Wenn der Nutzen Null ist und der Aufwand groß, dann kann eine
Maßnahme religiös sein, aber rational ist sie verrückt. Prof.
Lüdecke zerlegt die Klimahysterie...
„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007
Sonntag, 7. April 2019
Samstag, 6. April 2019
BILD, die Medien-Macht — macht in die Hosen!
von LePenseur
Und zwar wegen des kriminellen Gesocks, das aus dem Orient nach Deutschland eingesickert ist:
BILD löscht kritischen Artikel über Clan-Kriminalität in Dresden
"Kriminalität, Müll, Drogen - Angst in Dresdens Araber-Viertel" titelte die BILD gestern Abend. Doch der Artikel blieb nicht lange online.
(Hier weiterlesen)
Man
darf spekulieren: hat ein arabischer Clan-Pate der Readktion ein
Angebot gemacht, das sie nicht ablehnen konnte (»Isch disch messer«) —
oder hat Mutti a.k.a. IM Erika den Artikel »nicht hilfreich« gefunden,
und daher über ihre Busen-Freundin Friede (war der Bote Sauer?)
verschwinden lassen?
Fragen über Fragen, die wohl nie geklärt werden können ...
Scherz, Satire, Ironie...
...aber wo bleibt die tiefere Bedeutung?
Wenn eine Gesinnung, die zu einer Abneigung gegen bestimmte Menschen
führen könnte, die stark genug ist, dass daraus ein Attentat
entstehen könnte, bereits ausreichen soll, um eine Organisation zu
verbieten, warum dürfen dann Medien unter dem Stichwort „Satire“
so etwas veröffentlichen, ohne dass die Redaktion gefeuert und das
Unternehmen zerschlagen wird:
Jetzt mal kurz innehalten und überlegen, an welcher Stelle die
„Identitären“ ein solches Bild mit einem Kalifen, Sultan oder
Linkspolitiker verbreitet haben...
Die eigenen Reihen
Ein extremistischer
Fußball-Fan aus den Reihen der ÖVP, finanzieller
Unterstützer des SK Sturm Graz, ist vollkommen ausgerastet und hat
ein Pärchen, das wohl anderer Meinung in Bezug auf die wirklich die
Fußballwelt beherrschende Mannschaft war, an der Bushaltestelle
abgepasst, brutal zusammengeschlagen und zusammengetreten und hat sie
dann in ihrem Blut liegen gelassen und ist heim gegangen.
Ich erwarte mir jetzt vom Herrn Bundeskanzler eine eindeutige
Botschaft, dass er Fußballfanatismus in seiner Partei nicht duldet
und Fußball-Fans, die ihre Clubs durch den Kauf von Stadionkarten
und Devotionalien unterstützen und damit der menschenverachtenden
Hooligan-Ideologie dieses Brutalos den Boden bereiten, konsequent aus
der Partei ausgeschlossen werden. Außerdem soll kein ÖVP-Funktionär
auch nur im Bekanntenkreis an Vertreter solcher Fanclubs anstreifen
und erst recht nicht Solidarität bekunden. Eine Funktion in der
Neuen ÖVP und eine Funktion in einem Fußballverein, an dessen Rand
es zu Hass und Gewalt kommt, sind nicht vereinbar!
Immerhin hat dieser eine Verteter der fußballfanatischen
Hooligan-Szene in seiner Partei mehr körperlichen Schaden bereitet
als der gesamte Verein der Identitären in seiner bisherigen
Existenz. Das macht die nicht besser, aber wenn man schon gegen
Tendenzen von Gewalt und menschenverachtender Ideologie vorgehen
möchte, sollte man in seinen eigenen Reihen anfangen, Herr
Bundekanzler, oder etwa nicht?
Hui, das muß ja wirklich geschmerzt haben ...
von LePenseur
... wenn DiePresse in Gestalt der Journalistin Anne-Catherine Simon derartig über eine servus-TV-Sendung in Hyperventilation gerät ...
Servus TV beglückt einen radikalen Denker der "Neuen Rechten"
Bizarr: Der rechtsreaktionäre Verleger Götz Kubitschek gibt im österreichischen Fernsehen den maßvollen Konservativen - und der Rest auf der Bühne ist entweder zu inkompetent oder zu lustlos, um ihn zu stören.
Contenance,
Madame! Wäre es denn nicht ebensogut vorstellbar, daß Herr Kubitschek
einfach ein maßvoller Konservativer ist (und diesen nicht bloß »gibt«,
wie Sie meinen), jedoch die links- »intellektuelle« Medienblase
inzwischen so weit nach links verrückt ist, daß selbst ein maßvoller
Konservativer schon als »rechtsreaktionär« (originelle Wortschöpfung,
Mme. Simon!) empfunden wird?
Nur:
ist dem auf diese Art »Fehlgesehenen« ein Vorwurf für die
Fehlsichtigkeit der Betrachter zu machen? Endgültig bizarr wird aber der
Artikel, wenn Mme. Simon klagt:
Publizisten wie Volker Weiß ("Die autoritäre Revolte") haben die „dünne Substanz der vieldiskutierten Rechtsintellektualität“ zur Genüge demonstriert. Was aber, wenn dann die Substanz des Gegenübers auf der linken Seite der Bühne - im Fall der Philosophin Elsbeth Wallnöfer und des Medientheoretikers Fritz Hausjell - noch zehn Mal dünner ist? Wenn jedes Argument daneben geht, weil sogar Basiskenntnisse fehlen?
Tja,
blöd gelaufen! Soll sich jetzt Herr Kubitschek noch dafür
entschuldigen, daß die Linken, die ihn aus dem Sattel heben wollen,
dafür einfach zu patschert / uninformiert / substanzlos sind? Das ist
ja, wie wenn beim Kanzlerduell vor der Wahl die eine Partei nicht den
Spitzenkandidaten, sondern einen biederen Gemeinderat aus
Hintertupfingen in die Diskussion schickt. Die Gegenseite wird's freuen
...
Das
Entsetzen der Journalistin wird von den Leserkommentaren nur sehr
teilweise nachvollzogen. Kommentarposter Urbin schreibt bspw.:
"Dünn" war der Talk im Hangar ganz und gar nicht. Wer das behauptet, gesteht indirekt ein, dass er/sie an einem offenen Ausgang der Diskussion gar nicht interessiert war. Der Talk war sogar sehr erhellend, denn erstaunlicherweise waren diejenigen, die gegen Kubitschek angetreten sind, argumentativ sehr dürftig. Im ORF hätte man mit derselben Besetzung Kubitschek systematisch unterbrochen und am Ende hätten sich dieselben "dünnen" Gegner selbstzufrieden auf die Schulter geklopft und der Zuseher wäre verwirrt übrig geblieben. Hier hatte Kubitschek die Gelegenheit ausführlich zu argumentieren und seine Gegner haben völlig versagt. Das ist halt der Unterschied zwischen öffentlich-rechtlichem und privatem TV, zwischen Erziehungsanstalt und freiem Diskurs. Ich halte "Im Zentrum" nicht mehr aus, weil die Gästelisten meistens inkompetent und völlig einseitig besetzt sind und die Moderation konstant grotten-schlecht ist. Fleischhacker (der kompetenteste und unbestechlichste Moderator im deutschen Sprachraum) und der "Talk im Hangar" machen alles um Klassen besser. ORF, ARD und ZDF könnten sich ein Beispiel nehmen.
Nun
— Fleischhacker ist halt unter Blinden der Einäugige, aber jedenfalls
um Klassen besser als die Politgünstlinge, die bei ORF &
Consorten herumsitzen ...
Die Demokratie ist nur der Zug...
Wie lautet das offizielle, auf der Webseite der SJ prangende Motto
der SPÖ-Jugend?
"Demokratie der Weg - Sozialismus das Ziel!"
Also das, was im Ostblock, in Nordkorea, in Kuba und in Venezuela
schon sooo super funktioniert hat, soll auch in Österreich und der EU kommen.
Gut, dann ist das klar: Wer die SPÖ wählt, wählt eine Partei,
deren Jugendorganisation offen die Demokratie nur als Erdoganschen
"Zug" betrachtet, auf dem man zum Ziel fährt, an dem es
keine Demokratie mehr gibt.
Also eine andere Partei, deren Jugend solche Parolen raushaut, würde
schon vom VS beobachtet...
Freitag, 5. April 2019
Schönwetteraktivisten
Die freitägliche Greta-Anbetung durch trillerpfeifende
Schulschwänzer fiel heute ziemlich dünn aus.
Dass so wenige Kinder das geheizte und trockene Schulgebäude
verließen, könnte daran liegen, dass es heute eher kalt und
verregnet war. Man geht eben lieber raus, wenn es draußen warm ist
und die Sonne scheint.
Nun, liebe Kinder, denkt mal darüber nach und überlegt, worum ihr
gerade bittet...
Fleischessen ist klimaneutral
von LePenseur
Eine
der beliebten Falschinformationen der Klimareligionisten ist das
angebliche Unheil, das unserer Welt durch die pöhsen Fleischesser droht.
Und diese Legende wird im folgenden Artikel so einfach wie elegant als
Humbug entlarvt:
Ist Fleischkonsum wirklich klimaschädlich? Zu Beginn, also in den 80er und 90er Jahren wurde das damit erklärt, dass Kühe bei der Verdauung jede Menge Methan ausstoßen. Das stimmt auch. Dazu kommt später noch das aus ihren Fäkalien freiwerdende Methan. Methan ist ein Treibhausgas und zerfällt später in der Atmosphäre zu CO2 und Wasserdampf. Eine einfache Vergleichsrechnung zwischen einer Kuh und einem dieselbetriebenen PKW bringt das Ergebnis, dass die Kuh dreimal so klimaschädlich ist wie ein Auto, welches im Jahr 15.000 km fährt.MethanBei diesen Vergleichen fällt nur immer unter den Tisch, dass das CO2, welches von der Kuh emittiert wird, vorher vollständig aus der Luft entnommen wurde, während das vom Auto aus fossilen Erdöllagerstätten stammt. Die Kuh ist also absolut klimaneutral, das Auto dagegen bringt zusätzliches CO2 in die Atmosphäre.
Mal davon abgesehen, daß CO2 — und hier natürlich wieder nur das »anthropogene«, wogegen die natürlichen CO2-Ausscheider
selbstmurmelnd dezent ausgeblendet bleiben — als angeblich so
schädliches »Treibhausgas«, das zum demnächstigen Versinken von Tuvalu
in den Fluten des Pazifik und zum Aussterben der Eisbären in der Arktis
führt, einfach bullshit ist: nicht einmal wenn man unterstellt,
es wäre »klimaschädlich«, stimmt das Märchen von den super-guten
Veganern und den pöhsen Carnivoren!
Das
wollen auch ein paar Poster zu diesem Artikel nicht wahrhaben, werden
aber vom Autor Frank mit plausibler Argumentation auseinandergenommen.
Tja: Märchen bleiben Märchen, auch wenn's ein Klüngel von Apokalyptikern nicht akzeptieren will!
Das letzte Aufgebot am Freitag
Ich habe ja die ehrliche Hoffnung, dass dieser ganze Klima-Krieg in
den letzten Zuckungen liegt. Historisch betrachtet war der Einsatz
von Kindern an der Front immer ein untrügliches Zeichen dafür, dass
ein Krieg verloren war und man nur noch das letzte Aufgebot
verheizte. Wenn die politische Führung in Anbetungspose vor den
Kindersoldaten auf die Knie sank und sie zu Heiligen und Helden
erklärte und ihnen die Zukunft in Form irgendwelcher gesegneter
Waffen in die Hände legte, dann war das bisher immer die erste
Strophe eines fulminanten Abgesangs, an dessen Ende diese Kinder
keine Zukunft mehr hatten, weil sie, anstatt sich auf eine Zukunft
vorzubereiten, eine Zukunft herbei-erkämpfen wollten, die gar nicht
die ihre war.
So endet es immer, wenn man Kinder instrumentalisiert.
Dass die Grünen bei diesem Spektakel in der ersten Reihe agieren
verwundert nicht wirklich; ihre Affinität zum Instrumentalisieren
von Kindern ist ja schon lange bekannt. Jemanden zu
instrumentalisieren ist eben die Vorbereitung, um auf jemandem
spielen zu können. Und mit Kindern spielen ist nun einmal eine
Vorliebe von Grünen.
Nein, ich will keinem Pädophiliegedanken unterstellen. Um pädophil
zu sein, müsste man erstmal erwachsen werden. Und wir reden von
Grünen. Die spielen gerne mit Kindern, weil sie ja auch gerne
„abgeholt werden“, wo sie sind, und ihrem Gegenüber „auf
Augenhöhe begegnen“ wollen. Das geht bei simplen Gemütern eben
nur so.
Warum wirkliche Erwachsene keinen sexuellen Spaß an Kindern haben?
Ganz einfach, weil Sex wie Schach spielen ist: Wer es beherrscht, der
spielt nicht mit Anfängern. Was für eine unreife und mental
entwicklungsgebremste Null man sein muss, um sich als erwachsener
Mensch sexuell an einem Kind zu vergreifen, möchte ich mir gar nicht
vorstellen; es gibt ja sogar eine Religionsgemeinschaft, die
eigentlich fachlich bestens zu dem Thema aufgestellt ist, aber die
reagieren immer so komisch, wenn man sie mal ehrlich fragt. Deshalb
lasse ich das lieber.
Und die Regel mit dem Schach gilt auch in der Politik. Wer richtige,
erwachsene Politik beherrscht, der trifft sich auf dem Parkett mit
Herausforderern und rennt nicht infantil klatschend einer
minderjährigen autistischen Paniknudel nach. Aber im Zeitalter der
„Ätschi-Bätschi“-“Fresse“-“Pack“-Politiker und -rinnen,
die bei Schach nur noch an gelebten Alltagsrassismus denken, weil
immer eine weiße Figur den ersten Zug tut, erscheint sogar eine
Sechzehnjährige mit Asperger wie eine vom Himmel herabgestiegene
Geistes-Prophetin, bei deren erstem „Äh...“ die erste Reihe
ihrer Anbeter verzückt schluchzend in die Knie sinkt.
Und so marschieren sie am Freitag wieder, die Klimasoldatenkinder, in
die Schlacht der Selbstverblödung und propagandistischen
Indoktrinierung, und lassen die entwicklungsbedingten Hohlräume
zwischen ihren Synapsen statt mit Wissen lieber mit Panik-Ideologie
aus der Feder erfahrener Kriegsparolenschreiber verkleistern. Man
füllt die letzten Blasen, die übrigbleiben, nachdem
Blablupp-Propaganda und das Werbegedöns verlogener „Influencer“
den Brägen aufgeschäumt haben, konsequent mit dem Willen zum Kampf
gegen alte weiße Dieselautos.
Bis zum Endsieg der E-Mobilität.
Oder besser: zum Endsieg der E-.
Mobilität würde es dann keine mehr geben.
Aber ich glaube, dass es diesen Endsieg niemals geben wird. Auch
diesmal nicht. Es wird schon das letzte Aufgebot aus den Schulen
gekratzt. Jetzt haben die bald fertig.
Donnerstag, 4. April 2019
DiePresse muß offenbar ihren heimlichen Förderer bedienen
von LePenseur
Rosenkranz in der "ZiB 2": "Kenne ich nicht, interessiert mich nicht"
Wie eng sind die Verstrickungen zwischen FPÖ und Identitären? Darum ging es im ORF-Interview mit dem FPÖ-Klubobmann, das jedenfalls zeigte: Nichtwissen und Nichtwissenwollen stehen einem Politiker schlecht an.Ein bemerkenswertes Interview war gestern, Dienstag, in der "ZiB 2" zu sehen. FPÖ-Klubobmann Walter Rosenkranz kam ins Studio, um über das Verhältnis zwischen FPÖ und den Identitären in Österreich zu sprechen. Was jedenfalls nicht gut für ihn endete, denn ein simples "früher fanden wir die Identitären interessant, jetzt grenzen wir uns ab" reichte nicht, um die Fragen zu beantworten.
Bemerkenswerter als das Wolf-Interview am Dienstag ist jedenfalls der Artikel, den DiePresse sich
darüber zu publizieren nötig fand. Denn wenn es ein Musterbeispiel von
mehr oder weniger subtiler Untergriffigkeit gibt, dann ist es dieser
Artikel.
Schon die Eröffnungsphrase des Teasers
Wie eng sind die Verstrickungen zwischen FPÖ und Identitären?
liegt eine klare Vorwegnahme des Urteils.
»Verstrickt«
ist man nicht in etwas Harmloses, sondern in Verbrechen, wenigstens
aber Anrüchiges. Schon im ersten Satz wird also eine kriminelle oder
wenigstens anrüchige Verbindung zwischen FPÖ und Identitären
hergestellt; unhinterfragt, denn die Formulierung »Wie eng ...« läßt
schon erkennen: die Tatsächtlichkeit der behaupteten »Verstrickung«
braucht nicht mehr nachgewiesen zu werden, sondern nur mehr die
Intensität.
Sieht
so seriöser Journalismus aus? Oder sind das die Vorgaben des heimlichen
Förderers, der halt bisweilen zum Forderer der Redaktion wird — okay,
das ist jetzt ebenfalls eine Insinuation (aber ich lege sie hiermit auch
offen!) — nur eine realitätsnahere als die der behaupteten
»Verstrickungen« ...
Aber weiter im Text:
Nichtwissen und Nichtwissenwollen stehen einem Politiker schlecht an.
Fraglos.
Aber auch einem Journalisten. Bei dem (oder der, wie wir angesichts des
Artikels von Frau Schmidt-Vierthaler sofort hinzufügen wollen) äußert
es sich allerdings v.a. im Nichtwissenwollen von Fakten und Umständen,
die die »griffige« Geschichte möglicherweise in einem etwas anderen
Licht erscheinen lassen könnten.
Aber weiter in der griffigen Geschichte:
Gegenüber Moderator Armin Wolf gab Rosenkranz aber den unbefangenen Politiker, der die Identitären vor 2014 zwar "erfrischend" fand, mit denen er aber wirklich nie etwas zu tun hatte.
Er
»gab« — heißt mit anderen Worten: er schauspielerte, er log. Wenn dem
so ist: bitte um Nachweis, daß Herr Rosenkranz kein unbefangener
Politiker ist, weil er (durch »Verstrickung«?) mit Identitären (wenn
auch vor 2014) eben befangen ist. Wird der Nachweis erbracht, werden
wenigstens Recherchen für einen solchen Nachweis angekündigt?
Fehlanzeige.
Außerdem sei auf Parteiebene alles geklärt, denn ein Vorstandsbeschluss verbietet eine Funktion in der FPÖ für jene, die bei den Identitären tätig sind.
Hier
wird wieder das geschickte Stilmittel der indirekten Rede angewandt,
die im Leser Zweifel säen soll: es »ist« ja nicht alles geklärt, sondern
es »sei« bloß so. Zugegeben: geschickt — aber unredlich. Es wäre nicht
schwer gewesen, die Existenz dieses Vorstandsbeschlusses zu
verifizieren, und diese Recherche im Artikel auch bekanntzugeben.
Nochmals: Fehlanzeige.
Dass nicht alles so klar ist, zeigten mehrere Beispiele. Etwa: Das rechte Onlineportal "Info-Direkt" appellierte an die FPÖ, sich nicht von den Identitären zu distanzieren. Immerhin "sitzen wir Patrioten in einem Boot mit Martin Sellner". Die Plattform gehört, wie Medien berichten, zwei FPÖ-Mitarbeitern in Oberösterreich.
Sind
»Mitarbeiter der FPÖ« gleichbedeutend mit Funktionären der FPÖ? Ist in
dieser Pauschalität wohl sicherlich nicht richtig. Ist die
Berichterstattung der »Medien« überhaupt richtig? Angesichts zahlreicher
Falschberichte der Medien wäre wohl etwas Vorsicht geboten, oder?
Dass sich Rosenkranz in dieser Frage auf "die journalistische Freiheit" berief, darf doch verwundern.
Nein
— verwundern darf die von einer Journalistin (!) geäußerte Verwunderung
über das Berufen auf die journalistische Freiheit! Ist das nicht ebenso
eine Selbstverständlichkeit, wie wenn man bezüglich eines Anwalts oder
Arztes auf dessen berufsrechtliche Verschwiegenheitspflicht verweist,
oder beim Bankier auf das Bankgeheimnis? Wenn die journalistische
Freiheit nur genutzt werden dürfte, von den jeweiligen Machthabern
jeweils gewünschte Meinungen zu äußern, dann hätten wir in Österreich
faktisch schon eine Diktatur. Schon mal darüber nachgedacht, Frau
Schmidt-Vierthaler?
Ein FPÖ-Politiker, der eine Wohnung an die Identitären vermietet (quasi deren Partei-zentrale)? Das sei eben "das österreichische Mietrecht" - wobei Rosenkranz auch nicht wusste, ob der Vermieter gerne kündigen würde.
Warum
stellte Frau Schmidt-Vierthaler dem FPÖ-Politiker, der die Wohnung
angeblich vermietet, nicht selbst diese Frage? Bzw. Herr Wolf — der ja
Herrn Rosenkranz befragte. Über die Frage, ob jemand »gerne kündigen
würde«, wird wohl nur der Betroffene selbst Auskunft erteilen können.
Was er noch nicht wusste: Ob der Gründer der Identitären ein Mitglied der Burschen-schaft Olympia ist, bei der auch mehrere FPÖ-Nationalratsabgeordnete sind.
Ach
ja — und weil eine nicht unerhebliche Zahl der roten Bonzen bei den
Freimaurern Mitglied ist, muß der SPÖ-Klubobmann (für Piefkes:
»Fraktionsvorsitzende«) wissen, wer bspw. bei der SOAL (einer Gruppe ähnlicher Größe und Relevanz wie die IB in Österreich) Freimaurer ist? So ganz im Ernst jetzt?
Zum Schluß haut Frau Schmidt-Vierthaler noch einmal ordentlich auf die Pauke:
Dass es nach diesem Interview Kritik oder Angriffe der FPÖ auf den ORF geben wird, ist nicht unwahrscheinlich. Die ersten sind - via Twitter - schon eingetrudelt.
Aha.
Kritik = »Angriffe«. Denn Frau Schmidt-Vierthaler schreibt im Plural,
der sich nur auf den Plural »Angriffe« im Satz davon beziehen kann. Wer
den Tweet gelesen hat, staunt: so sehen also »Angriffe« aus?
Daß
der Artikel — der natürlich von vielen Lesern kontrovers kommentiert
wurde — erhebliche Defizite an journalistischer Qualität aufweist,
bringt ein Kommentarposter ebenso höflich wie klar auf den Punkt:
Gottlieb Baron
Ein
berechtigtes Anliegen, könnte man wohl meinen — denn nur aus einer
Wortspende (»Nicht anstreifen ...«), die dem Gehege bundespräsidialer
Zähne entwich, wird sich die Frage, ob die Identitären wirklich eine
»terroristische Vereinigung«, »rechtsextrem«, »rechtsradikal« oder
schlicht und einfach »rechts« sind, nicht beantworten lassen.
Es
bleibt freilich der Verdacht, daß genau das gewünscht wird. Käme
nämlich bei näherer Recherche heraus, daß die Identitären zwar rechts,
aber eben nicht rechtsradikal oder rechtsextrem (oder gar Terroristen)
sind, wäre in der linken Meinungslenkungsblase die Kacke am dampfen.
Dann stünde wieder eine bequeme Keule, mit der man lästige Gegner einfach niederknüppeln kann, weniger zur Verfügung! Dann gingen den Linken allmählich die Keulen aus, mit denen sie den »Diskurs« lenken wollen. Und das darf doch nicht sein! Jedenfalls nicht für Journalisten — die mit eindeutiger Mehrheit auch in einem »bürgerlichen« Medium, wie DiePresse eines zu sein vorgibt, linksgestimmt den Ton angeben ...
Dann stünde wieder eine bequeme Keule, mit der man lästige Gegner einfach niederknüppeln kann, weniger zur Verfügung! Dann gingen den Linken allmählich die Keulen aus, mit denen sie den »Diskurs« lenken wollen. Und das darf doch nicht sein! Jedenfalls nicht für Journalisten — die mit eindeutiger Mehrheit auch in einem »bürgerlichen« Medium, wie DiePresse eines zu sein vorgibt, linksgestimmt den Ton angeben ...
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Bis vor sehr Kurzem kannten wir all wohl die Identitäre nur flüchtig, vom Hörensagen oder so. Mir ist jedenfalls nicht bewusst, das ein Qualitätsmedium inkl. ORF in der jüngeren Vergangenheit sachlich zu dieser Gruppierung Fakten, Informationen, berichtet hat. Oder irre ich mich?
Wäre nicht die Überweisung vom Terroristen aus Neuseeland bekannt geworden, kein Medium würde sich heute um die Identitäre kümmern, oder?
Auch in der heutigen Debatte, nicht nur in Ihrem Beitrag, wird über die Positionen der Identitäre nicht berichtet. Es gibt nur die Verweise darauf dass diese rechts-radikal seien, etc. Aber was verbirgt sich dahinter? Ich weiß es nicht. Sicherlich, ein Herr Rosenkranz sollte sie kennen. Aber dem Normalbürger wurden sie bisher nicht schlüssig „vorgestellt“.
Sie sind ja Journalistin: Befassen Sie sich doch mal damit. Liefern Sie uns bitte Zahlen und Fakten. Wurde der Verein verboten? Sind seine Gründer und Anführer straf-rechtlich als Verhetzter oder wegen Wiederbetätigung verurteilt? Haben diese illegale Demonstrationen durchgeführt? Was sind deren Ziele, welche offenbar außerhalb des Verfassungsbogens stehen?
Bitte bringen Sie die Wahrheit ans Licht.
Mit freundlichen Grüßen aus Wien.