„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Mittwoch, 18. April 2018

»Mumie« zur Queen — ist das nicht ein wenig despektierlich?

von LePenseur


DiePresse schreibt redaktionell (in Person von Frau Postl, d.h. ausnahmsweise nicht von APA ab):
Schon seit Monaten wird spekuliert, wer für den Chefposten dieser nachkolonialen Struktur infrage kommen könnte (Prinz Harry und seine Freundin Meghan Markle wurden genauso ins Spiel gebracht wie Ex-US-Präsidenten Barack Obama, der freilich gar nicht aus einem Commonwealth-Staat stammt). Prinz Charles' Name fiel in diesen Überlegungen hauptsächlich als Pflichtnennung.

Während die Entscheidung für die Commonwealth-Länder hauptsächlich eine symbolische sein wird, trägt sie für den Prinzen persönlich wesentlich größeres Gewicht. Er selbst sieht sich durch und durch als berechtigter Erbe seiner Mutter. Beim Commonwealth-Gipfel herrscht aber nun so etwas wie ein offener Wettbewerb der Ideen. Schafft es da der Prinz, sich zu selber positionieren? Im Notfall wird es wohl heißen: Mummy wirds schon richten.
Nun gut — das stand heute in der »Morgenglosse«, und vielleicht, wer kann's wissen, ging bei Frau Postl am Abend (oder gar: in der Nacht) davor so die Post ab, daß sie frühmorgens den Unterschied zwischen »Mommy« und »Mummy« nicht so ganz mitbekam (und korrekturlesende Kollegen gibt's in Zeiten wie diesen keine mehr ...)




Ahoi!






Zwei rechte Negerlein

... die wollten debattieren —
Die Linken trauten sich dann nicht,
So ließ man's schubladisieren ...


von LePenseur


Oder so ähnlich müßte der Kehrreim lauten, den man sich auf diese Meldung machen kann:

Nach Kritik an "Neger"-Ankündigung: MDR Sachsen setzt Radiosendung ab

Der Tweet rief in den sozialen Netzwerken heftige Proteste hervor. Zwei Diskutanten sagten daraufhin ihre Teilnahme ab. 

Nach massiver Kritik an einer Programmankündigung hat der MDR Sachsen die für Dienstag geplante Ausstrahlung einer Radiodiskussion abgesagt. Zuvor hatte die Redaktion mit der Frage "Darf man heute noch "Neger" sagen?" auf Twitter auf die Sendung hingewiesen und damit in sozialen Netzwerken heftige Proteste ausgelöst. Der Sender habe auf die Folge von "#dienstagsdirekt" verzichtet, "nachdem zwei der vier Gäste infolge des Tweets abgesagt haben", teilte MDR Sachsen per Twitter mit.
In der Sendung sollten die Rechtspopulistin Frauke Petry und der konservative Publizist Peter Hahne mit der Linken-Politikerin Kerstin Köditz und dem Soziologen Robert Feustel über "politische Korrektheit" diskutieren. Sie sagten nach dem umstrittenen MDR-Tweet ab. "Das Thema wurde bei einer kurzfristigen Sendungsankündigung mittlerweile in eine Richtung (weiter-)gedreht, die vollends indiskutabel ist", begründeten Köditz und Feustel in einer gemeinsamen Erklärung per Twitter. Dabei bekräftigten sie kritische Stimmen, "die grundsätzlich fragen, warum keine Menschen eingeladen wurden, die selbst von Rassismus betroffen sind".
... schreibt DiePresse (von APA/dpa ab, wie gewöhnlich). Tja, die Argumentation hat was! Man darf nicht nur nicht »Neger« sagen, man darf nicht mal fragen, ob man noch »Neger« sagen darf. Und demnächst wird auch die Frage, ob die Frage nach der Erlaubtheit eines »Neger«-Sagers erlaubt ist, ebenfalls verboten sein. Und dann die Frage nach der Frage, ob die Frage ... (bitte selbst weitertexten)

Ganz besonders originell ist freilich die Frage, »warum keine Menschen eingeladen wurden, die selbst von Rassismus betroffen sind«, wenn ohnehin Menschen eingeladen worden sind, die selbst von einem massiven und einen »rassistischen« durchaus vergleichbar Vorurteil unmittelbar betroffen sind: nämlich dem, daß »rechts« sowas wie »charakterlich letztklassig und verachtenswert« sei (also ein »Wertetumor«, wie Seine Diplomatische Exzellenz Asselborn von Luxemburg wohl ganz elegant formulieren würde).

Ist es nicht! Verachtenswert sind vielmehr die kleinen Feiglinge, die vor der Diskussion gekniffen haben, weil sogar sie gemerkt haben, daß ihr gutmenschliches Gesülze den Menschen einfach auf den Zeiger geht. Warum ein Wort, das nicht irgendwann im Spätmittelalter, sondern noch bis in die 1980er-Jahre hinein kein Mensch als »rassistisch« bezeichnet hätte, das sich völlig wertneutral in seriösen Lexikonartikeln und Fachpublikationen fand, auf einmal »rassistisch« sein soll, erschließt sich nämlich keinem, der nicht von der political correctness gehirngewaschen wurde! Die Sprache ändert sich nicht in wenigen Jahren — die braucht Jahrhunderte, um ein Wort auf natürliche Weise in seinem Sinngehalt zu verändern.

So, wie das »Weib« langsam — so zirka ab der Weimarer Klassik — durch die »Frau« abgelöst wurde, und irgendwann dann nach dem Vaticanum II auch aus dem Rosenkranz (»... gebenedeit unter den Weibern ...«) eliminiert wurde. Und jetzt soll sowas auf einmal im Schnellzugstempo passiert sein? Meyers Enzyklopädie (9. Aufl. 1971-1985) verzeichnet unter dem Lemma »Washington« noch unbefangen den Prozentsatz an Negern unter den dortigen Einwohnern — und bloß ein paar Jahre danach sollte das Wort plötzlich »rassistisch« sein?

Ach, macht euch doch nicht so lächerlich ...

Affentheater

Da herrscht allgemeine Verwunderung: in Moscheen der ditib und der atib, also den Kanzeln des osmanischen Sultans und Khalifen in spe, marschieren kleine muselmanische Soldaten auf und feiern das heldenhafte Gemetzel vor den Toren Konstantinopels im Ersten Weltkrieg nach, so richtig mit modernen Camouflage-Klamotten und Knarren, während züchtig bekopftuchte Jungfern im Volksschulalter Heldenlieder trällern und die kleinen Kämpfer Allahs anhimmeln.
Jetzt könnte man sich empören und so tun, als würde hier die Welt einstürzen, aber sehen wir es mal nüchtern: da ist nix Neues unter der Sonne. Das findet schon seit Jahren statt.
Das schreiben sogar die Türken selbst:

Der Zeitpunkt, an dem dieses Affentheater losgetreten wird, wirft Fragen auf, da solche Aufführungen seit Jahren, wenn nicht gar seit Jahrzehnten stattfinden.“

Mit „Affentheater“ ist natürlich nicht das Herumgehopse der kleinen Soldaten des osmanischen Sultans und derer frisch bezogenen Matratzen vom Kinderchor gemeint, sondern die islamophobe Hetze des dekadenten Westens gegen den nationalistischen Stolz des Türkentums.

Es ist nun mal so, dass die konservativen und nationalen Strömungen in den türkischen Moscheegemeinden durchwachsen vertreten sind; eigentlich gibt es nur diese Strömungen und damit auch die Religiosität und den Nationalismus - wobei Nationalismus von der Gesellschaft in Deutschland oder Österreich geflissentlich mit der eigenen Geschichte verknüpft wird. Dafür kann jedoch der türkische Nationalismus nichts, dass die Deutschen oder Österreicher mit Patriotismus oder Nationalismus anderes assoziieren.“

Es kann den Türken auch herzlich egal sein. Aber nur, solange sie sich nicht in Deutschland und Österreich aufhalten. Ihre nationalistische Religiosität können sie gern im Reich des Sultans ausleben, aber nicht hier! Ich würde mir das Gedöns der Erdowahn-Cheerleader anhören, wenn in einer Kirche in Ankara (das sind diese Häuser, die der Staat Türkei im vorigen Jahr enteignet und übernommen hat) im Rahmen eines Kindergottesdienstes kleine Soldaten auftreten, die die Schlacht am Kahlenberg und den Sieg des katholischen Entsatzheeres über den Großwesir Kara Mustafa abfeiern.

Und ein Schmankerl aus der Ischfickdischcommunity habe ich auch gefunden, weil Sätze zerlegen so viel Spaß macht:

Ähnlich wie bei der ekelhaften Beschneidungsdebatte vor einigen Jahren und jetzt durch die Kopftuchdebatte, wird derzeit auf besonders perfide Art und Weise die vermeintliche Sorge um das Kindeswohl vorgeschoben, um gesellschaftlich stigmatisierte und in ihren mutmaßlichen Gesinnungen missliebige Menschen in ihren grundlegenden Rechten zu beschneiden...“

Ach, eine Debatte um die Beschneidung von Kindern ist ekelhaft, aber die Beschneidung der „grundlegenden Rechte“ von Eltern, die ihre Kinder körperlich verstümmeln oder in Uniformen stecken wollen, die darf nicht sein? Holla die Waldfee, das Kindeswohl, das die körperliche Unversehrtheit des Kindes vor die kranken Riten der radikalreligiösen Eltern stellt, muss man nicht vorschieben, das steht von ganz alleine vorn.
Auf das weinerliche Mimimi der „gesellschaftlich Stigmatisierten“ gehe ich nicht weiter ein. Wer sich demonstrativ durch Erscheinungsbild und Äußerungen selbst auf eine andere Stufe stellt als den geringgeschätzten Rest, kann nicht mehr für voll genommen werden, wenn er dann zum Greinen anfängt.

Fakt ist, dass da Kinder im Volksschulalter in einer Moschee eine Schlacht nachgespielt und kleine Mädchen islamisch bekopftucht dem zugejubelt haben. Auch wenn sofort beim Auftauchen von Bildern im Netz das Ganze empört (wie sonst) von den verlängerten Armen der türkischen Religionsbehörde des Khalifen in spe von sich gewiesen wurde, weil man wusste ja nicht und hätte ja nicht ahnen können – bullshit, Taqiya, Geblöke, denn bereits oben wurde in einem türkischen Medium offen zugegeben, dass das schon seit Jahren so läuft, und außerdem muss sowas vorher geprobt werden. Kinder rotten sich nicht plötzlich in Uniformen und Matratzenbezügen zusammen und zelebrieren eine hundert Jahre zurückliegende Schlacht unter dem Absingen spontan einfallender Lieder. Die haben das gelernt und geübt. Und die dabei sitzenden Eltern und Verwandten wussten auch ganz genau, was ihre Sprösslinge eingeübt haben.

Die Ausrede ist natürlich Heldengedenken an die Schlacht um Gallipoli:
Die Osmanen gewannen die Schlacht, ein Gemetzel mit 100.000 Toten, am 18. März, der bis heute in der Türkei als heldenhafter Sieg der muslimischen Verteidiger gegen das christlich-westliche Kreuzfahrertum (die sind irgendwann vor tausend Jahren steckengeblieben, es hilft nichts) gefeiert wird und den Bannerträgern des radikalmuslimischen Despoten Erdogan als Motivation gilt. Dieser verschob die Feierlichkeiten aber auf den April, um im Taumel der Sieges- und Gedenkfeier etwas anderes zu verstecken, zu dem er nicht gerne Stellung bezieht, weil er es, anders als der Rest der Welt, als heldenhaftes Meisterstück seiner djihadistischen Vorfahren gilt: der feige Genozid an mehr als einer Million Armeniern, dem am 25. April gedacht wird. Die Freude der radikalen Muslime am Aufschlitzen von Christen hat eine lange Tradition.

Dienstag, 17. April 2018

Man mag die Erkenntnisse die Physiognomie »unwissenschaftlich« schelten

von LePenseur


... doch wie erklärt man sich, daß bestimmte Hackfressen exakt jene Megalöcher und skrupellosen Gauner sind, die ihre entgleisten Gesichtszüge uns schon auf den ersten Blick verraten?

Bewundert, gehasst, verjagt: Der jähe Sturz des Werbezaren

Sir Martin Sorrell, Gründer und Chef des weltgrößten Werbekonzerns WPP, kam seiner Ablöse wegen Untreueverdachts zuvor.

[...] Am kommenden Freitag sollten externe Juristen dem Verwaltungsrat die Ergebnisse ihrer Untersuchung präsentieren. Der Vorwurf: Der längstdienende Chef eines börsenotierten britischen Konzerns soll Firmengelder veruntreut und sich auch sonst unredlich benommen haben. Auch wenn Sorrell die Vorwürfe bestreitet: Es ist ein unrühmlicher Abgang, ein tiefer Fall.
(Hier weiterlesen)
Es gilt, selbstverständlich, die Unschuldsvermutung, wie LePenseur hinzuzusetzen weiß. Warum nicht jenes Wörtchen, mit dem eine ehrabschneiderische Journaille nur zu gerne Ehrenmänner, die dem System lästig und ihren linken Anschauungen zuwider sind, der allgemeinen Häme freigibt, auf den langjährigen Exponenten jener Parasitenszene treffend anwenden, die aus Berichterstattung einen PR-Text macht ...


Ja, ja ... genau das wird der Grund sein!

von LePenseur


DiePresse schreibt (von APA/dpa ab):

EU-Kommission will Personalausweise mit digitalem Fingerabdruck

In den 28 EU-Staaten sollen die Ausweise mit digitalem Fingerabdruck und weiteren biometrischen Daten versehen werden - um es Terroristen schwieriger zu machen. 
(Hier weiterlesen)
Na klar! Handschuhe wurden noch nicht erfunden, und Masken wurden von Terrorbanden auch noch nie getragen. Wenn unsere »Sicherheitskräfte« und »Anti-Terror-Spezialisten« heillos überforderdert gewesen sind, Personen, die sie als präsumptive Terroristen auf dem Radar hatten, so zu überwachen, daß sie an Anschlägen gehindert wurden, dann werden die biometrischen Daten von ein paar hundert Millionen EU-Bürgern garantiert dafür sorgen, daß nichts mehr passiert .... 

Bitte verarscht doch wen anderen, Ihr machtgeilen Vollidioten!

In Wahrheit wollt ihr an die Daten, um euren Überwachungsstaat auszubauen, und zu verhindern, daß lästige Demonstrationen euch aus der bequemen Pfründe jagen: denn wenn jeder Demonstrant damit rechnen muß, daß er mit Gesichtserkennungssoftware in Sekundenschnelle identifiziert wird, dann wird die Neigung, seine Überzeugung öffentlich und mit Nachdruck zu vertreten, drastisch sinken! Und was ist leichter, als mit zwingendem Fingerabdruck beim Personalausweis einen ebensolchen beim Einloggen ins Internet zu verlangen — und so endlich den feuchten Traum aller totalitären Politpsychopathen zu verwirklichen: den gläsernen Bürger, den man jederzeit gängeln, erpressen oder sonstwie »unschädlich« machen kann ...


Es waren und sind immer die Schreibtischtäter vom Schlage eines Avramopoulos, die die Unfreiheit der Menschen perfektionierten. Die Eichmanns, die immer davon träumten, endlich einmal die ganz, ganz große »Ordnung« zu schaffen. In der paranoide Sesselfurzer wie sie endlich einmal »das Sagen haben« würden...



Stichelei

Oh, wie es scheint sind bestimmte Vorgänge, die noch gestern als üble xenophobe Hetze eines Ängste schürenden rassistischen rechten Randes bezeichnet wurden, in der Mitte der transatlantischen merkelistischen Berichterstattung angekommen: Die „Bild“ listet akribischer als das private Blog-Projekt „Politikversagen“ den bunten Reigen der zumindest teilweise erfolgreichen 18 Messerattacken von „Männern“ und „Jährigen“ nur einer einzigen Woche (oder besser: 5 Tage) in Deutschland auf; der Schnitt liegt ja schon fast bei einem Toten pro Tag, von den Verletzten reden wir mal nicht. Und Messerdrohungen sind da ebensowenig erfasst wie andere Gewalttaten mit Schirmständern oder Steinen oder Schlagstöcken oder Pfefferspray – man will es ja nicht ganz so bunt darstellen, wie es ist.
Bin mal gespannt, wann es eine eigene Messerzusatzversicherung gibt, weil die Kosten von den Krankenkassen nicht mehr getragen werden.

So ein bisschen auf die Medien und auch die Justiz einhacken muss ich trotzdem. Denn da steht ja auch die Geschichte der jungen Frau Vivien, die fast ermordet wurde:

An der Kasse kommt es zu einem belanglosem Streit mit Jugendlichen (13, 14). Als das Paar den Supermarkt verlässt, tauchen die beiden Jungs wieder auf – in Begleitung eines älteren Verwandten (17). Der geht auf das Paar los, sticht die junge Frau nieder.“

Typisch mannhafter, stolzgeschwellter Mohammedanerspross: Mit dem Messer auf die Frau los. Das ist der Mut dieser kleinen Gockel. Frauen und Kinder, ansonsten müssen ihre Gegner schon gefesselt und mit verbundenen Augen vor ihnen knien, damit sie denen voll Inbrunst die Kehle durchsäbeln. Da fehlt dem beschnipselten Gekröse anscheinend auch der Inhalt.

Vivien überlebt nur knapp, lag drei Tage im künstlichen Koma. Gegen den 17-jährigen Flüchtling wurde Haftbefehl erlassen.“

Die nennen den weiterhin „Flüchtling“, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Oder besser nicht, weil von dem Geschmack, den das hinterlässt, kommt einem der Kaffee wieder hoch. Ich spare mir die Verschriftlichung meiner Gedanken über eine passendere Bezeichnung für dieses Menschengeschenk und überlasse es jedem selbst, sich vorzustellen, welche Kreativität ich dabei entwickle. Nur als Tipp: der Begriff „Flüchtling“ taucht da ebensowenig auf wie „Geflüchteter“ oder „Schutzbedürftiger“. Dafür hänge ich noch einige Namen für die Redaktionsknilche an, die zu feige sind das Kind wenigstens bei einem, wenn schon nicht justiziablen, so doch weniger heuchlerischen Namen zu nennen.
Aber die Schreiberknechte haben die „Challenge“ im „Germanys Next Arschloch“-Wettbewerb noch lange nicht sicher in der Tasche, da rittern auch noch andere Protagonisten tapfer um diesen Preis:

Die Staatsanwaltschaft ermittelt „nur“ wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Grund: Nach Ansicht der Strafverfolger sei der Beschuldigte von der versuchten Tötung freiwillig zurückgetreten.“

Der ist was?
„Zurückgetreten“?
Abgesehen davon, dass das eine interessante Wortwahl ist, die sich etliche Politiker und deren Wurmfortsätze in Polizei und Justiz zu Herzen nehmen sollten, kann man sich da nur noch an den Hintern fassen, denn der Kopf ist da wirklich schon zu schade dafür: Der messert eigens zu diesem Zweck bewaffnet gezielt am Tatort auftauchend mit Schwung und Elan auf eine Frau ein, bis diese verblutend am Boden liegt, und nur weil er es knapp nicht geschafft hat sie umzubringen, ist es kein Mordversuch? Wenn ein Bewaffneter gezielt mit Tötungsabsicht auf einen Menschen schießt und nur knapp am Herzen vorbei die Tötungsabsicht nicht durchsetzen kann, ist er auch nur „zurückgetreten“ und hat nur eine „Körperverletzung“ begangen? Was soll denn dieser Bullshit?

Liebe „Strafverfolger“, wenn ihr einfach keinen Bock habt, es euch mit einem der Merkelschen Gäste ungemütlich zu machen, dann sagt das einfach offen und ehrlich. Wenn ihr der Meinung seid, dass das Niedermessern von Schon-länger-hier-Lebenden ein Kavaliersdelikt ist, dann sagt das einfach. Wenn ihr meint, dass Eingefallene eine samtpfotige Sonderbehandlung verdienen, dann sagt das einfach.
Aber diese dämliche Bullshit-Bingo-Heuchelei ist wirklich grausig.

Montag, 16. April 2018

Was ist das gute an Nuklearwaffen, wenn wir sie nicht einsetzen?

So fragt man sich in Washington.
Nein, nicht erst seit gestern.
Als dieser Artikel erschien, stellte dort noch der Große Messias und Friedensnobelpreisträger den Präsidenten dar. Heute sitzt dort ein anderer Clown, aber regieren tun wie damals andere.
Und die wollen unbedingt den Atomkrieg.

Sonntag, 15. April 2018

Im Kriegsrausch

von LePenseur



... sind unsere Systemmedien, ebenso wie Politruks fast aller Parteien:
Der politisch-mediale Komplex trommelt gegen Syrien. Mit einem angeblichen Giftgasangriff in Syrien, für den es keine Beweise gibt und der alle Kennzeichen einer Provokation trägt, rechtfertigen deutsche Medien einen möglichen Krieg, der zehntausende, wenn nicht Millionen Tote fordern würde.

Allen voran hat sich Außenminister Heiko Maas in der Syrien-Frage hinter Frankreichs Präsident Macron gestellt und militärische Mittel gerechtfertigt. "Ich bin kein Pazifist", sagte er dem Spiegel. "Ich habe aus der besonderen deutschen Geschichte die Schlussfolgerung gezogen, dass es leider auch Momente geben kann, in denen als Ultima Ratio militärische Mittel eingesetzt werden müssen."
Die großen »Qualitätszeitungen« (Welt, Zeit, FAZ & Co.) überschlagen sich vor Begeisterung, nicht nur in Deutschland, auch in Östereich — DiePresse läßt Christian Ultsch frohlocken:


Diesmal handelte Trump richtig

Der westliche Militärschlag in Syrien war präzise, eng eingegrenzt und gut begründet. Das syrische Regime wird es sich künftig zweimal überlegen, ob es abermals Giftgas einsetzt.

(Hier weiterlesen)
Ganz besonders ins Grübeln kommen wird es allerdings angesichts der Tatscache, daß es kein Giftgas eingesetzt hat, und trotzdem bombardiert wurde. Welche Schlüsse lassen sich aus dieser Faktenlage ziehen? Natürlich keine, die von einem tapferen Mainstream-Journaillisten gezogen werden — wohl aber von den Lesern, deren Reaktionen fast durch die Bank ablehnend ausfielen:
peter10
Wie wäre es Herr Ultsch, wenn Sie bei Ihren Ausführungen nicht vergessen würden, dass wir (noch) in einer Welt, zumindest der westlichen, mit bestimmten Rechtsnormen leben.
Und dazu gehört in erster Linie, dass Verurteilungen, geschweige Aktionen nur nach Beweisen und Fakten erfolgen duerfen.
Und die fehlen wieder einmal wie so oft bei Aktionen der USA, die schon Hunderttausende Menschenleben gekostet haben.
Es gab auch diesmal wie bei allen anderen Syr. Giftgeschichten,keinerlei Beweise und Fakten. Nur Behauptungen der USA.
Und das goutieren Sie?? Interessant. 


maxderlax
"Diesmal handelte Trump richtig"
Wie kann man einen militärischen Angriff eines Landes das von dem Land das es angegriffen hat nicht einmal bedroht wurde als "richtig" bezeichnen???
Nicht nur, dass ihr Journalisten mittlerweile anstatt mit Fakten uns mit euren Meinungen zutextet jetzt kommt ihr auch noch mit moralinsaurer Überheblichkeit und wollt uns den Angriff als etwas positives verkaufen. Der Angriff erfüllt nach UN Charter klar die Bedingungen für ein Kriegsverbrechen! Wie weit haben wir es eigentlich gebracht? Mir kommt da das Speiben...


Jon Schlorki
Warum konnte\wurde der Giftgaseinsatz nicht bewiesen ? So sieht es eher danach aus als wurde ein Anlass konstruiert. 


Wolf92
Jeder Giftgaseinsatz ist strikt abzulehnen, soviel ich weiss sollen dabei 40 Menschen ums Leben gekommen sein. Die andere Seite, wieviel Menschen verhungern täglich? (wobei der Westen sicher nicht unschuldig ist) Würde der Westen seine Milliarden oder sogar Billionen statt in die Kriegsmaschinerie in Entwicklungshilfe, Forschung oder dgl. investieren, gäbe es erstens keinen Krieg und zweitens würden wohl alle davon profitieren. Wer glaubt das solche Bombenangriffe aus Gründen von Menschenrechten erfolgen der glaubt auch an den Weihnachtsmann....am Ende geht es immer nur um Geld und Macht! 


hansp
Die wichtigste Frage wurde nicht geklärt: gab es einen Giftgaseinsatz? Nach den Erfahrungen mit der Lügerei der USA und UK neige ich eher dazu es zu bezweifeln.


Blacky007
Hussein hatte auch keine Chemiewaffen mehr. War nur ein Vorwand einen Krieg zu führen. Schlimm für mich ist die Berichterstattung der Medien. Wie sie Trump alle zujubeln. Es gibt noch immer kein ein UNO Mandat für solche Angriffe.


Kapitänleutnant
Der Ausdruck "Hornberger Schiessen" trifft diesen "Militärschlag" wohl am besten.
100 Raketen und keine hat getroffen?
Keine Tote, Keine Verletzte, keine Militäreinrichtung zerstört, keine Waffenarsenale vernichtet, nur ein paar Ruinen noch ein bisschen mehr ruiniert.
Jedes Sylvesterfeuerwerk hinterlässt mehr Schaden!
Genausogut hätte die NATO in der Beringsee einen Übungs-Eisberg angreifen können.
Und die Syrer?
Ja, die juckte dieses mitternächtliche Geplänkel so gut wie gar nicht. Die schliefen in den Kojen, stellten ab und zu eine Stange an den Strassenrand, schlenderten entspannt durch Damaskus oder zündeten sich in aller Ruhe eine Shisha an.
Die Russen in Syrien nutzten derweil die Zeit, um ihre Schiffe aufzutanken, ihre Flieger zu putzen oder ihre Uniformen für die Eroberungsfeier von Ostghouta, oder wie das Nest heisst, zu bügeln.
Putin spielt den verärgerten und schimpft in seiner diplomatischen Weise über die Amis, wie er halt das sonst auch tut.
Also, da stimmt doch so einiges nicht.
Aber macht euch selber einen Reim darauf.
Tja, liebe Systemschreiberlinge: die Leute sind aufgewacht — die glauben euch nix mehr. Zu oft wurden sie von euch belogen, und irgendwann ist halt der Ofen aus ...

Besonders aufschlußreich ist freilich ein Interview, das BBC Scotland mit dem früheren britischen Botschafter in Syrien (2003-2006), Peter Ford, vor einigen Tagen führte:


Offenbar war das schottische Regionalstudio nicht informiert, daß es den früheren Botschafter nicht interviewen sollte ...

Video zum Sonntag

Ein arbeitsintensives Wochenende (was Kunden alles so wünschen…) stellt mich bis Dienstag kalt, deshalb hier mal etwas seichte Kost: