„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Mittwoch, 13. Februar 2019

Die Post-Leistungs-Elite

Eigentlich bin ich ja bei Danisch über diesen Spiegel-Artikel gestolpert, der von ihm bekannt meisterlich als der Unsinn zerlegt wurde, der er ist. Trotzdem möchte ich noch ein paar Gedanken dazufügen, weil mich bereits die ersten Sätze fast aus dem Sessel gehoben haben.

Stellen Sie sich vor, Sie würden in einer Welt leben, in der Sie sich frei entwickeln können.“

Wieso? Wieso soll ich mir das vorstellen?
Ich lebe immerhin in einer Welt, in der ich mich frei entwickeln kann.
Meine Eltern waren einfache Arbeiter.
Ich habe einen einfachen Beruf erlernt.
Ich habe mich freiwillig nebenher weitergebildet, die Technische Universität belästigt, Büchereien durchgraben, Weiterbildungen, Schulungen und Seminare besucht. Das hat kein Arbeitgeber von mir gefordert, keine „Gesellschaft“ von mir erwartet, sondern das ist das, was ich selbst wollte. Heute bin ich selbständiger Unternehmer mit Haus und Auto, ernähre eine vierköpfige Familie, unternehme mit meinen Lieben Reisen und kann meinen Kindern einen guten Start ins Leben ermöglichen. Also was soll ich mir besseres vorstellen, bitteschön?

In einer Gesellschaft, in der Selbstverwirklichung einen höheren Stellenwert hat als Produktivität. In der Sie weniger arbeiten und dafür Ihren Sehnsüchten nachgehen.“

Wir leben in einer Welt mit 40- bis 35-Stunden-Wochen und einer Höchstzahl an Teilzeitarbeitsplätzen. Viele Frauen arbeiten – durchaus auch auf eigenen Wunsch – nur Teilzeit. Im öffentlichen Dienst boomt der Sabbatical, also nach drei Jahren mit 75% Verdienst ein freies Jahr zuhause. Ich als Unternehmer kann mich, durchaus saison- aber auch eigeninteressenabhängig, auch mal ein paar Tage oder Wochen ausklinken; der „Papamonat“ war bei meinen Kindern kein Thema, denn ich habe einfach ein paar Wochen meine Termine abgesagt, auf Verdienst verzichtet und die Zeit lieber meinen Kindern geschenkt.
Und ja, ich höre schon das Gemaule, dass das der einfache Arbeiter eben nicht kann, mimimi.
Irrtum. Kann er. Wenn er seine Freiheit wahrnimmt und sich für einen Weg wie meinen entscheidet, der vielleicht mühsam ist, mir aber mehr gebracht hat, als er kostete. Jeder entscheidet selbst, was und wieviel und in welchem Dienstverhältnis er arbeitet; genau wir leben genau jetzt in der einzigen Gesellschaftsform, die genau das ermöglicht.
Jeder kann lernen, studieren, leisten oder eben lieber selbstverwirklichen oder weltreisen was und wie er will. Er muss nur wollen. Als Erstes sich entscheiden wollen.
Denn meine Kollegen von früher, die mich beim Abendbier in der Kneipe auslachten, weil ich derweil auf eigene Kosten die Schulbank drückte, haben mich zwar später als Glückskind und Abtrünnigen betrachtet, aber deren Neid kann mir egal sein, denn jeder von denen hatte exakt die gleichen Möglichkeiten wie ich. Keine Gesellschaft ist (noch) so frei wie unsere und kein Gefängnis kerkert so fest ein wie das der eigenen Überzeugungen. Der dickste Käfig befindet sich zwischen unseren Ohren.
Doch noch ein Satz zur „neuen Welt“:

Und in der Ihre Mitmenschen Sie nicht nur tolerieren, sondern annehmen, wie Sie sind - mit Ihrem Lebenskonzept, Ihrer Hautfarbe, Ihrer sexuellen Orientierung.“

Ich will von meinen Mitmenschen aber nicht „angenommen“ sondern eben „toleriert“ werden. Sie sollen mich ertragen, wie ich bin (besonders linke Menschenformer und Gesellschaftsklempner können ja gerade genau das nicht), müssen mich aber weder in ihre Cliquen, Clans oder Kegelvereine aufnehmen. Mein „Lebenskonzept“ geht schlicht keinen was an und ich kehre das auch nicht permanent nach außen, da ich mich nicht darüber definiere. Auch nicht über meine Hautfarbe oder gar über meine sexuelle Orientierung, die einfach keinen Menschen was angeht. Ein weißer männlicher Hetero-Unternehmer zu sein wird mir permanent von anderen vorgeworfen, und zwar ausnahmslos ausgerechnet von den Parteigängern jener, die sich auch in diesem Spiegel-Machwerk als die höchstentwickelte Lebensform, den moralischen Herrenmenschen und Großmeister der Progressivität und Toleranz selbstbeweihräuchern.

Ich habe ja in jüngeren Jahren neben all den Perry-Rhodan-Heftchen und den dicken Science-Fiction-Schwarten amerikanischer Raumschlacht-Autoren sehr gerne sowjetische Autoren wie die Gebrüder Strugazki oder Sergej Snegow gelesen. Dort konnte man sehr gut sehen, was die staatliche Zensur für ein Zukunftsbild um die Handlung gelegt wissen wollte.
Das zukünftige Menschen- und Gesellschaftsbild des Kommunismus war grundsätzlich das Gleiche: Maschinen erledigen alle Arbeiten und Menschen müssen nur noch das tun, was sie gerade lustig sind. Und der kommunistische Mensch hat kein größeres Vergnügen als sich zu bilden, zu entwickeln und all sein Können freudig der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Einer der Punkte, warum der Kommunismus nicht so funktioniert, selbst wenn die Automatisierung fortschreitet. Denn der Mensch, „befreit“ von Arbeit und wohlversorgt mit allem, was er braucht, wird faul. Er degeneriert zum Haustier seiner Alexa, lässt sich füttern und streicheln, kommt nicht mehr aus der Couch hoch. Er wird das, was man im Kinderfilm „Wall-E“ passend beobachten kann: die in einem seit Generationen auf einem 5-Sterne-Vergnügungs-Raumschiff roboterversorgt dahindümpelnde Rest-Menschheit hängt nur noch faul in schwebenden Sesseln und hat einen Bildschirm vor die Nase geklappt. Anders als im Happy-End-verpflichteten Film würden diese verfetteten Stoffwechselklumpen auch nie mehr aus dem Schwebesessel steigen; würde man sie rausschmeißen, täten sie einfach verhungern wie ein verfetteter kastrierter Hauskater, den man im Wald aussetzt. Darwin ist gnadenlos.

In dem dümmlichen Spiegel-Pamphlet wird genau dieses sowjetisch-kommunistische Jubellied gesungen: Die geradezu faschistoid-rassistische Einteilung der Menschen in die niederen Entwicklungsstufen des dumpfen Konservativen und ewiggestrigen Progressivitätsbremsers, der maximal als in enge Schranken gewiesene Arbeitsbiene gehalten werden darf aber dem man möglichst die Zunge amputieren sollte, und die gottähnlich erhöhte allseits gebildete sozialistische Persönlichkeit als Krone der klassenkämpferischen Evolution, die überall die Führung übernehmen und die dumpfen Massen leiten muss, weil nur sie dazu überhaupt in der Lage ist. Fehlt nur der Hinweis, dass einige wenige eine noch höhere Stufe erreichen und dann als Große Vorsitzende, Väter der Nationen, Sonne des Balkans oder was auch immer für pharaonengleiche Erhöhungen dafür vorgesehen sind, die Lenkung der Massen übernehmen sollen.
Solche dumpfen faschistoiden Klassifizierungen stehen am Anfang einer Entwicklung, an deren Ende schon immer ein Stalin, ein Mao oder ein Kim gestanden haben.
Das ist das Niveau des „Spiegel“ heute. Die jetzige liberale Gesellschaft der unendlichen Möglichkeiten schlechtreden um sie mit kommunistischen Traumwelten und der Sehnsucht nach einer Gesellschaftsform zu füllen, die bisher jedesmal in Ozeanen aus Blut jämmerlich ersoffen ist.
Das sollte jedem klar sein, der diese Relotius-Schleuder überhaupt noch anschaut.

Ach ja, was mir zu der komischen Einteilungs-Tabelle im Artikel neben der Scientology-ähnlichen Schubladisierung der Menschen noch einfällt: Wie kommt diese komische Tussi überhaupt darauf, dass der „relativierende“, also eigentlich alles für bedeutungslos erklärende und ohne jeden Denk- und Zeithorizont einfach in den Tag hineinlebende Tachinierer die höchste Entwicklungsstufe darstellt? Dem einfach alles und jeder vollkommen gleichgültig ist? Ich habe ja schon eine Menge kläglicher Versuche erlebt, wie sich verkiffte Geisteswissenschaftlerdarsteller ihre geistig-moralische Überlegenheit selbst zurechtdefiniert haben, um nicht an der Erkenntnis der realen eigenen Bedeutungslosigkeit zu zerbrechen, aber das stellt wirklich eine besonders g‘schmackige Methode dar: statt wenigstens einen Nutzen der eigenen Existenz herbeizufabulieren, irgendwas mit angeblich für Wirtschaft und Gesellschaft überlebenswichtiger Genderinklusionsdiversitätsintegration, erklärt man sich selbst einfach mal so aus dem Handgelenk zur höchsten Entwicklungsstufe des Menschen.
Das ist wirklich pittoresk. Was muss man alles rauchen, dass einem sowas einfällt?
Was muss man sich spritzen, damit man das für ernst nimmt?
Und was erst, dass man es abdruckt?

Dienstag, 12. Februar 2019

Aussterbende Eisbären

von LePenseur


... wurden uns (so wie herbstlich-frühlingshafte Winter ohne Schnee) vorhergesagt, wenn nicht sofort jedwede Emission des teuflischen »Klimakillers« Kohlendioxyd beendet würde. Auch die Eisbären wären am Aussterben, weil es immer weniger Arktiseis gäbe. Und so.

Nun, wie so oft in der Realität sieht ebendiese anders aus, als die »Realität« der Ideologen in Medien und staatsalimentierten Organisationen. Was die Systemmedien natürlich nicht hindert, trotzdem so zu tun, als wäre ihre »Realität« real ...

So auch die KRONE, die sich zwar inzwischen in Sachen Ausländerinvasion von den ideologischen Vorgaben linker Gutmenschen freigemacht hat, jedoch in Sachen »global warming« immer noch brav im Mainstream  mitschwimmt:
Happy End in Sibirien
11.02.2019 11:12

Eisbären werden nach Invasion nicht erschossen

Nachdem am Samstag auf der sibirischen Arktis-Insel Nowaja Semlja wegen einer Invasion Dutzender hochaggressiver Eisbären, die auf der Suche nach Nahrung sogar in Wohnhäuser eindrangen, der Notstand ausgerufen werden musste, zeichnet sich nun ein Happy End ab. Den russischen Behörden zufolge hat sich die Mehrheit der rund 3000 Einwohner dagegen ausgesprochen, die Tiere zu erschießen. Die 52 Eisbären sollen so schnell wie möglich eingefangen und an anderen Orten wieder in die Freiheit entlassen werden.

[...]

Verzweifelter Kampf ums Futter


Die beschleunigte Eisschmelze in der Arktis als Folge des Klimawandels führt dazu, dass Eisbären sich länger an Land aufhalten. Dort liefern sie sich einen Wettstreit um Nahrung. [...]
Was ein kritischer KRONE-Leser freilich zart bezweifelt:
Verzweifelter Kampf ums Futter?Wenn das Futter zu wenig wäre es gäbe nicht so viele Eisbären. In Churchill hat man genau dasselbe beobachtet, von den Mülleimern bzw. Müllhalden angelockt. Ist ja bequemer als Robben zu jagen.
Worauf natürlich sofort der absolut todsichere Einwand kommt:
Die Robben werden ja auch immer seltener!
Immerhin: der eine oder andere ist bereits aufgewacht. Weiter so!



Was Linke nie begreifen werden


... kommt in einer Gegenüberstellung folgender Positionen klar zu Tage:

Rawls v Nozick on inequality & 'social justice'
"[The popular] conception of social justice [is] associated with the work of John Rawls. Rawls suggested that we should gauge social justice with reference to the social arrangements which individuals would agree upon were they all in an ‘original position’ in which none of them knew what their personal attributes would be and all were ignorant of the place which they would occupy in society. Operating behind such a ‘veil of ignorance,’ Rawls argued ... that we would all agree that resources should be shared out equally, except in those situations where an unequal distribution could be shown to produce greater benefits for those who are least well-off than they could possibly enjoy under any other social arrangement (what he called the ‘difference principle’)... 
    "But no sooner had Rawls established this argument for equality than Robert Nozick offered an equally compelling refutation. He likened Rawls’s ‘original position’ to the situation of a group of students being asked to agree on the distribution of examination grades before starting their course. Having no way of knowing how well they are likely to perform, Nozick accepts that they would probably all agree to share the same marks. But in reality, they do not have to make such decisions in ignorance of their own vices and virtues. Some work hard and revise while others are lazy, and this would make it grossly unfair to insist they should all be graded the same. Nozick therefore proposed that we should gauge a just distribution simply by asking whether people have established a legitimate right to what they have. If they have worked for what they’ve got, or if they have received it from somebody else as a result of a voluntary gift or exchange, then they are entitled to keep it, end of story."
 (Quelle)

Dinoland

Manche Männer sind wie Fische: Schwanzgesteuert, mit doofem Blick und wenn sie das Maul aufmachen, kommen nur Blasen raus. Warum ich gerade an diesen feministischen Spruch denken muss? Weil ich dieses Bild gesehen habe, auf dem eine leicht angeknitterte bekennende Feministin ihre glühende Unterstützung für einen aus der Politpension exhumierten „alten weißen Mann“ mit hohen Inkompetenz- und Unsympathiewerten ausstrahlt. Reicht der Frau anscheinend nicht, für den alten Fisch, äh, Pilz, das Rochadeweibchen zur Erlangung der Immunität zu spielen, wohl abgespeist mit dem Parteivorsitz, den das Schwammerl aber schon wieder für sich reklamiert.

Ich finde das Ganze irgendwie pittoresk. Hat was von einer Freakshow. Grüne Körperwelten. Und was das wirklich Großartige daran ist, das Ganz Große Tennis: Diese Dinosaurier glauben wirklich, mit ihren skurrilen „Listen“ noch für irgendwen von Bedeutung zu sein und irgend eine Chance zu haben, sich nochmal an die Futtertröge zu drängeln. Die haben den Schuss nicht gehört und sind überzeugt, die Welt brauche sie noch und müsse sie dafür auch mit fürstlich entlohnten Posten belohnen.
Naja, in vier Monaten werden wir ein paar zerknirschte Interviews hören, in denen man uns erklärt, warum der „Rechtsruck“ und die „Radikalisierung“ so sehr zunehmen und dann werden wir hoffentlich bis zum nächsten erfolglosen Wahlkrampf von diesen lebenden Knautschzonen der Bedeutungslosigkeit verschont.
Wenn nach der nächsten Wahl der Pilz erstmal aus dem Nationalrat entfernt ist, dann werden ihm seine Rest-Feministinnen schon die Leiche fleddern und Leute wie Voggenhuber wieder in ihre politische Gruft hinabsteigen...

Montag, 11. Februar 2019

Tja, schön langsam dämmert's sogar den Deutschen

von LePenseur


... daß es keine tolle Idee war, mit dem Säufer aus Luxemburg brav mitzuheulen (bzw. mitzulallen), und die Briten abzusnobben, wo geht:
100.000 Jobs in Gefahr
Beim No-Deal-Brexit trifft es diese deutschen Regionen besonders hart

Ein EU-Austritt der Briten ohne Vertrag würde der Exportnation Deutschland massiv schaden. Wissenschaftler haben ausgerechnet, dass bis zu 100.000 Jobs auf dem Spiel stehen. Hier sehen Sie, welche Landkreise besonders leiden. 

Das englische Wirtschaftsmagazin „Economist“ hat den Brexit auf seiner Titelseite zuletzt wie folgt versinnbildlicht: Ein glänzender, kraftstrotzender Zug rast mit Volldampf in die Zukunft, nur dass diese Zukunft ein klaffender Abgrund ist, in den der Zug mit Mann und Maus stürzt.

Die Stärke der wirtschaftlichen Belastung durch einen EU-Austritt Großbritanniens hat sich inzwischen zu einem solchen Glaubenskrieg entwickelt, dass kaum noch eine vernünftige Diskussion darüber möglich ist. Während die Brexit-Befürworter dem Königreich außerhalb der Union eine blühende Zukunft vorhersagen, warnen andere vor Wohlstandsverlusten für alle.

Zweieinhalb Jahre nach dem Referendum zeichnet sich jedoch eines ab: Der Brexit hat wenig positive Effekte, birgt aber viele Risiken, für die einen mehr, für die anderen weniger. Die Exportnation Deutschland, so viel steht fest, kommt nicht ungeschoren davon. Wie groß die Gefahren für die Beschäftigung in einzelnen deutschen Regionen sind, haben Wissenschaftler nun erstmals zu beziffern versucht.
Nun, es wäre klug gewesen, den Briten vielleicht nicht gerade goldene Brücken zu bauen, aber doch wenigstens sie nicht auf den Holzweg zu schicken, mit dem gestreckten Mittelfinger als Wegweiser. Sowas erleichtert den Konsens nicht wirklich — und ein Scheidungsverfahren ist nun mal etwas, was mit Sachversand und Diplomatie angegangen werden sollte. Oder als Rosenkrieg (der jas mit Rosen bekanntlich nur die blutrote Farbe gemein hat) endet.

Nun leiden also v.a. Deutschland, Frankreich und Irland an einem »Hard Brexit« (der inzwischen immer wahrscheinlicher wird). Die Briten können wenigstens — ihre ökonomischen Wunden leckend — nachher das Gefühl »Wir sind frei!« genießen. Die EUropäer haben nicht einmal diese psychologisch wichtige Genugtuung. Sie sind nach wie vor in Geiselhaft der Brüsseler EUrokraten — und können die Folgen von deren präpotenter »Da könnte doch jeder kommen!«-Mentalität ausbaden.

Ist denen in Brüssel aber eh wurscht. Hauptsache, die eigene Pfründe bleibt erhalten. Und das wird auch in Zukunft so sein, den EUropa ist von Demokratie und Kontrolle etwa so weit weg, wie Kongo vom Nordpol. Wenn nicht weiter ...


Bumm Bumm Bumerang...

Na wenn das kein klassischer Schuss in‘s Knie ist: Da sind die Roten so blöd, eine Sondersitzung des Nationalrates einzuberufen, um die Regierung wegen des Ärztemangels an den Pranger zu stellen, und dann verhagelt ihnen die blaue Gesundheitssprecherin die Suppe und kontert mit einer Gebarungsprüfung durch den Rechnungshof über die Amtszeit der roten Gesundheitsminister Stöger und Rendi-Wagner, die jahrelang alle Vorstöße der Opposition gegen den Ärztemangel, den es ja damals angeblich nicht gab, im Gully entsorgten.
Bumm Bumm Bumerang...


Fehler im System

Der Co-Herausgeber des bekannt seriösen Qualitätsmediums „Österreich“, Werner Schima, attestiert: „Wir haben einen Fehler im System“. Ich bin mir nicht sicher, ob er damit sein eigenes Redaktionskollegium meint oder nur seine eigene Meinungsführerschaft in diesem gerne gratis, für den Steuerzahler aber leider nicht umsonst, auf Wiener U-Bahnhöfen ausgelegten Ersatz für mangelndes Klopapier auf den Bahnhofstoiletten.

Natürlich ist die furchtbare Gewalt von Dornbirn Wasser auf die Mühlen jener, die bereits 2015 alles gewusst und richtig vorhergesagt haben, und auch jener, die deshalb gleich die Menschenrechtskonvention über Bord werfen wollen.“

Ah ja, das berühmte Wasser auf die Mühlen. Wegen dieser permanenten rechtsextremen Überfeuchtungslage sorgen Redaktionskeller vom Schlage des „OE24“-Bunkers auch offensichtlich permanent dafür, dass alle Meldungen, die sich irgendwie trocken entsorgen lassen, nachhaltig verschwiegen werden. Man will ja die Realität nicht zur Dauermühlenbewässerungssituation verkommen lassen; so weit kommt es noch, dass man permanent mit Wahrheit zugeschüttet wird. Oder noch schlimmer, permanent hören muss, dass doch andere Recht hatten.

Und deshalb offenbart sich der Fehler im System „Österreich“ auch gleich in diesem Satz. Denn der Obermeinungsvorgeber der Redaktionsbude keult hier all die bösen Wasseraufdiemühlengießer und Ichhabsdochgesagten in den Kübel mit all denen, die die Menschenrechtskonvention „über Bord werfen“ wollen. Ohne zu erwähnen, wer das sein soll, denn niemand, absolut niemand, hat je behauptet, dass die EMRK abgeschafft oder „über Bord geworfen“ werden soll. Niemand. Also scheint sich der Fehler im System „Österreich“ eher zwischen den Ohren des Herrn Schima zu befinden. Denn die Sprache ist offensichtlich eine Dankbarkeitsgefälligkeit des Meinungsbilders gegenüber seinem tiefroten millionenschenkenden Wiener Rathausherren. Eine Tüte Hetze bitte, Rezept Silberstein.

Dennoch: Wenn der berechtigte Zorn über diese Tragödie und die Trauer über den sinnlosen Tod eines Sozialamtsbediensteten überwunden sind, wäre es von Vorteil, eine kühle Diskussion darüber zu führen, wie solche Katastrophen in Zukunft zu vermeiden sind. „Olle einspirrn“ wird als Patentrezept zu wenig sein.“

Man beachte den Stil: Erst wird begütigend zur Beruhigung aufgerufen, eine kühle Diskussion eingefordert – um dann wieder nachzukeilen. Denn wer nicht strammlinks Teddys wirft, der will einfach alle einsperr‘n lassen.
Es gibt zwar niemanden, der auch nur ansatzweise so etwas fordert und es ist auch genau das Gegenteil von einer „kühlen Diskussion“, aber genau das ist der Stil der Mietmäuler der Sozen: „Wenn wir in Ruhe und Sachlichkeit einmal darüber sprechen können, ob du wirklich ein rassistisches dreckiges Arschloch sein musst, dann finden wir vielleicht eine Grundlage; aber als ultrarechtes Faschistenschwein verweigerst du dich ja permanent einer sachlichen Debatte!“

Der mutmaßliche Täter hat ganz genau gewusst, dass er nur das Zauberwort „Asyl“ rufen muss, um die Behörde in eine fast ausweglose Situation zu bringen...“

Das weiß hier jeder. Das haben inzwischen hunderttausende Einschneiende praktiziert, das wird in roten und grünen Broschüren beschrieben und von den NGO-“Menschenrettern“ den Leuten bereits lange vor dem Überqueren der Grenze eingeimpft.
Besonders putzig in diesem Zusammenhang waren ja ein paar Poster in meinem Lieblingsforum beim „Standard“, die allen Ernstes diskutierten, dass es eben ein Fehler war den Typen in die Türkei auszuweisen, weil er erst dort radikalisiert wurde und lernte, dass er hier nur „Asyl“ sagen muss. Die glauben das wirklich in ihrer Filterblase! Der hat zwar eine Liste mit 50 Straftaten, hat ein paar Jahre hinter Gitter gesessen, aber wirklich böse wurde er erst in der Türkei. Und der Amtsleiter ist ja selbst schuld, geschächtet zu werden, wenn er das Früchtchen rausschmeißt. So geht linkes Weltbild heute, aber das ist für Leute wie Herrn Schima anscheinend kein „Fehler im System“.

Ein Asylverfahren für Personen, die hierzulande Aufenthaltsverbot haben, darf keine lange Prozedur haben, sondern muss im Schnellstverfahren durchgezogen werden.“

Ach, als Lösung des Systemfehlers ein weiterer Systemfehler?
Irrtum, Herr Schima, genau das ist der Knackpunkt: Ein Asylverfahren für Personen, die hierzulande Aufenthaltsverbot haben, hat gar nicht erst stattzufinden, denn das Aufenthaltsverbot macht es rechtlich unmöglich, so etwas überhaupt hier einzureichen. Das Asylrecht darf kein Aufenthaltsverbot aushebeln. Wenn er angeblich in der Türkei verfolgt wird (jo, eh...), warum bleibt er dann nicht in Syrien bei seinen Kurden oder sucht Schutz irgendwo anders auf der Welt, wo er nicht als Intensivtäter klassifiziert und mit Aufenthaltsverbot belegt ist? Es gibt keinen Grund dafür, Asyl ausschließlich in jenem Land zu fordern, das man vorher massiv geschädigt und dessen innere Sicherheit man massiv bedroht hat. Keinen.
Und wenn irgend eine EU-Konvention das irgendwo ermöglicht, geltendes Recht verfassungswidrig auszuhebeln, dann gehört diese EU-Konvention entsprechend geändert.

Welche Meinung hatte Herr Schima eigentlich zu Kickls Vorstoß, dass man genau das machen müsse, ein paar Wochen bevor ein Amtsleiter geschächtet wurde? Als querbeet alles sich heulend und kreischend auf ihn warf, er würde die Zweite Republik zerstören und die faschistische Diktatur ausrufen, wenn er eine Veränderung in den EU-Richtlinien und -Konventionen auch nur für andenkbar erklärt? Waren es nicht dieselben Leute, die jetzt von Kickl fordern, er müsse den Täter sofort außer Landes schaffen lassen und dazu auch dafür sorgen, dass zur Not europäisches Recht schnellstmöglich angepasst wird?
Und ausgerechnet jene Schreihälse und ihre Propagandatrommeln und Mietmäuler wollen uns was von Fehlern im System erzählen…

P.S. Als Krönung der Schmierenkomödie mit dem Titel „Wir haben Schiss vor der Europawahl“ sieht sich ausgerechnet ein Herr Karas urplötzlich mit Kickl einer Meinung – ja, richtig, der Karas. Sondert plötzlich Wortblasen über „schnelles Abschieben von Kriminellen“ ab, natürlich irgendwas mit „im Einklang mit den Grundrechten“, was ja im Klartext heißt, ohne irgendwas an der jetzigen Rechtslage zu ändern, was also bedeutet, dass er nach einer Grundreinigung des Pelzes schreit, unter der Auflage, dass kein Tropfen Wasser dafür verwendet wird.
Wenn die Türkisen also (was zu erwarten war) nichts an der momentanen Rechtslage antasten wollen und voll hinter der Kommission stehen, die Kickl gerade angewidert hat abblitzen lassen, dann ist das Gesülze des schwarzen EU-Schranzen inhaltsleeres Gewäsch. Hätte er sich ganz rausgehalten, würde er jetzt nicht so sehr nach Verlogenheit müffeln. Eine bessere Wahlhilfe hätte er dem Vilimsky gar nicht liefern können.

Sonntag, 10. Februar 2019

Helmut Mario Abdelrahmen Ben Ahmed

Der „Wiener Amokfahrer“, über den im „Standard“-Forum von den Aufrechten so süffisant-erfreut gejubelt wurde, das wäre halt diesmal ein „richtiger Österreicher“, ein „richtiger Helmut“ eben, ätschbätsch ihr rechten Hetzer, hat nun endlich einen Namen bekommen, der etwas länger ist als „Helmut A.“: Helmut Mario Abdelrahmen Ben Ahmed
Den kann man nicht erfinden!
Das kauft kein Kabarett!
Aber es erklärt, warum (für einen „Helmut“ ungewöhnlich) der Knabe eine solche Liste an Straftaten hatte und immer noch frei herumfuhr…

Was für eine Blutwoche!

Also irgendwie kommt man hier momentan nicht mehr nach…
In Wien dreht ein Drogenjunkie durch und kann nur durch einen tragischen, aber notwendigen Schuss aus einer Dienstwaffe daran gehindert werden, Leute totzufahren. An dieser Stelle Gruß und Dank an die Polizei, die sich bei dem Versuch, dem Idioten das Leben zu retten, wahrscheinlich auch noch mit dem bei Hardcore-Junkies so verbreiteten Cocktail an Infektionen angesteckt haben. Ich hoffe, die Justiz erkennt die Rechtmäßigkeit des Schusswaffen-Einsatzes zur Abwehr einer Gefahr für Leib und Leben. Die Polizisten machen schon genug durch.
Müßig zu erwähnen, dass in einschlägigen Foren schon wieder die „Polizisten sind Mörder“-Idioten aus ihren zugekifften Löchern kriechen. Junkies halten eben zusammen.

Ebenso in Wien versaut eine Hausfrau den Feministinnen die Argumentationskette und sticht ihren bosnischen Mann kultursensibel tot. Oder, um es politisch korrekt auszudrücken (erstechen tun ja nur Männer ihre Frauen), verletzte sie ihn im Laufe eines Disputes mit dem Messer tödlich. Was man sich eben so unter dem Begriff „Disput“ vorstellt. Es wird wohl nicht die SED-Parteizeitung sein. Sonst hätte sie ihn beim Versuch der Flucht erschossen oder so. Ob die von weiblichen Forenbereicherinnen sofort zur einzig möglichen Version erklärte Notwehr juristisch halten kann, wenn es offenbar mehrere Messerstiche gab, die auf Tötungsabsicht schließen lassen, wird sich zeigen.

Ach ja, da war ja noch was mit der Pensionistin, die man tot in der Wohnung gefunden hat. Das war eine doppelt Bekannte – einmal des Opfers, zum Anderen der Polizei. Die liebe „Tamara“ hat nämlich schon einmal ein paar Jahre (natürlich nicht die volle Zeit…) hinter schwedischen Gardinen gesessen, weil sie einer Postamtsleiterin, die ihr kein Geld geben wollte, das Messer in die Brust gerammt hat. Jetzt hat sie die Pensionistin totgeschlagen; die wollte wohl auch keine Kohle rausrücken. Wirklich keine gute Zeit für das feministische Mantra, dass nur Männer Täter seien. (Als ob es nicht reicht, dass seit Jahresbeginn die Täter-Herkunftsstatistik so richtig wasseraufmühlengießend verhagelt wird.)

Aber das heißt nicht, dass den Männchen das Testosteron immer gut bekommt, vor Allem, wenn es unter südlicher Sonne ausgebacken wurde und hier in Drogenhöhlen aufgepeitscht wird. In einer der wohl seit Jahrhunderten in Oberösterreich zur örtlichen Gasthauskultur gehörenden sogenannten Shisha-Bar haben sich einige Gäste aus dem goldigen Bereicherungsmileu ebenso einen lebhaften Disput gegönnt, an dessen Ende einer der Disputanten dann doch nicht mehr so lebhaft war. Vollkommen untypisch und in diesen Kreisen unerwartet kam es auch dort zu einem Einsatz von Solinger Qualitätswerkzeugen, den ein Mazedonier (heißen die noch so?) nicht überlebte. Armer Wicht, so kann er die Aufnahme seiner Heimat in den multikulturellen Schmelztiegel EU nicht mehr miterleben.

Ach ja, apropos Kohle rausrücken. Da war ja noch der Fall von dem geschächteten Amtsleiter in Dornbirn; über den gibt es mehr Artikel als ich hier verlinken kann. Da schwappt ja mal ordentlich was hoch. Muss ich wohl nichts mehr zu sagen, oder?
Nur soviel: Dass jetzt reihenweise ÖVP-ler die sofortige Abschiebung des Mörders fordern, der nicht abgeschoben werden kann, weil eben EU-Recht dagegen steht, das der Herr Kickl gerne geändert sehen würde, wofür er sich aber von den gleichen Schwarzen im Chor mit dem Rest des Parteienspektrums unisono als Demokratie- und Verfassungsfeind hat niederkreischen lassen dürfen, ist nur eine Randnotiz in diesem mörderischen Treppenwitz. Die Schwarzen sind doch die, für die „glühender Europäer sein“ und „der EU alle Macht übertragen“ einziger Selbstzweck sind und die sich gerade diebisch darüber freuen, dass ihr ungarischer Parteifreund von der EU niedergebuttert wird, weil er sein Land nicht für Bereicherung öffnen will. Und die fordern jetzt von Kickl genau das harte Durchgreifen, für das sie ihn bisher angerotzt haben und Orban zum Faschisten erklärt?
Sorry, aber was ihr hier habt, ist ein typischer Fall von geliefert wie bestellt. Ihr werdet im Ländle noch viel Spaß mit der Familie des Täters haben, und kein Kickl wird euch den Hintern retten, warum auch. Ist nicht seine Aufgabe und die seiner Partei. Denn ihre Vorstöße, bekannte Intensivtäter hinter geschlossenen Zäunen auf den Ausgang ihres Verfahrens warten zu lassen und sie sofort auszuweisen, wenn dieses negativ ausfällt, wurden bisher doch von den Schwarzen ebenso vehement wie von den anderen torpediert und verdammt. Mit Hinweis auf genau die EU, für die im Mai eine Parlamentswahl stattfindet.
Nun denn, freut euch schon jetzt mal auf das Ergebnis.

Video zum Sonntag

Heute nochmal ein paar Minuten Feroz Khan, mit einem kleinen Rückblick auf 2018 und einem interessanten Videoschnipsel von den angeblichen „Nazi-Demos“ in Chemnitz, der nirgends auf den Empörkanälen jemals zu sehen war.