„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Donnerstag, 9. November 2017

Fußball in Schwarzweiß


„Die Mannschaft“ hat ihren Namen als „Deutsche Nationalmannschaft“ bereits verloren, die Nationalhymne singen auch nur noch ein paar Unverbesserliche mit und jetzt wurde auch das Trikot endlich von diesen selbst der Obersten Herrscherin Teutoniens offensichtlich zutiefst verhassten Nationalfarben befreit. Entsprechend dem neuen gesellschaftlichen Klima auf dem bevölkerten Territorium werden auch die Kasperkostüme der balltretenden Rasenclowns nun in fröhlichem Schwarzweiß gehalten.

Jetzt muss nur noch die Rothe Brigade, dieses Kollektiv der Hirnveralgten um Eckardt Göring und dessen gesichtsbehaarter Frau Antonia Hofreiter, oder wie die Zentralorgane dieser Individualverwirrten auch immer heißen, in den Koitusvertrag zum fröhlichen Bettenrammeln mit Merkel und Lindner, das strikte Verbot schwarzrotgoldener Winkelemente und Gesichtstapezierungen in Fußballstadien unter Androhung schwerer Strafen wie dem Absingen des kompletten Albums von Conchita Wurst, der dunklen Schwester von Antonia Hofreiter, oder dem Bemalen von Weihnachtsbaumkugeln mit dem verweinten Gesicht von Claudia Roth, durchsetzen.
Und, ganz wichtig, den Rasen grau einsprühen. Dann ist Fußball endlich so farbenfroh, wie wir uns Multikulti niemals vorgestellt, aber immer wieder geliefert bekommen haben.

Oder hat nicht jeder der älteren Generation, wenn er von einer „verschleierten Frau“ gehört hat, nicht sofort an die „bezaubernde Jeannie“ gedacht, die mit einem Hauch von Tüll und einigen Quadratzentimetern Stoff, die an genau den richtigen Stellen fehlten, alles besaß was die begehrenswerten Attribute einer Frau auf neuerdings widerlich sexistische Weise absolut geil aussehen ließen? Und was haben wir geliefert bekommen? Schwarze wandelnde Stoffsäcke, etwa so erotisch wie ein Kartoffelsack, die zehn Schritte hinter einem in ebensolches Schwarz gewickelten grimmigen Fusselbart dahinschlurfen wie Mumien mit Herzschrittmacher.

Dieses Bild sollten wir vor Augen haben, wenn die Schwarzweißen dem schwarzweißen Ball hinterherrennen, vom Schwarzen angepfiffen, der wohl bald nicht mehr rote und gelbe Karten aus der schwarzen Hose zieht, um die vom grünen Wächterrat zu den Spielen geschickten Spielbeobachter nicht in spontane Weinkrämpfe verfallen zu lassen, die sie bei dieser verhassten Farbkombination immer wieder übermannt, sondern hellgraue und dunkelgraue Karten. Denn allen wird bei der nächsten Meisterschaft der Herzen endgültig klar: Es war Quatsch, sich wegen Fußball extra einen riesigen Farbfernseher zu kaufen. Den gibts nur noch in Schwarzweiß.



Kommentare:

Heinz hat gesagt…

Unglaublich, nicht einmal irgendwo ganz klein die deutsche Nationalflagge.
Wer weiß, vielleicht fürchteten sich die Macher, dass die Merkel den Spielern dann das Leibern vom Leib reissen würde.

Bleibt nur noch den Deutschen zu wünschen genauso farblos zu spielen, wie sie aussehen.

Anonym hat gesagt…

Werter Fragolin,

in diesem Zusammenhang sollte der Ursprung der schwarz-weißen Trikotfarben der deutschen Nationalmannschaft nicht unerwähnt bleiben: Die preußischen Staatsfarben!

Das ist einmal ein echter Treppenwitz der Geschichte.

Herzlichst,
Tomj

Frolleinwunder hat gesagt…

Na ja, um ehrlich zu sein, versteh ich DIESE Aufregung nicht ganz: DIE MANNSCHAFT ist zwar ein etwas gekünstelter Spitzname für den Wehrmachtersatz, aber nach dem turnier in Brasilien, wo sie sich wirklich als eine kaum schlagbare Einheit gezeigt haben, durchaus als Respektbezeugung zu verstehen. Und, nicht zu vergessen, zwei von vier Titeln wurden in schnödem schwarz-weiß geholt! Da hat sich auch niemand drüber aufgeregt, wir haben "schon immer" so gespielt. Ob man die Entwürfe der T-Shirt-Praktikantinnen beim Dassler jetzt mag oder nicht, hängt für meine Begriffe nicht unbedingt an Tupfern von rot und gelb auf weißem Dress.
Nebenbei, im grünen Dress des Propheten hats auch schon ewig gespielt - sagte nicht schon Heribert Meisel kurz nach dem Krieg: Oh, diese grünen Trikots der Deutschen, sie brachten uns noch nie Glück! Am Ende wurden die Waffengefährten von 1938 dann 1:6 aus dem Sankt-Jacob-Park zu Basel geschossen, Schäfer, Morlock, je zweimal Walter ....

Fragolin hat gesagt…

Werte Frolleinwunder,
bei jedem schwarz-weißen Trikot der vergangenen Jahre gab es entweder senkrecht oder schräg zumindest ganz feine, fadendünne Streifen in schwarz, rot und gold. Wenigstens ein zarter Hinweis auf die Herkunft wenigestend eines Teils der Spieler.
Das entfällt heute komplett. Nichts soll mehr an Deutschland erinnern, die Abschaffung schreitet voran.
Als nächstes ist der Adler dran. Noch zwei Turniere und es gibt keinerlei Hinweis mehr.
MfG Fragolin