„Ich bin ein überzeugter und konsequenter Kritiker des Parteien-Parlamentarismus und Anhänger eines Systems, bei dem wahre Volksvertreter unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt werden.“
Alexander Issajewitsch Solschenizyn, 2007

Dienstag, 24. April 2018

Ringelreihen

Verstoffsackung. Endlich wurde der gemeine und menschenverachtende Vorstoß der rechtsextrempopulitischen AfD abgeschmettert, der in der Freien Welt lebenden Muslima das grundlegende Menschenrecht auf Kleidung nach eigenem Wunsch zu verhageln. Die wollten doch glatt den Musliminnen das Tragen der modischen und praktischen Burka verbieten. Widerliches rechtspopulistisches Pack!
Bezeichnend nur, dass nach dem Hinweis, dass es im Ermessen jeder Frau liegen muss, selbst zu entscheiden, was sie tragen möchte, plötzlich nicht mehr gilt, wenn dann eine Frau mit Burka die Kantine der Demokratiewächter betritt. Dann ist Schluss mit lustig.
Danke für das Bloßstellen dieser widerlichen Heuchelei. Jeder Bürger Deutschlands, selbst im letzten sächsischen Kaff, muss auf oberste Weisung tolerant damit leben, vollverstoffsackte Vogelscheuchen im ehemaligen Dorfkonsum zu ertragen, aber wehe jemand betritt mit diesem Outfit die Futterkrippe der Abgehobenen.

Gleitmittel. Das Friedensprojekt muss gleiten, es muss flutschen, es muss glitschen, da darf nix quietschen und nix klemmen. Also muss es gut geölt werden, und dafür braucht man, nun ja, logischerweise Öl. Zum Beispiel aus der humanistisch geprägten lupenreinen Vorzeigedemokratie Aserbaidshan. Denn dort hat man das Prinzip des Tribologischen Systems zur Perfektion getrieben und als perfektes Schmiermittel zwischen den Interessen der örtlichen Wesire und der Brüsseler Entscheidungsträger, also zwei überzeugter Demokratiebegeisterter, Fischlaich gefunden.
Ohne Kaviar könnte es zu leichten Verklemmungen kommen, die sich nach ein paar Zwei-Kilo-Fässchen mit Beluga-Nachwuchs in ein ruckelfreies Gleiten verwandeln.

Trockendock. Kaum ist der weinselige Wiener Altbürgermeister mühselig von seinem Thron geklettert, wird an den ersten Brennpunkten der für UNO-Alkoholiker mit Diplomatenpass lebenswertesten Stadt der Welt das Saufen verboten. Ausgerechnet der Praterstern, der akribischen Nachforschungen linguistischer Hobbyarchäologen zufolge für den Begriff „sternhagelvoll“ Pate stand, wird trockengelegt.
Unbestätigten Gerüchten zufolge soll der Wampo nach seinem Frühstücksachterl erleichtert festgestellt haben: „Na gut, dass ich noch rechtzeitig dir Kurve gekriegt habe!“

Wenn „Männer“ einparken. Man weiß es nach wenigen Minuten, wie der Screenshot beweist: Das Auto ist schuld! Wieder ist ein Wagen von ganz allein in eine Menschengruppe gerast. Egal was später rauskommt: Zur Zeit dieser Meldungslage war die Polizei offenbar der Überzeugung, es mit einem Menschen mit speziellen Glaubensbedürfnissen als Täter zu tun zu haben: Ein „Mann“, ein „Hintergründler“ oder ein „Jähriger“. Denn nur dann sind es immer wieder die Gegenstände, die sich selbständig machen und die volle Verantwortung tragen.
Du böses, böses Auto, du! Und dann träumen die vom „internet of things“?!



Ach ja, einen noch:
Wenn Frauen einparken. Nee, ich sag ja schon nichts mehr, aber der war aufgelegt!

Keine Kommentare: