„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Montag, 11. März 2019

Rechts sein heißt Recht behalten

Ach, was wurde über die urböse rechtspopulistische Hetze gelästert und all jene, die bereits 2015 prophezeiten, dass eine sperrangelweit geöffnete Grenze irgendwann zu eingemauerten Städten führen wird! Jaja, die rechtspopulistischen Panikmacher, die diffusen Ängsteverbreiter, die auf die komplexen Probleme einer globalisierten Welt mit dumpfen Nationalismen und Abschottung reagieren wollen, buhuhu…
Und was kommt jetzt?
DAS.

Hans-Joachim Grote, immerhin der Vorsitzende der Länder-Innenministerkonferenz der Bundesrepublik Deutschland und getreues Merkel-Faktotum, weiß jetzt endlich die Antwort auf den bösen islamistischen Terror, der Buntland bedroht. Nein, nicht etwa die Gefährder dahin verfrachten, wo sie hingehören oder im akuten Fall in lebenslange Sicherheitsverwahrung nehmen, nein, viel viel besser, effektiver und progressiver:

Grote will Stadtmauer gegen Terror“

Hurra, zurück ins Mittelalter! Ist ja nur konsequent: Wir importieren massenhaft mentales Mittelalter, also bauen wir auch wieder mittelalterliche Wehrburgen und Stadtmauern. Allerdings darf vermutet werden, dass die Stadttore in diesen Toleranzbunkern sperrangelweit offen stehen werden, denn man muss die Stadt zwar mit Mauern und Wehrtürmen gegen Terroristen schützen, darf aber keinerlei General- oder sonstigen Verdacht gegen jene äußern, die sich in diese Stadtmauern begeben wollen. Oder darf die Torwache jetzt Fusselbärte, Stoffzelte oder bekannte Salafisten abweisen, zur Not mit genau jener Staatsgewalt, auf die Merkelstan an seinen Grenzen ebenso großzügig wie illegal verzichtet hat?

Nötig seien dauerhafte Lösungen.“

Eine wäre, das Merkelmantra „Nun sind sie einmal da!“ in die Mülltonne der Geschichte zu treten, die deutsche Grenze wieder als solche zu schützen und alles, was sich innerhalb der Bundesgrenzen befindet und als eindeutige Gefahr zu erkennen ist, auf die andere Seite dieser Grenze zu schaffen. Und ja, die vielgepriesene „europäische Lösung“ hätte da meine volle Zustimmung, dazu müsste aber die EU sich erstmal bei Orban entschuldigen und dann seine Ideen konsequent und einheitlich umsetzen. Gesamteuropäisch. Der wird nämlich dafür gehasst und verhetzt, weil er als Einziger die Schengen-Verträge wörtlich erfüllt hat. Bis heute.

"Gerade in kleineren Städten werden Feste nun durch Müllwagen, durch mit Sand beladene Lkws vermeintlich geschützt. Das wird aber dem Platz und dem Charakter des Festes nicht mehr gerecht", sagte der CDU-Politiker.“

Ach. Ist dem das auch schon aufgefallen? Dass Sandkipper und Müllwagen neben der Waffelbude den Appetit verderben und Polizisten mit Maschinenpistolen das Gesamtbild nicht unbedingt verschönern? Und hat er sich da auch irgendwie gemeldet, als Salafisten deutsche Weihnachtsmärkte mit voll aufgedrehten afghanischen Heulklängen übertönten? Nicht, dass das Kommerzgebimmel dort um irgendwas besser wäre, aber irgendwelches Muselgedusel passt noch viel weniger und vertreibt noch mehr Leute als Sandkipper oder Müllwagen.

"So traurig das ist, wir müssen uns ein Stück weit abschotten", sagte Grote. "Vor ein paar hundert Jahren war der Zugang zu diesen zentralen Plätzen auch nicht so einfach wie heute, da gab es nur ein paar enge Gassen." Versenkbare Poller, die auch wartungsintensiv seien, stellten für ihn keine dauerhafte Lösung dar.

Stadtmauern, Wehrtürme, enge Gassen. Abschottung? In Verbindung mit toleranzbesoffen sperrangelweit offen stehenden Toren sicher ein effektiver Schutz. Zwar nicht gegen Rucksäcke, Bombengürtel, Messermänner und Religionsfanatiker, aber dafür gegen Feinstaub und Innenstadtkapitalismus. Oder sollen die Gasthäuser und Geschäfte am Zentralen Marktplatz wieder mit Eselkarren durch enge Gassen beliefert werden? Oder bilden wir unsere Goldstückchen jetzt zu Trägern aus und lassen die zu Fuß liefern? Werden deren Taschen dann auch rassistisch generalverdächtigend jedesmal durchsucht, bevor sie den Marktplatz betreten dürfen?

"So makaber es klingt: Wir haben es heute nicht mehr mit Raubrittern zu tun, aber mit Menschen, die deutlich Schlimmeres vorhaben."“

Das klingt nicht nur makaber, das ist es.
Und einer dieser Menschen heißt Hans-Joachim Grote.
Genau hinschauen: mittelalterliche Gassen und Stadtmauern als Antwort auf Merkels irre Politik. Das sind die Ideen der progressiven Visionäre, die sich täglich vom dumpfen ewiggestrigen Denken einer AfD distanzieren. Denn geschützte Grenzen wie vor 30 Jahren sind ewiggestrig, aber Stadtmauern wie vor 300 Jahren sind progressiv...
Die haben sowas von fertig.

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