verteilt war. Welche Frage stellt sich da als Erste? Richtig: War es Selbstmord?

Nichts passiert

Das neue Jahr wurde singend und tanzend begrüßt.
Zum Beispiel hier in Sierra Leone:

Nur rein zufällig sieht die Architektur wie in Deggendorf aus. Das hat nichts zu bedeuten.
Auch der Text ist bedeutungslos. Das sind einfach folkloristische Freudentänze in Sierra Leone. Die hören sich nur zufällig wie Kampfgegröle an.
Nichts passiert.
Gehen Sie weiter.

Heuchelei

Kleines Quiz zum Jahresstart::
Wer hat‘s geschrieben?

Ich müßte meine ganze Vergangenheit als theoretischer Vorkämpfer des Selbstbestimmungsrechtes der Nationen wie als deutschösterreichischer Staatsmann verleugnen, wenn ich die große geschichtliche Tat des Wiederzusammenschlusses der deutschen Nation nicht freudigen Herzens begrüßte.“

Kleiner Tipp:
Der Autor war Staatskanzler der provisorischen ersten Regierung Österreichs nach dem 2. Weltkrieg und erster österreichischer Bundespräsident. Ihm zu Ehren nennt die SPÖ ihr Parteiinstitut bis heute nach ihm.
Soviel zur Heuchelei derjenigen, die gerade zum Boykott gegen blaue Minister aufrufen, mit roten Ministern aber keine Probleme hatten.

Denn die Geschichte der Braunroten wird gerne verdrängt, vor Allem da die herrlichste Strahleregierung, die die Roten je erlebt haben, unter ihrem bis heute als gottgleichen Pharao verehrten Bruno Kreisky, gleichzeitig die Regierung mit der höchsten Rate an Altnazi-Ministern war. Auch dann Nazis, und zwar echte und keine herbeiphantasierten, dann zu akzeptieren, wenn man sie benutzen kann, um an der eigenen Macht zu bleiben, ist ja auch nichts Neues.

Was würde wohl eine wahrhaft antifaschistische und friedliebende Partei voller Gegner des Nazi-Regimes mit dem Verfasser folgender Zeilen machen:

Wir draußen lassen unsere Waffen sprechen
und ihr daheim, ihr schmiedet sie.
Die Feindeskraft soll dieser Stahl zerbrechen.
Drum, Werker in der Heimat: rastet nie!
Was draußen Mut und Tapferkeit erzwingen,
das wär‘ nicht möglich, wenn das Eure fehlt.
Ihr müßt den Tapferen die Waffen bringen,
damit die Front da draußen hält.“

Der Verfasser, ein gewisser Hans Czettel, strammer Wehrmachtsleutnant und wie man sieht Heldenbarde der Nazis, wurde SPÖ-Gewerkschaftsbundpräsident, Innenminister unter Klaus und war noch bis zu seinem Tode 1980 LH-Stellvertreter in Niederösterreich.
Doch das war natürlich ein guter Nazi, denn gute Nazis wurden zur SPÖ gerufen, das verdeutlicht auch ein Flugblatt von 1949, das die SPÖ verteilen ließ:

Wer vergessen hat, daß wir national und sozialistisch waren, wird heute zur ÖVP. gehen. Er beweist damit nur, daß er es niemals mit seinem Sozialismus ernst genommen hat. Wer aber im Sozialismus die Idee der Verpflichtung für die Volksgemeinschaft und zur sozialen Gerechtigkeit gegenüber jedem Volksgenossen sieht, weiß, daß sein natürlicher Weg zu den Sozialisten, zur SPÖ. ist!“

Oder um es mal mit einem Zeitdokument zu verdeutlichen, das man in der „Arbeiter-Zeitung“ vom 22. April 1948, Seite 2, zur Parlamentsabstimmung über die Lockerung der Entnazifizierungs-Forderungen aus dem Verbotsgesetz finden kann:

Wir wußten, dass mit diesem Verbotsgesetz viel Elend in die Familien der Leute eingezogen ist… (…)
Die sozialistische Partei verabscheut es, aus der Nazifrage politisches Geschäft zu machen. Das ist der Größe und der Vergangenheit unserer Partei durchaus unwürdig. Wir haben die feste Überzeugung, daß jene ehemaligen Nationalsozialisten, die dem Fortschritt dienen wollen, allein in unsere Reihen finden werden.“

Mal ein kleines Zeugnis, wie sich bereits kurz nach dem Krieg die Roten die Welt zusammengebogen haben: Alle Nazis, die gute Nazis waren, kommen in die SPÖ und sind somit automatisch geläutert und entnazifiziert, alle anderen, die sich auf andere Parteien verteilen, müssen damit zwangsläufig böse Nazis sein…
Nur mal so als Tipp, dass der Pippilangstrumpfismus der Roten keine Erfindung von heute ist und die Heuchelei diese Partei seit Anbeginn begleitet.

Sonntag, 31. Dezember 2017

GUTEN RUTSCH!

Allen Lesern meiner kleinen Meinungsnische einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein glückliches, gesundes und erfolgreiches 2018!


Gekommen, um zu bleiben

Gibt es Empörung? Aufrufe, nicht mehr beim Türken zu kaufen? UNO-Resolutionen gegen die völkerrechtswidrige Besetzung syrischer Städte durch die türkischen Streitkräfte? Rufe nach Sanktionen? Gar ein definitives Ende der Beitrittsverhandlungen zur EU?
Nein, die Türkei ist ja nicht Russland oder Israel. Das wissen wir seit Zypern. Die Türkei holt sich nur scheibchenweise Territorium heim ins Osmanische Reich. Und das wird im „Spiegel“ zum Beispiel durchaus wohlwollend zur Kenntnis genommen. Da titelt man:

Gekommen, um zu bleiben“

und jubelt im Resttext recht unverhohlen über diese türkische Annexion syrischen Hoheitsgebietes.
Gerade mal, dass man verschämt erwähnt, dass es auch Leute gibt, die eine Besatzung als Fremdherrschaft betrachten, aber es wird schnell relativiert, dass dort sowieso Energie und Lebensmittel aus der Türkei geliefert werden.
Wie auf der Krim aus Russland?
Oder in der Westbank aus Israel?
Zu was genau berechtigt sowas?
Was muss man rauchen, um solchen unreflektierten Propagandamist herauszuheucheln und sich damit auch noch als Qualitätsmedium zu fühlen?
Die Souveränität und territoriale Integrität von Staaten ist geltendes Völkerrecht und gilt auch für die Türkei. Zumindest in der Theorie. In der Praxis kann man damit NATO-Bündnispartner und EU-Beitrittskandidat sein.

Ein Jahr ist um

Ein Jahr ist es her. Heute feiert die kleine Meinungsnische „Fragolins Fußnoten“ ersten Geburtstag. Der erste Beitrag war eine kleine Eröffnungsschrift, die immerhin 13 Leser fand. Wohl ein paar Neugierige, die vom Ortner-Forum herüberlinsten, weil ich dort als damals noch täglicher aktiver Besucher natürlich meine Blog-Eröffnung kund und zu Wissen tat.
Die ersten Beiträge kümmerten sich gleich mal um die Themen Politik, Fake News und Islam. Was eben gerade die großen Themen waren. Dass sie es heute auch noch sind, liegt in der Natur der Sache.
Gleich am Silverstertag machte ich mir Gedanken über die ganzen Islamkritik-Diskussionen, die damals durch alle Kanäle spülten und von allen Beteiligten möglichst präzises Wissen über die richtige Rezitation und den größeren Zusammenhang jeder einzelnen Sure des Koran verlangten. Ich bin bis heute der Meinung, dass es mein unveräußerliches Menschenrecht ist, eine beliebige Religion als indiskutable satanische Sekte zu betrachten, weil dies eine Frage meines freien Glaubens ist, und der steht unter dem gleichen Schutz wie jeder andere Glaube auch. Das muss ich nicht permanent argumentieren, dazu muss ich nicht jeden Satz von deren Schriften auswendig kennen, da reicht eine kleine Zitatenreihe und das Handeln derjenigen, die sich als besonders fest in diesem Glauben verankert betrachten. Mir ist wurscht, ob im Koran steht, man solle sich einen weißen Pickup und eine Panzerfaust kaufen und damit auf alles Ungläubige schießen; solange Leute das tun und sich auf den Koran berufen, hängt das alles für mich zusammen.

Weil sich damals, in den ersten Stunden nach dem Urknall dieses Blogs und kurz vor dem für viele wichtigsten Besäufnis des Jahres, gerade einmal sechs Leser einfanden, hier für die inzwischen (dankenswerterweise auch durch die Hilfe von Freund Le Penseur) erfreulich potenzierte Leserschar mein damaliger Text, von dem ich schnell mal den Staub eines Jahres gewischt, aber inhaltlich nichts verändert habe:

Ist Islamkritik wichtig?

Nein, ist sie nicht. Das ist nämlich eine Nebelgranate, eine Beschäftigungstherapie. Wenn jemand sagt, er lehne den Islam einfach nur ab, was ein absolutes Grundrecht jedes Menschen ist, eine Religion anzunehmen oder abzulehnen, dann wird sofort gefordert, er müsse das Argumentieren und sich mit dem Islam als Solchem auseinandersetzen - nein! Muss ich nicht und will ich nicht. Der Islam ist mir vollkommn egal, er ist ein Glaube, ein Abstraktum, und ein Abstraktum kann man weder beleidigen noch herabwürdigen noch sonstwas. Es ist Unsinn, über den da palavert wird. Es ist der Versuch, mich mit Worten zuzukleistern, auf denen dann die eingeschulten Argumentationsketten panzergleich zur Missionierung rollen können.

Es gibt eine konkrete Sammlung von Schriften, und wenn man deren Inhalt zitiert, fühlen sich Muslime bereits beleidigt und empört. Ich habe noch keinen Katholen ausrasten sehen, weil man eine Stelle aus der Bibel zitiert, auch wenn die Mundwinkel unseres Pfarrers meine bissige Bemerkung über Völlerei bei einem Leichenschmaus südwärts merkelten hatte ich keine Sekunde das Gefühl, mich jetzt in Lebensgefahr begeben zu haben. Was genau in diesen Schriften steht muss ich nicht wissen; Zitate daraus sind uninteressant, und auch wenn die Propagandisten wieder trommeln, man müsse das im Zusammenhang sehen - solange fanatische Muslime auf den Zusammenhang pfeifen und fröhliches Köpferollen mit Hinweis auf genau jene Zeilen spielen, betrachte ich sie als Grundlage für Gewalt und damit als Hetzschrift.

Wenn ich eine Anleitung herausgeben würde, in der ich am Rande erwähne, wen man am Besten auf welche Weise umbringen soll, und jemand beruft sich auf diese Zeilen und bringt Leute um - würde sich dann die Justiz um mich kümmern und dürfte ich die Schrift weiter verbreiten? Na?? Muss ich erklären, die habe mir ein Erzengel diktiert, um sauber aus der Sache rauszukommen? Alles Quatsch mit Soße. Eine Hetzschrift, die aus politischer Opportunität geduldet wird, bleibt trotzdem eine Hetzschrift. Dass jeder Einzelne herauslesen kann, was ihm passt, trifft auf jeden Text zu. Allerdings wird dies in dieser speziellen Schriftsammlung ausdrücklich untersagt und gefordert, das Wort auch wörtlich zu nehmen, was im Falle der Halsabschneider dann sogar erschwerend hinzukommt.

Aber ich kritisiere nicht den Islam und will mich deshalb auch nicht mit seinen Inhalten auseinandersetzen. Ich kritisiere das Verhalten einer erklecklichen Anzahl von Anhängern dieser Sekte und nebenbei auch das Verhalten vieler Nichtmuslime aus ähnlichen Kulturkreisen. Ehrenmordende Albaner sind mir um nichts sympathischer als ehrenmordende Türken oder Marokkaner. Der Islam bietet scheinbar Menschen aus solchen Kulturkreisen nur den idealen Blickwinkel auf Gott und die Welt; warum genau das so ist, ist mir eigentlich egal. Nenn mir deine Freunde und ich sag dir wer du bist. Oder als Religion: Zeig mir deine Anhänger und ich entscheide, ob ich dich leiden kann.
Der Rest ist missionarisches Propagandageplärr und absolut uninteressant. Wenn Leute wie diese unsägliche omnipräsente Quelle muslimischer Weisheit mit Namen Kaddor beginnen, ihre Propaganda zu verbreiten, schalte ich weg. Es ist genug, ständig zu fordern, den gewalttätigen Haufen Muslime am radikalen Rand dieser Sekte als nicht zum Islam gehörig zu betrachten aber das Christentum permanent auf die Kreuzzüge vor 1000 Jahren zu reduzieren. Dummdreistes Geplapper, das es nicht wert ist, sich inhaltlich weiter damit auseinanderzusetzen.

Die Gemeinschaft der Muslime produziert einen Bodensatz, um den sie sich zu kümmern hat, wie wir uns um unseren Bodensatz kümmern. Wenn sie diese Aufgabe nicht übernehmen wollen, dann springen sie freiwillig auf das Boot dieses radikalen fanatischen Haufens. Mitgefangen, mitgehangen. Da hilft kein "mimimi", sondern anpacken. Solange die in ihren Reihen nicht aufräumen nehme ich mir das Recht heraus, ihnen mit tiefstem Misstrauen zu begegnen.
Ich muss nicht Meteorologie studieren um Dreckswetter widerlich zu finden. Und ich werde mich mit Schirm und Regenjacke dagegen wehren, auch wenn rein objektiv der Regen mir nichts tut. Und ich werde nicht anfangen, darüber zu diskutieren, ab welcher Regenstärke die Jacke allein nicht mehr reicht und ich den Schirm zu Hilfe nehmen muss. Oder ob ich es gut finde, dass jeder Regentropfen an einem Staubkorn kondensiert, oder ob ich abgerundete Staubkörner besser finde als scharfkantige - alles so vollkommen egal. Muslime, denen Menschen wichtiger sind als ihre Religion, sind mir willkommen. Muslime, denen ihre Religion wichtiger ist als Menschen, sollen mit ihrer Religion glücklich werden und uns in Ruhe lassen. Schaffen sie das nicht, ohne uns zu schaden, muss ich sie leider als Gegner betrachten. Es liegt an ihnen selbst, wie sie wahrgenommen werden.