„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Donnerstag, 17. August 2017

Chemtrails

Bejubelnswerte Neuigkeiten aus dem Institut Mengele, dem antirassistischen Amt für psychische Volksgesundheit: Endlich wurde nach ersten Versuchen mit etwas sperrigen Betablockern als pharmazeutischen Krücken auf dem Weg zur Scheißegalgesellschaft ein wirklich handliches, weil leicht zu versprühendes Mittel gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entdeckt.
Was, welcher renitent fluchtophobe Hetzer hat da „Pfefferspray!“ gerufen? Kusch in deine rechte Ecke!

Nein, in einer absolut seriösen und wissenschaftlichen Studie des Mengele-Institutes, powered by Soros Foundation (Dank! Dank! Dank dem Edlen!), konnte festgestellt werden, wie man aus knallharten rassistischen Nazis flüchtlingskuschelnde Wellkammisten formen kann: man beneble sie mit einer ausreichenden Konzentration von Nasenspray. Ob man das jetzt in kleinen roten Flaschen mit Hakenkreuzchen verteilen will, um die rechten Dumpfbacken zu täuschen, oder das Zeug gleich mit den Chemtrails aus dem Flieger über unseren Städten versprühen, ist noch nicht belegt, aber der Reichsminister für Meinungsformung und Informationslenkung wird sich schon eine seiner körperlichen wie geistigen Größe angepasste Lösung einfallen lassen.

Jedenfalls wird mir jetzt klar, warum die Lage in Charlottesville so eskalierte. Der Hubschrauber, der das Nasenspray über den ultrarechten Prügelnazis versprühen sollte, damit sie weinend den farbigen Brüdern und Schwestern der friedliebenden BLM-Bewegung in die Arme gefallen wären, stürzte leider ab, bevor er seine glücksbringende Last abladen konnte.
Das Ergebnis ist bekannt: Es kam zu Ausschreitungen von beiden Seiten, und besonders darüber sind die Medien ganz besonders verschnupft.

Aber eines möchte ich den geneigten Lesern noch zu denken geben: Während die Geschichte mit den Betablockern so eine Randbemerkung zu einer Studie über Herzmedikamente waren, also sowas wie Toleranz-Viagra, handelt es sich bei der Untersuchung über den Einfluss von Oxytocin auf die „Fremdenfeindlichkeit“, die bezeichnenderweise darüber definiert wird, ob jemand einem einheimischen Bedürftigen mehr Geld spenden würde als einem sogenannten „Flüchtling“, um eine bewusst in diese Richtung gelenkte „Forschung“, wie man Menschen manipulieren kann.

Mittwoch, 16. August 2017

Ramschware

Heute im Prospekt gefunden: Ein halbes Kilo (für Deutsche: ein Pfund) Faschiertes (für Deutsche: Gehacktes) kostet beim Hofer (für Deutsche: Aldi Süd) 1,99 Euro (für Deutsche: knapp 4 Mark).
Vermuteter Aufdruck: Vorsicht, kann Spuren von Schwein enthalten.

Linksdjihad

Hadmut Danisch hat es hier treffend beschrieben: Linke benehmen sich wie Taliban oder IS, wenn es um den Umgang mit Denkmälern der Ungläubigen, oder in diesem Fall Falschgläubigen, geht.
Das sieht dann so aus.
Kein Wunder, dass die anderen Hass vorwerfen, die können sich gar nicht vorstellen, dass jemand nicht so hasszerfressen ist wie sie selbst.

Fake News

Ach, was haben die Medien süffisant trompetet, das „Nazischiff“ der Identitären, die „C-Star“, wäre in „Seenot“ und NGO-Kutter hätten angeboten, die Besatzung aus dieser „Seenot“ zu retten.
Jeder, der die ganzen Artikel las und weiß, wie sowas abläuft, wusste, dass das reiner Fake war. Inzwischen gibt es auch Stellungnahmen der Besatzung über Facebook und auch Transponder-Aufzeichnungen, die beweisen, dass die ganze Geschichte eine harmlose Reparatur war und, egal was herbeigeschrieben wurde, sonst gar nichts.

Hat schon einmal jemand an seinem PKW eine Reparatur an der Einspritzanlage bei laufendem Motor vorgenommen? Geht schlecht, oder? Also musste auch die Besatzung der „C-Star“ den Hauptmotor für ein paar Stunden abstellen, um eine Reparatur durchzuführen. Ist bei vielen Reparaturen an jeder Maschine Vorschrift, dass man gewissermaßen den Stecker zieht, bevor man irgendwas aufschraubt.

Ein Schiff, das vorübergehend ohne laufenden Hauptmotor dahintreibt, gilt als nicht manövrierbar. Deshalb kann es im Ernstfall die Regeln zum Ausweichen anderer Schiffe nicht einhalten. Damit andere Schiffe das wissen, muss laut internationalem Seerecht der Status der temporären Manövrierunfähigkeit gemeldet werden, was die Identitären auch taten. Man hält sich an das Seerecht, das nun einmal auch Pflichten beinhaltet. Im Gegensatz zu den Medienhaien, die sich begierig auf das gefundene Fressen gestürzt haben ohne an die Pflicht zum objektiven Berichterstatten auch nur den Bruchteil einer Sekunde nachzudenken.

Temporär manövrierunfähig ist nicht Seenot. Ist nicht. Nicht und nicht. Egal wie oft man eine Lüge schreibt, auf welchen Kanälen man sie wie lange wiederholt, sie wird dadurch nicht wahr.
Keiner muss von einem Schiff „gerettet“ werden, an dem eine Reparatur stattfindet. Hat man jemals die „Enterprise“ geräumt, weil Scotty am Warp-Kern geschraubt hat? Nein, aber in der Nähe befindliche Schiffe werden freundlicherweise fragen, ob Hilfe benötigt wird. Das hat nichts mit einem „Rettungsangebot“ zu tun sondern mit Höflichkeit. Außer, es ist ein NGO-Kutter, der laut Transponderspur angeblich nicht einmal in der Nähe war, aber PR braucht und die Besatzung der „C-Star“ gerne anpissen und den Medien Lügenfutter vorwerfen will.

Es gab also weder eine „Seenot“ noch ein ernstgemeintes „Rettungsangebot“, aber beides wurde tagelang durch die „Qualitätsmedien“ gepeitscht. Hat man irgendwo eine Richtigstellung gelesen? Oder gemeldet, dass das Schiff nach wenigen Stunden wie geplant wieder seetüchtig war? Sich entschuldigt, dass man, selbst als das Schiff schon wieder unterwegs war, immer noch das Märchen von der Seenot verbreitet wurde? Hat „Correctiv“ das klargestellt?
Natürlich nicht.

So geht Fake News.

Fanatiker

Dass religiöse Fanatiker jeglicher Coleur einen an der Waffel haben, kann man immer wieder beobachten. Dass der Fanatismus bereits im unteren Mittelbau der Religionspyramide beginnt und nicht erst bei irgendwelchen radikalen Mohammedanern, katholischen Tempelrittern oder jüdischen Ultraorthodoxen kann man an der jüngsten Aufregung über ein Appartementhaus in der Schweiz sehen, das für einem wahren Furor in der jüdischen Welt gesorgt hat.

Was ist passiert? Haben die eidgenössischen Appartementbesitzer die Endlösung gefordert oder „Arbeit macht frei“ auf die Zimmertüren der jüdischen Ferienhausgäste geschmiert?

Einige Appartementbesitzer haben jüdische Gäste dabei beobachtet, wie sie in schmutzigen Klamotten im gemeinschaftlichen Pool geplanscht haben, und haben sich beim Personal und der Verwaltung der Anlage darüber beschwert. Diese fühlte sich dadurch in der Pflicht, einen Zettel an den Pool zu hängen, der ja immerhin im gemeinschaftlichen Besitz genau dieser Appartementbesitzer befindlich ist. Das heißt, die können das Einhalten bestimmter Regeln einfordern. Von jedem.
Was stand auf dem Zettel?

"An unsere jüdischen Gäste: Bitte duschen Sie vor und nach dem Schwimmen. Wenn Sie die Regeln verletzen, bin ich gezwungen, den Swimmingpool für Sie zu schliessen."

Gut, das ist unglücklich formuliert, richtet es sich ja ursprünglich nicht an alle jüdischen Gäste sondern die jüdischen Gäste, die sich momentan in der Anlage befinden und eben dabei beobachtet wurden, wie sie diese Regeln als für sich nicht gültig betrachtet haben.
Natürlich, das musste so sicher kommen wie der Aufschrei der Imame und das Verbrennen von Schweizer Flaggen, hätte dort „muslimische Gäste“ gestanden, fotografierten das Juden (ob die gleichen, die sich vorher wie die Schweinderl benommen haben, ist nicht belegt) sofort ab und schickten es an einen israelischen Sender und sofort tobte der Antisemitismus-Shitstorm über die Medien.

Selbst die stellvertretende Außenministerin Israels ortete sofort „Antisemitismus der übelsten Sorte“, ohne sich offenbar auch nur eine Sekunde mit den Hintergründen zu beschäftigen und mal nachzufragen, was genau jetzt dort passiert ist. Ich hätte einer Frau in dieser Position zugetraut, genug Hirn zu besitzen, sich erst mit den Hintergründen auseinanderzusetzen und nicht sofort loszugeifern wie ein pawlowscher Hund, aber ich erwarte wohl zu viel von der Welt. Dass das Ganze zu einer diplomatischen Causa wurde, zieht es endgültig ins Lächerliche.

Leute, von Juden zu erwarten, dass sie sich ebenso vor und nach dem Benutzen eines Gemeinschaftspools duschen wie alle anderen Menschen, ist nicht Antisemitismus sondern Hygiene und Anstand! Man sollte sich überlegen, ob es nicht eher beschämend für die jüdischen Gäste ist, dass in ihren Reihen solche Rüpel unterwegs sind, die nicht einmal einfache Anstandsregeln einzuhalten in der Lage sind. Man benehme sich mal so in einer gehobenen Hotelanlage in TelAviv, na dann aber viel Spaß! Da ist ein Zettel noch das Harmloseste, was man bekommt. Die stellvertretende Außenministerin sollte einigen ihrer lieben Mitbürger vielleicht noch einmal klar machen, dass sie selbst für das Fremdbild, das von ihnen im Ausland entsteht, verantwortlich sind.

Aber es kommt ja noch besser, denn diese böswillig judenhassenden Schweizernazis haben auch noch einen Zettel am Kühlschrank im Personalraum hängen, auf dem Folgendes steht:

"An unsere jüdischen Gäste: Sie dürfen den Tiefkühler zwischen 10 und 11 Uhr morgens und 16.30 und 17.30 abends benützen. Ich hoffe, Sie verstehen, dass unser Team nicht zu jeder Zeit gestört werden will."

Na, das hat noch gefehlt! Das Simon-Wiesenthal-Zentrum ortet den eindeutigen Bedarf, die Anlage sofort behördlich zu schließen. Dass ein aufgehängter Zettel, der die Befindlichkeiten irgendwelcher Mimosen stören könnte, in einer Demokratie absolut nicht zu einer sofortigen behördlichen Schließung einer ganzen Anlage von Privatwohnungen führen kann, geht den jüdischen Äquivalenten glühender Gotteskrieger in diesem König-Saud-oder-so-ähnlich-Zentrum scheinbar nicht ein. Die angeblichen Antirassismusjäger scheinen gar nicht zu merken, was diese Forderung über sie selbst offenbart. Wir brauchen weder muslimische Demokratiefeinde noch jüdische! Aber antidemokratische Tendenzen bei angeblichen Antirassismusjägern und Antifaschisten sind ja nichts Neues unter der Sonne.

Doch zurück zu der Ungeheuerlichkeit, Juden den Zugang zum Tiefkühler zu beschränken. Denn auch das hat einen Hintergrund: Bei dem Kühlschrank handelt es sich um ein nur dem Personal in dessen Ruhebereich zur Verfügung stehenden Gerät. Da man aber besonders kultursensibel auf die Bedürfnisse jüdischer Gäste eingehen wollte, hat man diesen Kühlschrank ausschließlich diesen zur Mitbenutzung angeboten, um ihre koscheren Lebensmittel darin aufzubewahren. Man hat halt nur nach mehrmaliger Störung der Ruhezeiten des Personals das Einhalten bestimmter Zeiten eingefordert. Und auf dem Zettel eben nur jene angesprochen, die dieses Vorrecht genießen. Der Rest darf den Kühlschrank auch während dieser Zeiten nicht benutzen.

Es handelt sich also nicht um eine rassistische Diskriminierung jüdischer Gäste sondern ganz im Gegenteil ein besonderes Entgegenkommen für jene, die das Einhalten strenger religiöser Regeln auch im Urlaub nicht missen wollen. Die eigentliche Diskriminierung erfahren nichtjüdische Gäste, denen die Benutzung des Personalkühlschranks von vornherein verwehrt wird. Meine Fresse, ist das Toben dieser israelischen Politikerin peinlich, wenn man bedenkt, dass das Ganze aus einer expliziten Bevorzugung jüdischer Gäste und dem Fehlverhalten einiger ihrer eigenen Landsleute resultiert.

Ja, so sind sie, die Fanatiker. Anstatt froh zu sein, dass man ihnen entgegenkommt und „kultursensibel“ und „tolerant“ Extrawürste für sie brät, egal ob koscher oder halal, toben sie, dass sie selbst bei den Extras noch Regeln unterworfen werden.
Ja, auch Juden sind nur Menschen, die sich an Regeln der Hygiene, des Anstands und der Rücksichtnahme zu unterwerfen haben wie alle anderen auch. Wenn einige das nicht kapieren, sollte die Ferienhausanlage froh sein, wenn diese Gäste, die offensichtlich eine eher herrenmenschliche Behandlung als Vertreter des „auserwählten Volkes“ erwarten, in Zukunft eine andere Bleibe suchen, wo ihnen tiefer in den Hintern gekrochen wird.
Jude zu sein allein reicht nicht. Man muss sich auch benehmen können.

Fanatiker sind sowas von doof. Und die Medien geben diesen Idioten, die wieder einmal mit ihrer Idiotie dafür sorgen, dass wirkliche Antisemiten eine Begründung dafür finden, zu verallgemeinern, auch noch eine Bühne. Und geifern mit den hirnlosen pawlowschen Hunden mit, die ohne sich mit den Hintergründen zu beschäftigen loskreischen wie Irre.
Wie peinlich!

Dienstag, 15. August 2017

Göttingen

Im niedersächsischen Göttingen geht (mal wieder) eine „Rangelei“ ab, bei der in einer Gruppe aus hunderten Syrern und Libanesen ethnische Meinungsverschiedenheiten in folkloristischer Weise ausgetragen werden. Und damit auch jeder versteht, dass es sich dabei um etwas handelt, was wir ja von jedem Dorffest kennen, so wie ja sexuelle Belästigung und Vergewaltigung auch Normalität bei uns ist und nur von fiesen Rassisten den armen Schutzerflehenden umgehängt wird, kommt ein Erklärbär daher und erklärbärt uns, wie das so passiert mit dem Hoppala, dass ein Zusammentreffen von Gruppen schon mal aus dem Ruder laufen kann. Das darf man nicht überbewerten, kann es aber verhindern, wenn man bestimmte Gruppen einfach nicht in Kampfstärke zusammenkommen lässt.

Da stellt sich wieder einmal die Frage, ob die Stadtbehörden und die Polizei in Charlottesville das nicht wussten, als sie weiße Rassisten und schwarze Rassisten, von denen sie wissen, dass sie (durchaus wörtlich zu nehmen) Todfeinde sind, teilweise ohne dazwischenstehenden Schutzkordon zur selben Zeit an den selben Ort zum „Demonstrieren“ gelotst haben. Das stinkt dermaßen nach bewusster Eskalation und in Kauf genommenen Toten, dass es auch nicht mehr wundert, dass es über die Gewalteskalation in Charlottesville nur eine rein einseitige und mit weit weniger Verständnis für „Rangeleien“ versehene Erklärung gibt.

Rassisten

Stellen Sie sich folgenden Text vor:

„Schwarze sind keine Menschen, Schwarze sind Untermenschen. Der normale Mensch ist weiß, nur genetische Defekte verdunkeln die Haut. Farbstoffe, die aus Schwarzen minderwertige Menschen machen. Schwarze sind ein Gendefekt, das ist Fakt!“

Und jetzt stellen Sie sich eine „Bewegung“ von Rassisten vor, die von einem Menschen gegründet wird, der solches veröffentlicht. Wie würde man die nennen? Wie würde man über die berichten? Als was würde man die einstufen?
Aber alles halb so schlimm. Der Originaltext kommt von einer Mitbegründerin der „aktivistischen“ Bewegung „Black Lives Matter“ und lautet so:



Und „Black Lives Matter“, das schwarze Spiegelbild der weißen Herrenmenschen-Idioten, so eine Art Rache-KKK, stellte mit Plakaten und rassistischen Beschimpfungen die „friedlichen Gegendemonstranten“ in Charlottesville, die mit Stöcken und Steinen bewaffnet auf ihre farbverkehrten Brüder im Geiste losgingen.
Rassisten treffen auf Rassisten. Da ist es schon egal, wer den ersten Stein wirft.

Montag, 14. August 2017

Qualitätsjournalismus

Man vergleiche diese beiden Artikel über Charlottesville und die „rechte Szene“ in den USA einfach mal miteinander, einmal im „Standard“ und einmal in der „Presse“.
Was fällt auf?
Richtig: Wortgleich. Absolut wortgleich. Nicht ein Wort aus deren eigener Feder.
Frage: Woher kommt dieser Artikel dann? Wer hat diese „Analyse“ voller Stereotypen und Meinungsmanipulation verfasst und warum drucken vollkommen unterschiedliche Zeitungen vollkommen unterschiedlicher Medienhäuser das Ganze unkommentiert und unreflektiert als ihr eigenes Werk?
Und dieses plumpe Abkopieren offensichtlich parteiischer Texte verkaufen die uns als journalistische Arbeit und Qualitätsjournalismus.

Bürgerkrieg

In den USA ist Trump gemeinsam mit seinen engsten Vertrauten mit seinem „The Beast“, dessen Namen man erst nach Trumps Amtsantritt permanent erwähnt, obwohl es bereits von und unter Obama unter diesem Namen in Dienst gestellt wurde, in eine Gruppe friedlich demonstrierender Antirassisten gerast und hat dabei mindestens drei Menschen getötet, darunter zwei Polizisten, die vor Schreck einige Kilometer weiter die Kontrolle über ihren Heli verloren haben. Anders kann ich mir nicht vorstellen, was unsere Medien gerade so zusammentrompeten.

Vorneweg: Der Attentäter ist ein Terrorist reinen Blutes, da verbittet sich für mich jegliche Diskussion. Ein Fanatiker dreht durch und glaubt sich berechtigt, Terror zu verbreiten und Menschenleben zu vernichten. Ist er nicht. Egal ob er ein bedauernswerter Einzelfall, in der Kindheit Traumatisierter oder einfach nur ein Arschloch ist. Oder alles gemeinsam, denn das Eine schließt das Andere nicht aus und nichts davon entschuldigt irgendwas.

Interessant ist jedoch, dass nach all den Einzelfällen psychisch labiler vom Islamismus Verführter dieser eine angeblich aus einer Gruppe Nationalisten (also wenn diese Medien nicht einmal Ultrarechter oder Rechtsextremer schreiben, eine eher harmlose Gruppe) Stammende als typischer rechter Terrorist vorgeführt wird und sich der Senator von Florida sogar in die Aussage versteigt:„Es ist sehr wichtig, dass der Präsident die Ereignisse in Charlottesville als das beschreibt, was sie sind, ein Terroranschlag weißer Rassisten!“; oder der Senator von Colorado:„Mr. President – wir müssen das Böse beim Namen nennen. Dies waren weiße Rassisten und dies war einheimischer Terrorismus.“

Fällt das jedem auf? Kein Einzeltäter, sondern eine Mehrzahl. Alle „weißen Rassisten“ saßen mit am Steuer! So wie alle fanatischen und radikalen Muslime bei Anis Amri?

Trump ist schuld, denn das Erstarken der „Rechten“ wird ihm allein zugeschrieben. So wie Merkel schuld ist an jedem Opfer von Vergewaltigung, Raub und Gewalt ihrer persönlich eingeladenen Partygäste?

Trump müsse harte Worte allein gegen die „Ultrarechten“ finden, denn nur diese hätten ja… ah, Halt, Moment mal. Was haben die „Ultrarechten“ eigentlich gemacht? Ich meine, warum sind sie denn „aufmarschiert“ und warum ist dieser „Aufmarsch“ so eskaliert?
Nun, der Grund war ganz einfach der, dass ein Denkmal eines Südstaatengenerals geschleift werden sollte, der eben für die falsche Seite des grausamen Bürgerkriegs der damaligen Zeit, der nach und nach einer Neuauflage entgegentaumelt, gekämpft hat. Eine ganze Weile konnte sich eine demokratische Gesellschaft dazu durchringen, auch die ehemaligen Feinde zu ehren und ihre Erfolge anzuerkennen, aber diese Zeiten sind vorbei. Jetzt müssen solche Denkmale demonstrativ geschleift werden. Und das ruft, soviel Logik sollte sein, ganz natürlich Demonstranten dagegen auf den Plan. Eine Handvoll. Ein paar hundert vielleicht.

Was wäre jetzt der richtige Umgang mit denen gewesen? Richtig: Lasse laufen, ein paar Fackeln anzünden, seltsame Rituale abhalten und nach Beendigung ihrer Demo wieder abziehen. Weitestgehende Ignoranz hätte der ganzen Geschichte den Wind aus den Segeln genommen, und wenn die Mehrheit der Anwohner einer Stadt der Beseitigung des Denkmals von wem auch immer zustimmen, dann weg damit und fertig. Ich tät es die Deppen noch abkaufen lassen und sich irgendwo im Vorgarten aufstellen. Und? Was wäre dabei? Genausoviel, wie dann passiert wäre, nämlich: Nichts!

Aber, auch in den Vereinigten Staaten, die einst jede noch so schrullige Meinung ertragen konnten und in denen heute die Political Correctness die Freiheit frisst, zu der nun einmal auch die Freiheit gehört, sich als Rassist, Stalinist, Alienverschleppter oder einfach nur Unterbelichteter zu outen, ist die auch bei uns immer stärker zu beobachtende Entwicklung im Gange, dass jegliche Zusammenrottung Nichtlinker sofort die militanten Kampfgruppen der aggressiven Antifa auf den Plan ruft. Nur dass in den USA die „Rechten“ eben keine im Kreis spazierenden sächsischen Rentner mit Pappschildern sind sondern Gruppen, die den linken Schlägertrupps auf Augenhöhe begegnen.

Und so wurde von den Behörden, wie wir das auch von hier kennen, anstatt die Demo ins Leere und damit die Bedeutungslosigkeit laufen zu lassen, dem aggressiven Antifa-Pöbel eine „Gegendemonstration“ zur gleichen Zeit am gleichen Ort genehmigt und damit alles, was dann folgte, nicht nur billigend in Kauf genommen sondern sogar bewusst provoziert. Es war allen klar, dass irgendwann die aggressive Randale, die seit Jahren jeder Demo irgendwelcher als „rechts“ eingestufter Gruppen von sogenannten „Gegendemonstranten“ der militanten Antifa entgegenschlägt, dazu führt, dass mal einer austickt und irgendwann jemand ein Messer zwischen den Rippen stecken hat, eine Kugel zwischen den Augen oder eben Reifenspuren im Gesicht. Und dann ist es eh schon egal, wer und warum das bedauernswerte Opfer ist, man hat endlich den lange provozierten Grund, hart durchzugreifen.

Nochmal: dieser Typ hatte keinerlei Rechtfertigung für sein Tun. Sich provoziert zu fühlen rechtfertigt gar nichts. Niemals. Aber man hätte die Provokation abwenden können. Hat man aber nicht, ganz im Gegenteil, man hat sie befeuert. Da bleibt der faulige Geruch, dass Solches ganz bewusst in Kauf genommen wurde.

Der Rest ist die übliche Propaganda. Dass es „am Rande einer Demo der Ultrarechten“ zu drei Toten gekommen sei, obwohl ein Toter durch den Terroristen bereits nach dem Ende der Demo zu verantworten ist und die anderen zwei Toten ein in einigen Kilometern Abstand vom geschehen abgestürzten Polizeihubschrauber betreffen. Merkt das jeder? Wenn während der Demo ein alter Mann in seinem Schaukelstuhl drei Straßen weiter tot zusammengesackt wäre, würde man wohl vier Tote am Rande der Demo vermelden. Wenn man sich die Mühe machen würde, einfach mal ganz seriös von der Gewalt auf beiden Seiten zu schreiben und davon, wer diese Gewalt angezettelt hat (man liest es nirgends, kann es sich aber denken) und was genau geschehen ist, hätten irgendwelche Relativierer keine Chance und eine neutrale und gerechte Aufarbeitung wäre möglich. Diese scheint aber nicht erwünscht. Einigen sehr einflussreichen Kreisen ist an bürgerkriegsähnlichen Zuständen anscheinend sehr gelegen.

Und so werden rassistische Morde von Schwarzen an Weißen (Stichwort „Black lives matter“-Bewegung, der schwarze Ku-Klux-Klan) weiterhin verschwiegen und abgewiegelt, der Terrorismus eines Weißen hingegen zum Gruppenverbrechen ganzer Bevölkerungsschichten hochstilisiert und weiter Öl in das schwelende Feuer der Gewalt zwischen Links und Rechts gegossen. Rechte werden weiterhin kriminalisiert und provoziert, Linken wird die Berechtigung zum gewaltsamen Vorgehen gegen Andersdenkende geliefert, man schaukelt sich gegenseitig auf und radikalisiert beide Seiten. Bewusst?

Die Vermutung, dass das von Trump überrumpelte und beleidigte politische Establishment einen Bürgerkriegsausbruch genau jetzt forciert, um eine stärkere Überwachungs- und Lenkungsgesellschaft zu installieren, während man die Schuld an Allem einfach dem depperten Trump um den Hals hängen kann, scheint gar nicht so weit hergeholt zu sein.

Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen mit Entwicklungen in unseren Breiten sollten zu denken geben.


Nachtrag:
In diesem Video auch schön zu sehen, wer da Helme und Schilde hat, um sich zu verteidigen, und wer die Holzknüppel und Wurfgeschosse zum Angriff. Nur sind, wie bereits erwähnt, die amerikanischen Rechten aus einem anderen Holz geschnitzt als Pegida-Rentner, die bei uns gerne in diesen Topf geworfen werden, und schmeißen den Antifa-Provokateuren ihren Dreck zurück.
Und hier kann man sich die zehnminütige Ansprache Trumps zu Charlottesville, die in unseren Medien als „beschämendes Schweigen“ bezeichnet wird, ansehen. Erstaunlich, wie lange der reden kann, ohne etwas zu sagen, was unsere Medienknilche hören können.
Darf man sowas Lügenpresse nennen? Die Frage kann jeder selbst beantworten.

Sonntag, 13. August 2017

Owumbu und das Fipronil

Was ist da los? Die halbe Welt wird brutal vergiftet mit einem Insektenvernichtungsmittel, man muss hunderttausende Hühnereier und tonnenweise Lebensmittel vernichten und als Sondermüll entsorgen, weil sie für Menschen hochgiftig sind und man damit rechnen muss, nach dem Sonntagsfrühstücksei zuckend zusammenzubrechend und mit Schaum vor dem Mund jämmerlich zu verenden. Zumindest ist das das Bild, das durch den medialen Hype um die „belasteten“ Hühnereier und deren massenhafte Vernichtung aufgebaut wird.

Aber was ist jetzt wirklich Fakt?
Dieses Insektizid ist schädlich für Bienen und deshalb vollkommen zu recht verboten. Man darf es gegen Flöhe und Zecken bei Haustieren einsetzen, aber nicht mehr in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie. Nicht, weil es dem Menschen schadet, sondern den Bienen schaden kann. Beim Sprüheinsatz auf Feldern sieht man das ein, das Verbot bei der Massentierhaltung ist auch verständlich, kommt es doch über die Streu und die Ausscheidungen auch auf die Felder.
Absolut in Ordnung geht die strafrechtliche Verfolgung jener Firma, die diese verbotene Substanz illegal in ihr Mittel gegen Milbenbefall bei Hühnern eingerührt hat. Das Thema Massentierhaltung generell, das solche Mittel überhaupt erst notwendig macht, möchte ich gar nicht anschneiden. Verboten ist verboten und Punkt.

Jetzt kommt aber der Witz an der ganzen Geschichte: Da es um die Verhinderung der Verbreitung des Giftes in die Landschaft geht, müssten die Legebatterien sofort geräumt, entseucht und die kontaminierten Hühner gekeult werden. Davon habe ich nichts gelesen. Aber man vernichtet medienwirksam und aktionismusheuchelnd tonnenweise Eier, deren Verzehr beim Menschen genau gar nichts bewirken würde.

Es gibt einen Höchstwert für den Gehalt an Fipronil, bis zu der keinerlei Gesundheitsbedenken bestehen. Dieser Höchstwert wird, wie z.B. im „Standard“ zu lesen ist, um das Zehn- bis Hundertfache unterschritten. Als Richtwert gilt, dass bei Erreichen des Höchstwertes ein Ei pro Kilogramm Körpergewicht ohne gesundheitliche Schädigung zu sich genommen werden kann. Ein Erwachsener Mann mit 80 Kilo müsste also, je nach Belastung seiner Frühstückseier, zwischen 80 und 800 Eier löffeln, um überhaupt in die Gefahrenzone zu kommen, ab der ihm schlecht werden könnte. Ich weiß ja nicht, wie es meiner geneigten Leserschar so geht, aber bereits der Verzehr eines Bruchteiles davon hätte bei mir auch ohne jegliche schädliche Inhaltsstoffe diesen Effekt. Wenn ich sonntags in der Früh nach zwei Löffeleiern noch die Reste meiner Kinder esse, die ausgerechnet das belastete (aber meiner Meinung nach besonders schmackhafte, daher meine selbstlose Bereitschaft, ihnen zu helfen) Gelbe vom Ei ihrem Erzeuger überlassen, steht mir der Knopf am Zapferl, wie man so schön sagt. Drei bis vier Eier am Stück, das ist schon Kampf-Ostern. Ich habe nicht einmal ansatzweise die Chance, auch nur in die Nähe irgend einer Gesundheitsbelastung zu kommen.

Dass ich das sowieso nicht komme, weil wir unsere Hühnerküken in Feststoffhülle direkt vom Kleinbauern beziehen und nicht von armen KZ-Hühnern, die in ihrem Leben nichts anderes sehen als tausende Artgenossen in Minikäfigen und nichts tun als in künstlich beschleunigtem Kunstlicht-Tag-Nacht-Rhythmus Eier zu legen bis sie ausgelaugt entsorgt werden und die deshalb mit allen möglichen Chemikalien am Verfaulen bei lebendigem Leib gehindert werden müssen. Aus den Legehennen vom Freiland-Bauern, dessen Hühner im Sonnenschein des natürlichen Rhythmus zwischen den Weinreben die Schneckenvernichtung betreiben und deren Eier deshalb eine Schale wie Beton haben, kann man nach dem Ablegen der Quote eine Suppe kochen, der Biomüll aus den Legebatterien muss als Sondermüll verbrannt werden.

Die einzige Gefahr, mit belasteten Eiern in Berührung zu kommen, ist der Verzehr von Nudeln und all den anderen, weit entbehrlicheren, Produkten der sogenannten „Nahrungsmittelindustrie“. Ich mag keine Nahrungsmittel, ich mag Essen. Essen wächst und absorbiert Sonnenlicht oder es hat zu Lebzeiten einen Puls. Die Zutatenliste eines Räucherschinkens umfasst exakt eine Position: Schwein. Dazu etwas Salz und Pfeffer. Fertig. Keine E-Nummern, keine künstlichen Hormone, Antioxidationsmittel, Spezialsalze und Geschmacksverstärker. Ein über echtem Buchenholz geräucherter Schinken in Meersalzkruste braucht keinen Geschmacksverstärker sondern einen guten Wein. Vom südsteirischen oder ungarischen Weinbauern.

Doch zurück zu unserem Medienhype, für den gerade tonnenweise Lebensmittel im Sommerloch entsorgt werden. Lebensmittel, die der Mensch selbst bei großzügigem Verzehr ohne weitere Gesundheitsbedenken verzehren könnte. In einer Welt, in der Hunger noch immer eine weit verbreitete Todesursache ist.
Wir wollen uns wirklich wundern, wenn afrikanische Familien ihre jüngsten Söhne zu uns schicken, in das Land, in dem Lebensmittel als Sondermüll entsorgt werden, die bei ihnen als Delikatessen gelten würden, selbst wenn zehnmal mehr irgendwelche Stoffe im Dotter herumschwimmen? Wir wollen uns wundern über die Verachtung jener, deren Enkel und Neffen in kongolesischen Kobaltminen ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, während unsere gleichaltrigen Kinder im Kindergarten keine Nudeln vorgesetzt bekommen, weil darin ein Ei verarbeitet sein könnte, das ein paar Nanogramm eines Insektizids enthalten könnte, was ihnen exakt gar nicht schadet? Und nein, genau diese Leute kommen nicht über Libyen zu uns, die haben niemals das Geld um auch nur ihren Kral zu verlassen. Die zu uns kommen sind die gut genährten und durchtrainierten jüngsten Söhne genau jenes afrikanischen Mittelstands, der an Sklaverei, Kinderarbeit und Ausbeutung genug verdient, um Anker in Europa auszusetzen, an deren Leine dann zusätzliches Geld aus der dritten bis siebten Identität ihres Sprösslings Richtung Familienkassa fließt.

Wir helfen den relativ Wohlhabenden, reicher zu werden, indem sie unsere Sozialtöpfe anzapfen, und scheren uns einen Dreck um die wirklich Armen. Und kümmern uns nebenher mehr um ein paar Tonnen Eier mit geringen Spuren von Irgendwas als um die wirklich Leidenden der Welt.

Ich lasse mir mein sonntägliches Frühstücksei auch heute schmecken und habe kein schlechtes Gewissen, weil der kleine Owumbu nicht einmal weiß, was ein Sonntag oder ein Frühstücksei ist. Ich habe ihn nicht in diese Lage gebracht. Aber mich widert an, dass wir uns als Gesellschaft um das Los eines zentralafrikanischen Kindes, das rund um die Woche Kobalt für die klimarettende Elektromobilität, die bei einer unseren Werten entsprechenden Abbautechnik vollends unbezahlbar würde, im Korb aus einem Erdloch schleppen darf, weit weniger scheren als um den sowieso unschädlichen Genuss einer Portion Nudeln. Für die der Kleine in Afrika Tränen der Freude vergießen würde, dürfte er jemals so etwas essen.

Und die, die uns das einbrocken, fühlen sich noch als die Moralapostel dieser Welt.
Und fordern strengere Kontrollen unserer Lebensmittel.
Und den ausschließlichen Transport mit E-Autos.
Den Owumbu wird‘s freuen.